17.Tag: Sassari
Gleich zu Beginn des Tages
erreichte mich die frohe Botschaft, dass die Stadt Kirchheim mir meine
Wahlunterlagen nach Sardinien schicken werden.
Meine Antragsmail sei zwar etwas
verspätete an der nun richtigen Stelle gelandet und sie werde, sobald ich die
Postadresse bekannt gebe, die Unterlagen sofort versenden. Ich hatte die Hoffnung
schon aufgegeben an den Wahlen im Juni teilnehmen zu können.
Mal seh‘n, ob‘s
doch noch klappt. Auf jeden Fall gings gut gelaunt in Richtung Sassari. Die
zweitgrößte Stadt Sardiniens wurde ja nicht gerade als Ausflugsziel beworben.
Und zugegeben, der erste Eindruck war nicht gerade überwältigend.
Die über
120000 Einwohnerstadt zeigte sich am Morgen sehr lebendig. Fahrende Autos wohin
man schaute. Unser erstes Ziel galt der Piazza beim Duomo wo wir unser Auto
gegen Gebühr abstellten. Für eine halbe Stunde kassierten die gleich 1€. Rings
um die Piazza standen etwas renovierungsbedürftige Gebäude Aber diesen Eindruck
hinterließ diese Stadt an allen Stellen. Als erstes besuchten wir die Cattedrale
die San Nicola. Hier wurden wir ebenfalls sofort wieder 3€ pro Person für die
Besichtigung los.
Die Kathedrale machte auf uns einen etwas zusammengeflickten
Eindruck. Aber die hinteren Zimmer waren als Museum für sakrale Kunst
hergerichtet. Von alten Messgewändern, feingearbeiteten kleinen und großen Kreuzen
und alten Möbelstücken konnten wir uns einen Eindruck über Geschichte dieser
Kirche machen.
Unser weiterer Weg durch die Stadt führte uns zu einem großen
sehr schön angelegten öffentlichen Garten.
Dieser war eine richtige Wohltat für
die Augen. Ja näher wir dem Zentrum kamen umso mehr Polizeipräsenz fiel uns
auf. Auffallend waren auch die vielen mächtigen Gebäude die diese Stadt zu
bieten hatte. Diese alte Stadt hätte auch touristisch etwas zu bieten, wenn sie
mit den historischen Gebäuden etwas pfleglicher umgingen.
Was aber deutlich
sichtbar wurde war das typische italienische Treiben. Alle Bars waren gut
gefüllt. Und überall wurde gestenreich diskutiert. Dieses lebendige Treiben in
der Innenstadt war der eigentliche Schatz dieser Gemeinde.
Nicht zu übersehen waren auch die vielen kleinen und engen Gassen mit ihren Geschäften. Nicht unzufrieden
mit unserem Besuch machten wir uns auf die Rückfahrt.
Zurück begannen wir
natürlich mit der Vorbereitung unseres morgigen Stellungswechsels.
Schon wieder
war eine Woche verflossen und wir wollten zu neuen Ufern aufbrechen. Wir beeilten
uns mit den Aufräumarbeiten, weil für die Nacht leichte Gewitter gemeldet
wurden. Alles lief planmäßig und wir konnten noch in Ruhe einen gemütlichen Abend
genießen. Bei unserem letzten Rundgang durch den Campingplatz machten wir
etliche Neuankömmlinge auf die nächtlichen Mückenschwärme aufmerksam. Viele sprangen
sofort auf und machten ihre Unterbringung mückensicher. Der Dank war uns
gewiss.
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