Donnerstag, 14. Mai 2026

Grasse und Cascade du Luop

 

11. Tag                             Grasse

Datum:                            13.05.2026

Fahrt km:                        125

Schritte:                          5928

Wetter:                            Besser als angekündigt, 20°

 


Es will sich einfach kein sommerliches Wetter einstellen. Ich laufe jetzt schon in der zweiten Woche mit langen Jeans und langärmeligen Pullover durch die Gegend anstatt mit kurzen Hosen und T-Shirt wie es sich für diese Zeit eigentlich gehört. Aber vielleicht wird’s ja noch. Und weil es dazu auch noch so windig ist haben wir bis jetzt den Besuch der Küste vermieden. Und so fahren wir heute wieder etwas ins Landesinnere. Cascades du Saut du  Loup und die bekannte Parfüm Metropole „Grasse“ werden sich über unseren Besuch freuen. 
Aber zunächst gings kurvenreich zur Cascade. 
Die Straßen hier sind ausgezeichnet nur die plötzlichen Bremshügel zur Erinnerung an deine Geschwindigkeit nerven gewaltig. Relativ schell haben wir den Parkplatz zur Besichtigung der Cascade erreicht. Mittels einer Euromünze drehte Sich ein Drehkreuz und gab den Weg zur Besichtigung frei. Nette kleine Wasserfälle fielen über dunkelgrüne Moosdecken in das Flussbett. War nett anzusehen aber nicht allzu spektakulär. Danach gings über viele Kurven den Berg hinauf. Etliche Radler zeigten uns ihre sportlichen Qualitäten. Da wird man ganz neidisch. Oben angekommen stellten wir unseren Bus ab und gönnten uns den phantastischen Weitblick. Gestört wurden wir auf einmal durch einen Lastenhubschrauber der Material zu einer unmittelbar in der Nähe liegenden Baustelle brachte. Das war vielleicht ein Schauspiel. Nach dieser Einlage fuhren wir weiter in Richtung Grasse. Grasse liegt ja wunderschön am Berghang und viel breite Straßen scheint es dort nicht zu geben. Wir fuhren in Richtung Zentrum in der Hoffnung irgendwo eine Parklücke zu entdecken. Nach pausenlosen Versuchen hatten wir direkt bei der Polizeistation noch ein Parkplatz gefunden. Glücksfall!! Von dort besuchten wir die attraktive Parfümstadt Grasse. Und der Besuch hat sich gelohnt. Durch zahlreiche enge Gassen schlendernd haben wir die Welt des Parfüms kennengelernt. Und wir waren nicht die einzigen Touristen die hier unterwegs waren. In irgendeiner Gasse kehrten wir ein und bei einer Quiche und einem Croque Monsieur ließen wir es uns gut gehen. Bunt und lebendig ist das Treiben hier. Zum Schluss galt es noch unseren Parkplatz wieder zu finden um dann zufrieden die Heimfahrt anzutreten. In Vence kauften wir im Supermarkt noch ein um den folgenden Feiertag zu überstehen. Mit Gemüsereis und einem Zwiebelwürstchen haben wir uns ein ausgezeichnetes Abendessen bereitet. Danach war Schluss. Ab ins Bett!























Mittwoch, 13. Mai 2026

Vence

 

10. Tag                             Vence

Datum:                            12.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          8934 (5,9)

Wetter:                            blauer Himmel, etwas windig bei 24°

 

Bei so herrlichem Wetter den Tag zu beginnen ist einfach toll. Gleich ist die Laune prächtig und der Tatendrang kennt keine Grenzen. Der Ruhemodus ist wie weggeblasen. Heute werden wir Vence einen Besuch abstatten und uns das Städtchen etwas näher betrachten. Gleich nach dem Frühstück statteten wir der netten Frau an der Rezeption einen Besuch ab und erkundigten uns nach den Modalitäten der Busfahrt. Direkt vor dem Eingangstor des Campingplatzes startet der Stadtbus im Halbstundentakt. Und er kostet keinen Cent. In Deutschland wäre so etwas unvorstellbar. Man kann Ein- und Austeigen ganz nach Belieben. Gleichzeitig ist er Zubringer für die Buslinie 9 nach Nizza. Die werden wir uns demnächst reinziehen. Auf jeden Fall fuhren wir im Bus in Richtung Stadtmitte. Der angesagte Markt war allerdings sehr übersichtlich und lohnte den Besuch nicht. Weiter schlenderten wir in die Altstadt. Die war allerdings sehenswert. Schöne alte enge Gassen mir vielen Galerien, Bars Restaurants und netten Geschäften trafen wir an. Unser Weg führte zur La Cathedral Notre -Dame. Dort bestaunten wir ein großes Mosaik von Marc Chagall. So eine dunkle Kirche und ein so schönes Mosaik. Unglaublich. Der kleine Lebensmittelmarkt im Zentrum erweckte sofort unsere Aufmerksamkeit. Hier wurde eine provenzalische Spezialität angeboten, das bekannte Sandwich „Pan Bagnat“. Sofort wurden zwei Teile erworben und eingepackt fürs Abendessen. Weiter führte uns der Spaziergang zur Chapelle du Rosair. Die ganze Kapelle beruht auf den Entwürfen des sehr berühmten Künstlers Henri Matisse. Und für den Betrachter ist dieses gesamte Werk eine Augenweide. Die 7€ war dieser Besuch bei weitem wert. Alles was zu sehen war außergewöhnlich. Selbst die Messgewänder waren von Matisse entworfen worden. Die sahen richtig cool aus. Ich hätte mir, zu meiner Ministrantenzeit, einen ebenfalls so gekleideten Pfarrer bei der Messe gewünscht. Ein Übersichtsbuch mit den Werken von Matisse erwarben wir noch bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Noch ein kleiner Halt im Cafe und ein Einkauf für Morgen und schon brachte uns der Bus zurück zum Campingplatz. Heute waren wir mal wieder viel auf den Beinen uns deshalb sehr, sehr müde. Bei herrlichstem Sonnenschein und einer Tasse Kaffee ließen wir den Nachmittag auslaufen. Mit beinahe 9000 Schritten heute war dies für Helga wieder ein Gewaltmarsch. Zum Abendessen genossen wir noch das Pan Bagnat und fielen dann alsbald ins Bett.