Freitag, 12. Juni 2026

Der Bus spinnt

 

40. Tag                            Der Bus spinnt

Datum:                            11.06.2026

Fahrt km:                        35

Schritte:                          2955

Wetter:                            meist sonnig, sehr windig bis 24°

 

Na ja, das war überhaupt nicht lustig. Man muss gegen 4 Uhr morgens die Toilette aufsuchen und hört am Auto ein summendes Geräusch. Alles war ausgeschalten und auch kein Autoschlüssel steckte. Aber das Auto gab ein summendes Lüftergeräusch von sich. Ringsum war es mucks mäuschen still. An Weiterschlafen war nicht zu denken. Der Morgen wurde herbeigesehnt, damit man sich um das Problem kümmern konnte. So kurz nach Acht kontrollierte ich weiter sämtliche Einstellungen. Alles war ausgeschalten aber das Auto summte. Keine Warnlampe zeigte einen Fehler. Meine Nachbarn kamen mir mit Ratschlägen zu Hilfe. Aber alles nützte nichts. Ich hängte einen Pol der Autobatterie ab und weg was das Geräusch. Pol wieder angeschlossen und da war das Geräusch. Bei Google nach VW Händler geschaut. Bot mir eine Werkstatt in ca. 13km Entfernung mit guten Referenzen an. Bus fahrfertig gemacht und nach 2m fahren war das Geräusch weg. Habe mich schon gefreut. Aber es war zu früh. Helga verkündete die frohe Botschaft, dass das Geräusch wieder da sei. Also ab ins Auto und doch zum Händler gefahren. An der Reparaturannahme habe ich mein Auto abgestellt und das Geräusch war weg und es kam nicht mehr wieder. Ständig lief ich ums Auto und wartete auf die Störung. Aber die blieb aus. Ich erklärte dem freundlichen hilfsbereiten Personal, mittels Google Sprachübersetzung,  die Situation. Die hatten sehr viel Verständnis und empfahlen bei Wiederauftreten des Fehlers zunächst mit Ihnen zu telefonieren. Unverrichteter Dinge gings zurück zum Camp. An Unternehmungen an diesen Tag war nicht mehr zu denken. Ständig belauschten wir unser Auto. Und das gab keinen Ton von sich. Wir luden unseren unterstützenden Nachbarn mit Frau zu einem Kaffee ein und es wurde ein sehr vergnüglicher und unterhaltsamer Nachmittag daraus. Ganz entspannt gingen wir nach dem Abendessen mit unseren Klappstühlen zum Strand und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Hoffentlich hält unser Bus weiter die Klappe.







Donnerstag, 11. Juni 2026

Adge

 

38. Tag                             Adge

Datum:                            10.06.2026

Fahrt km:                        13,6

Schritte:                          10753

Wetter:                            meist sonnig, sehr windig bis 24°

 

Nach einer etwas unruhigen Nacht weckte uns ein sehr frischer Wind. Mit dieser Situation mussten wir uns erst anfreunden. Im Windschatten des Busses konnten wir aber trotzdem ein vorzügliches Frühstück genießen. Aufgrund dieser windigen Situation wurde ganz schnell ein Waschtag eingeschoben. Im Wäschewaschraum brachten wir dann eine der 17 Maschinen zum Laufen und konnten nach ca. einer halben Stunde die Wäsche aus der Maschine holen. Weil der Trockner ständig belegt ist nutzten wir die Windkraft zum Trocknen unserer Teile. Eine entsprechend lange Wäscheleine hatte ich natürlich schon gespannt. Nach dieser spontanen Aktion entschlossen wir uns doch zu einem Ausflug. Wir wollten den gestern gescheiterten Besuch des „Château Laurens“ nachholen. Dieses Mal steuerten wir gut vorbereitet einen geeigneten Parkplatz am Fluss Herault an. Von dort hatte man schon einen schönen Blick auf das Chateau und zu unserer Überraschung einen wunderbaren Blick auf die historische Altstadt von Adge. Adge ist auch wegen des Cap Adge sehr bekannt. Das Kap gilt ja als eines der größten Naturalisten Zentren in Europa. Aber zurück zur Stadt. Bei diesem Anblick konnten wir nicht anders als diesem historischen Teil einen Besuch abzustatten. Auffallend viele Ateliers gab es hier. Und Straßen- und Häuserkunst war viel zu sehen. Und das alte Kirchengemäuer musste ebenfalls besucht werden. Auf jeden Fall hat sich dieser Besuch gelohnt. Entlang des Flusses Herault waren auf still gelegten Schiffen viele Restaurants angelegt. Und man hatte den Eindruck, dass sie gerade für die Saison vorbereitet werden. Nach diesem überraschend beindruckenden Stadtrundgang machten wir uns auf den Weg zum Chateau. Zunächst überquerten wir den Fluss um dann über eine zusätzliche Brücke über den bekannten Midi-Kanal das Chateau Areal zu erreichen. Am Ticketcenter wurde mir eröffnet, dass der Besuch nur auf Reservation möglich sei und für heute es keine Besuchsmöglichkeit mehr gebe. Prost Mahlzeit. So nahmen wir halt das Angebot kostenfrei den schön angelegten „Chateau Park“ zu bestaunen. Nach diesem netten Rundgang kehrten wir sehr zufrieden zu unseren Bulli zurück. Bei der Rückfahrt machte ich einen kleinen Halt um mit ein größeres Fleischteil für das Abendessen einzukaufen. Mit einem Chateaubriand, Kartoffeln, Quarksoße und einem Bohnensalat ließen wir sämtliche Hungergefühle hinter uns. Helga aß natürlich kein Fleisch. Zur Feier des Tages entschloss ich mich noch zu einem Strandbesuch. Und zu meiner Überraschung war das Meer ganz ruhig und der Wind blies überhaupt nicht so stark wie am Platz. Schnell holte ich Helga und zwei Stühle um den Sonnenuntergang am Strand zu erleben. Super, einfach super. Nach diesem schönen Tagesabschluss suchten wir verspätet aber zufrieden unser Nachtquartier auf.