Samstag, 16. Mai 2026

Nizza

 

13. Tag                             Nizza

Datum:                            15.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          9146 (6,1km)

Wetter:                            wechselhaft und windig bis 20°

 

Diese nächtlichen Temperaturen unter 10° sind nicht so toll. 
Ständig muss man dickere Sachen anhaben damit eine mollige Schlafwärme entsteht. 
Und das Aufstehen bei dieser Kühle ist auch nicht angenehm. So kalt hatten wir uns das Wetter an der „Côte d’Azur“ nicht vorgestellt. Jetzt sind wir bereits beinahe 2 Wochen unterwegs und eine angenehme Urlaubstemperatur hat sich noch überhaupt nicht eingestellt. So kühl hatten wir es bei unseren letztjährigen Reisen noch nie. Aber vielleicht wird’s ja noch. Gut eingemummelt saßen wir draußen bei unserem guten Frühstück. Um kurz nach 9 Uhr starteten wir unser Nizza Abenteuer. Irgendwie hatten wir etwas Bammel vor dieser ca. 350000 Einwohner großen Stadt. In einem Affenzahn fuhr der große Omnibus durch die engen Gassen und anliegenden Stadtteile zu unsrer Umsteigestation in Le Taude. Eigentlich sollten wir ja noch unsere Fahrkarte aufladen aber wir sahen nirgends eine Ladestation. Umgestiegen in die Linie 9 fuhren wir in Richtung Nizza. Das Fahrticket hat am Entwerter auch nicht gemeutert. Schön. In der Nähe einer Haltestelle entdeckte Helga eine Touristen Info. Wir raus aus dem Bus und rein in die Info. Hier wurde uns mitgeteilt, dass wir im nächsten Tabakladen das Ticket aufladen können. Wir irrten eine Weile durch die Gegend bis wir Erfolg hatten. Mit dem aufgeladenen Ticket gings dann weiter in Richtung Innenstadt. Und es folgte gleich ein Tageshighlight. Beim Umsteigen in die Tram versuchten drei junge Mädchen Helga zu berauben. Sie versperrten Helga den Einstieg die eine lenkte sie mir Schultertatschen ab währen die andre versuchte Helgas Umhängetasche zu öffnen. Die dritte versperrte mir geschickt den Einstieg. Bis Helga einen Schrei los ließ. Die Mädchen verließen die Tram und wir konnten unsern Besuch fortsetzen. Welch große Aufregung. An der Station Durandy verließen wir die U-Bahn und unsre Stadtbesichtigung begann. Je näher wir Richtung Meer kamen umso voller wurde die Stadt. Mit ihren mächtigen Bauten und Plätzen zeigte sie deutlich, dass hier Geld zuhause ist. An der imponierenden Meerespromenade angekommen genossen wir das türkisfarben schimmernde Mittelmeer mit seinen hohen Wellen. Allerdings war es hier so windig, dass wir es vorzogen wieder in die geschützte Innenstadt abzutauchen. Ziemlich voll ist es mittlerweile geworden und sämtliche Restaurants waren auch schon besetzt als wir bescheiden in einer Boulangerie einen Kaffee mit Croissant zu uns nahmen. Nach einer längeren Stadtbesichtigung machten wir uns auf die Such nach einer U-Bahnstation. Zufällig konnte uns ein deutsch sprechendes Mädchen die nächste U-Bahnstation zeigen. Gestresst aber glücklich erreichten wir dann wieder unsre Busstation mit der Linie 9 die uns zurück nach Vence brachte. Also, Nizza haben wir gesehen und brauchen es kein zweites Mal. Zu den eigentlichen Besuchen von Museen von Chagall und Matisse sind wir gar nicht gekommen. Wir waren eigentlich bloß glücklich wieder am Bus gelandet zu sein. Zur Feier des Tages bereiteten wir einen „Salade Niçoise“ zu. Und der war sehr lecker. Nach netten Gesprächen mit anderen Campern fielen wir todmüde ins Bett. Ein spannender Tag ging zu Ende.



























Freitag, 15. Mai 2026

Vaddertagsausflug

 

12. Tag                             Guordon

Datum:                            14.05.2026

Fahrt km:                        65,7

Schritte:                          4802

Wetter:                            wechselhaft und windig, 20°

 

Für unser heutiges Vorhaben kassierten wir an der Rezeption eine deutliche Absage. Anstatt uns freudig das begehrte Busticket für Nizza auszuhändigen erklärte uns die nette Rezeptionsdame, dass an Feiertagen der Bus nicht fährt. Aus war‘s mit dem Stadtbesuch Nizza. Dafür nahm sich die Dame genügend Zeit uns für morgen auf das große Ereignis vorzubereiten. Mit Stadt- und Bus/Bahn- Plan und mit vielen Besuchshinweisen ausgerüstet kehrten wir zu unserem Bus zurück. Kurzerhand entschieden wir uns zu einem „Vaddertagsausflug“. Auf einem Plakat hatten wir registriert, dass in Guordon eine „Fete Paysanne des Gorges du Loup“ (Bauernfest der Wolfsschluchten) stattfinden werde. Die kurvenreiche Fahrt in Richtung Cascade du Loup kannte ich ja schon. Schön gings wieder den Berg hinauf. Vorbei an vielen Radlern näherten wir uns dem Ort an. Allein waren wir nicht unterwegs. Am Ort wurden wir von Helfern in Parkmöglichkeiten eingewiesen. Eine große Wiese war als Parkplatz umfunktioniert worden. Und wir hatten dem Personal genau Folge zu leisten. In dem 365 Einwohner großen Dorf war richtig was los. Regionale Händler warben um ihre Produkte. Vom Biogemüse, Bier, Wein, Honig, Seife, Parfüm und noch vieles mehr gabs hier alles im Angebot. Dazu noch einen gigantischen Ausblick in die Ferne. Nizza und Cannes inclusive Mittelmeer waren von hier oben aus zu sehen. Toll! Nach einem Besuch aller Stände machten wir uns wieder fertig für die Weiterfahrt. Unser Weg führte uns dann in Richtung Küste und von dort aus hatten wir nochmals einen schönen Blick in die Berge. Und von hier unten hatten wir einen schönen Blick auf das Städtchen „Saint-Paul de Vence“. Nach dieser spannenden Rundtour brauchten wir eine dringende Erholungspause. Wir gönnten uns am Spätnachmittag noch einen kleinen Mittagsschlaf. Danach durften wir uns schon aufs Abendessen freuen. Es gab nicht viel zu tun. Der Gemüsereis von gestern war schnell aufgewärmt. Als Beilage wurde schnell noch ein Tomatensalat zubereitet und fertig war das Menü. Zu allem Überfluss gabs hinterher noch einen kräftigen Regenschauer. Das hätte es jetzt wirklich nicht mehr gebraucht. Jetzt wurde es auch noch richtig kühl so dass wir uns in den wärmenden Bus zurückzogen. Der Regenschauer hat den schönen Tag allerdings nicht kaputt gemacht. Aber wir sehnen uns nach mehr Wärme!