18.Tag: Village Camping Spinnaker bei Oristano

Heute ist unser nächster Abreisetag.
Und was passiert? Ich habe verschlafen und erst kurz nach halb acht die Augen
aufgeschlagen. Normalerweise habe ich meine Berichtsarbeiten zu diesem
Zeitpunkt vollständig erledigt. Aber wir sind ja im Urlaub und haben Zeit,
Geduld und Muse. Nach dem die Arbeiten alle erledigt waren konnte der Bus
vollständig für das neue Abenteuer vorbereitet werden. Dann ging ab in die Bar
zum Frühstück. Mit einem herrlichen Cappuccino, Croissants, Eier mit Speck lässt
es sich phantastisch in den Tag starten.

Danach schnell noch unser Kärtchen an
der Rezeption abgegeben und los ging die Reise auf der Küstenstraße entlang in
Richtung Süden in Richtung Oristano. 114km hatten wir zu meistern. Zunächst gings
nochmal mittendurch durch Alghero. Danach begann eine traumhafte Fahrt an der
Küste. Bergauf und Bergab ging die Fahrt.
Die Landschaft hier kann ich schlecht
beschreiben. Auf der einen Seite volle Macchia und dann sehen wir versteckte einsame
Bauerhöfe mit Viehzucht. Und die brauchen bekanntlich auch was zu fressen. Auf
jeden Fall gings gemütlich dahin mit etlichen Fotostopps. Und auffallend viele
Motorräder waren unterwegs. Die kurvenreiche Strecke mit ihren schönen
Ausblicken hat wohl für alle eine magische Anziehungskraft. Jetzt sahen wir
wieder einen wunderschönen Teil von Sardinien. Völlig problemlos erreichten wir
unseren neuen Campingplatz.
Der lag schon etwas einsam in der Gegend. Wir konnten uns einen entsprechen markierten
Platz aussuchen. Das war gar nicht so einfach, weil die Parzellierung etwas
undurchsichtig war. Auf jeden Fall haben wir wieder einen schönen Platz und
hören im Hintergrund das Mittelmeer rauschen. Der Platz war relativ schnell in
Besitz genommen und wir machen uns auf den Weg zu klären wie unsere Wahl Post
den Weg hierher finden könnte. An der Rezeption wurde uns gleich klar gemacht,
dass es mit Post hierher nicht klappen würde. Wir sollten es doch mal im
Postamt in Oristano versuchen. Unser Navi brachte uns zielsicher zum 8km
entfernten Postamt.
Glücklicherweise fanden wir vorm Amt noch einen Parkplatz.
Dann begann die spannende Phase. Wie bringen wir hier unser Anliegen unter. Bei
einem Schalter der nach Auskunft aussah sprachen wir eine jüngere
Postangestellte an. Auf jeden Fall brachten wir unsere Anliegen mit Händen,
Füßen und Übersetzungstool des Handys zur Kenntnis. Zum Schluss waren beinahe
alle Angestellten in das Thema involviert. Freundlich und richtig
aufgeschlossen wurde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Ein normaler
Briefwechsel hielt man für ausgeschlossen. Dauert viel zu lange.
Es muss ein
Schnellpaket oder Schnellbrief sein. Auf jeden Fall adressiert an das Postamt
zu unseren Händen. Die Handynummer sollte als Wiederkontaktaufnahme dienen. Es
war ein tolles Erlebnis wie diese Postangestellten sich um uns bemühten. Mit
viel molto Grazie verließen wir dieses Postamt. Noch am selben Tag teilte ich
die Kontaktadresse der Stadt mit den entsprechenden Handlungsvorschlägen mit. Jetzt
sind wir auf die weitere Entwicklung gespannt. Aber trotz aller Aufgeregtheit
des Tages hat es noch zu einem ersten Strandkontakt gelangt.
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