Dienstag, 12. Mai 2026

Camping Le Bergerie - Ruhemodus-

 

9. Tag                               Ruhemodus

Datum:                            11.05.2026

Fahrt km:                        0

Schritte:                          7492

Wetter:                           überwiegend sonnig, aber sehr windig bei 22°

 

Vom angekündigten strahlend blauen Himmel war heute Morgen noch nichts zu sehen. Dicke Wolkenfelder mit spontanem kleinem Regenschauer prägten das Bild. Aber mein Herz ging auf, als ich das erste französische Baguette und 2 Croissant in Empfang nehmen durfte. Das Lächeln kehrte zurück und wir konnten sogar im Freien frühstücken. Der Himmel näherte sich minütlich seinem Versprechen und alsbald hatten wir tatsächlich den blauen Himmel über uns. Nach der gestrigen ermüdenden Anfahrt war für heute nur Entspannung angesagt. Beim genüsslichen Frühstück konnten schon die Pläne für die nächsten Tage geschmiedet werden. Aber auf so ein intensives Besuchsprogramm wie in der letzten Woche wollten wir uns nicht mehr einlassen. So der Plan. Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang durch das Camp. Wie ein schöner Garten war die Anlage gestaltet. Im geöffneten Swimmingpool waren bei diesen Temperaturen noch keine Baderatten sichtbar. Auf jeden Fall genossen wir den ruhigen Tag. Am Nachmittag machte ich mich mit dem Fahrrad nach Vence. Ein bißchen sich kundig machen hat noch nie geschadet. Allerdings machte mich das Fahren bei soviel Verkehr etwas nervös. Es gab nur abschnittsweise Radwege. Aber bis zum Stadteingang schaffte ich es doch. Bei der Rückfahrt entdeckte ich einen Heimwerkerfachmarkt der mich sofort magisch anzog. Ich erwarb für unser Versorgungszelt meine wahrscheinlich 5 Klemmlampe. Vier davon liegen Zuhause und ich hätte sie nur einpacken brauchen. Hätte hätte Fahrradkette. Also, jetzt besitze ich halt fünf von diesen Dingern. Zurück am Platz durfte ich mich gleich mit dem Abendessen beschäftigen. „Ich war dran“ war die Botschaft die mir unmittelbar zu Teil wurde. Also gabs „Linguine a la Wolfgang“. Im Übrigen brauchte man nach dem Verzehr dieses phantastischen Nudelgerichts vor Vampiren keine Angst mehr haben. Gespräche mit irgendwelchen Campern sollte ebenfalls aus dem Weg gegangen werden. Aber es hat bei einem Glas Rotwein dazu lecker geschmeckt. Der Abwasch war allerdings beschwerlich. Französische Campingplätze haben es nicht so mit heißem Spülwasser. Als alles erledigt war ließen wir den Tag noch gemütlich ausklingen. Ach, ist Erholung schön!















Montag, 11. Mai 2026

Aufbruch an die Cote d'Azur

 

8. Tag                               Aufbruch nach Vence bei Nizza

Datum:                            10.05.2026

Fahrt km:                        268,5

Schritte:                         0

Wetter:                            Sauwetter

 

Das Wetter war wie angekündigt. Es regnete  heftig. Es wäre am besten man bleibe in der Koje liegen bis sich Besserung einstellt. Aber so schlecht hätte dieser Morgen wirklich nicht beginnen brauchen. Zum Glück hatten wir ja bis auf Weniges Gestern alles verstaut. Mit Regenschirm bewaffnet und wetterfester Kleidung erledigten wir auch die Restarbeiten. Ich war richtig glücklich als ich das Stromkabel aus dem Anschluss zog und aufgerollt im Auto unterbrachte. Jetzt konnte es los gehen. Weil wir keine Lust auf Autobahn hatten, ließen wir uns vom TOMTOM über Landstraßen nach Nizza dirigieren. Wir fuhren und verfuhren uns Turin. Ich dachte schon wir kommen da nie raus. Erstaunlich viel Verkehr war bei diesem Sauwetter. Wahrscheinlich mussten noch die letzten Muttertagseinkäufe getätigt werden. Irgendwie sind wir dann diesem Moloch Turin entkommen. Jetzt hofften wir am Wegesrand irgendwann mal auf eine Bar zu treffen um uns mit einem Frühstück für den weiteren Weg zu kräftigen. Aber das dauerte ein Weilchen bis wir in einem uns unbekannten Einkaufzentrum unser Glück fanden. Frisch gestärkt und bei besserer Laune fuhren wir auf der SS20 gegen Nizza. Das Wetter wurde besser und es hatte aufgehört zu regnen. Durch eine landschaftlich schöne Gegend fuhren wir über Cuneo in Berge der Alpes- Maritimes. Und dann begann ein ungeplantes Abenteuer. TOMTOM führte uns von Alpenpass zu Alpenpass. Ab Limone Piemont befanden wir uns in einer offensichtlich gut bekannten Bergwelt. Auf der Corsa Nizza folgte jetzt ein Pass nach dem anderen. Col Tende, Col de Brouis, Col beu Nirga, Sospel, Col Saint-Jean Saint Laurent. Wahrscheinlich habe ich sogar noch den ein oder anderen Pass vergessen zu erwähnen. Auf jeden Fall brauchten wir für unsere 268km Fahrt 7 Stunden. Mir machte die Passfahrerei ja riesig Spaß aber fragt bitte nicht nach Helga. Nach gefühlter unendlich langer Zeit landeten wir in Nizza. Hier herrschte gerade Feierabendverkehr und ich hatte alle Hände voll zu Tun auf Kurs zu bleiben. Tatsächlich erreichten wir dann auch unseren neuen Campingplatz „Le Begerie“ in Vence. Endlich geschafft!!! Der Empfang war sehr freundlich und die Dame an der Rezeption sprach sogar ein ausgesprochen gutes Deutsch. Somit war die Aufnahme und die entsprechenden Instruktionen kein Problem. Wir hatten uns offensichtlich einen sehr schön angelegten Platz mit etwas in die Jahre gekommen Sanitäranlagen ausgesucht. Wir richteten uns ordentlich für die kommenden 7 Tage ein und ließen es uns zum Schluß im Platzrestaurant richtig gut gehen. So gegen 22 Uhr schlichen wir todmüde zu unserem Bus und schliefen beide, glaube ich, sofort ein. War doch eine sehr anstrengende Anreise.