Sonntag, 31. Mai 2026

La Ciotat

 

28. Tag                             La Ciotat

Datum:                           30.05.2026

Fahrt km:                       31,3

Schritte:                          1784

Wetter:                            überwiegend sonnig, 28°

 

Wir haben von der Stadt Ciotat eigentlich wenig positiv berichtet. Der erste EinDruck bei der Anreise hat uns ja nicht vom Hocker gehauen. Aber je mehr wir über die Stadt im Reiseführer und im Internet in Erfahrung bringen umso neugieriger wurden wir. Vielleicht entdecken auch wir doch noch die Schönheiten dieser Stadt. Aber zunächst galt es wieder den Tag auf die Schiene zu setzen. Ein schönes Frühstück mit den bekannten Utensilien ist einfach der beste Start. Auffallend viele Deutsche machen sich heute zur Heimfahrt fertig. Auch vor dem Hintergrund die Fahrt nach zuhause in zwei Etappen zu machen. Eigentlich vernünftig. Aber wir scheuten uns nicht das schöne La Ciotat zu finden. Google Maps wurde beauftrag uns zur Touristeninformation am Hafen zu leiten. Und die Wegstrecke war auch sehr schön. Zuletzt am langen Küstenstrand entlang wurden wir zum Hafen gelotst. Und welch ein Glück, ein Kombi machte gerade einen Parkplatz frei. Ein Ticket war schnell gelöst und wir machten uns auf den Weg zur nahen Touristeninfo. Hier erhielten wir alle notwendigen Informationen zu einem glücklichen Aufenthalt in La Ciotat. Am Hafen selbst machten wir uns gleich über Fahrten zur Calanques kundig. Wir hatten diese Fahrt für Montag eingeplant. Der Ticketverkäufer sagte für Montag sehr welliges Wasser vorher so dass keine Fahrten statt finden werden. Sehr anständig vom Verkäufer. Auf jeden Fall war der Anblick vom Hafen auf die Altstadt schon mal sehr reizvoll. Vorbei am Museum steuerten wir die große Kirche an. Drinnen wohnten wir doch tatsächlich einer Taufe bei. Zum Schluss wurde das Kind hochgehoben und dieses winkte allen Teilnehmern mit den Händen und Füßen zu. Darauf gab es laut starken Beifall. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Danach gings weiter. Es war ein Genuss durch die alten Gassen von La Ciotat zu schlendern. Hier waren wir nicht zum letzten Mal. Danach besuchten wir noch den „Plage de la Madraque“ in Saint-Cyr sur Mer. Bei diesem Wetter war der Wasserkontakt mit dem Meer ja beinahe Pflicht. Wir genossen noch eine Weile diesen Aufenthalt. Mit vielen guten Eindrücken kehrten wir dann zum Camp zurück. Zum Abendessen gabs dann wieder italienische Kost. Mit Tomatenmozarella und einem heimischen Baguette bei einem Glas Rose hatte der Tag einen weiteren Höhepunkt.





















Samstag, 30. Mai 2026

Klippen von Cassis

 

27. Tag                             Klippen von Cassis

Datum:                            29.05.2026

Fahrt km:                       

Schritte:                          5634

Wetter:                            überwiegend sonnig, 28°


Das Wochenende naht. Man spürt eine gewisse Betrieblichkeit um uns herum. Viel französische PKWs tauchen auf und suchen ihr Wochenquartier auf. Meist zu zweit, eventuell noch Kinder dabei, ist ein solches festes Quartier im Nu bezogen. Hier wird’s jetzt sehr lebendig. Ist richtig schön auf einmal in einer großen französischen Runde zu sein. Unsere Aktivität tut das keinen Abbruch. Gleich nach dem Frühstück setzten wir unseren Bus in Richtung Cassis in Bewegung. Abseits von der Autobahn war auf diesen Regionalstraßen keine große Hektik zu verspüren. Kurz vor Cassis bogen wir dann ab auf die „Route des Cretes“. Sie führt hinauf zu den Klippen von Cassis und entlang der Bergkette wieder zurück nach La Ciotat. Diese atemberaubende 15km lange Küsten- und Panoramastraße muss man einfach gefahren sein. An zahlreichen Haltestellen schoss ich Foto um Foto. Man konnte von diesen spektakulären Ausblicken auf Cassis und die Klippen nicht genug bekommen. Mit ca. 362m Höhe sind es die höchsten Klippen Europas. Aber Vorsicht war angesagt. Diese felsige Landschaft ist gefährlich. Ein Ausrutscher und es geht unaufhaltsam in die Tiefe. Man hat an mancher Stelle schon mal sehr viel Bammel. Etliche Wanderer waren unterwegs, die in einem ständigen Auf- und Ab den anspruchsvollen felsigen Wanderweg meisterten. Volle Hochachtung für eine solche Leistung. Für die lächerlichen 15 km brauchten wir zwei Stunden. Aber die haben sich gelohnt. Nach einer pausenlosen kurvenreichen Fahrt erreichten wir wieder La Ciotat. Bei der Gelegenheit versuchten wir noch den alten Hafen anzusteuern um unsere nächste Schifffahrtsidee zu verwirklichen. Aber den Hafen haben wir im Straßengewirr nicht gefunden. Irgendwann haben wir das Unterfangen aufgegeben und sind zurück zum Camp gefahren. Bei Kaffe und Kuchen wollten wir die Ereignisse noch mal Revue passieren lassen. Aber der Kuchen fehlte. Also nix wie ab aufs Fahrrad und den Berg hinunter zur nächsten Boulangerie in Ceyreste geradelt. Dort feinstes Gebäck geordert um dann mit dem Rad wieder steil bergauf zurück zu fahren. Ohne „E“ wäre es nicht gegangen. Jetzt genossen wir noch den restlichen Nachmittag und feierten unser Erlebnis. Danach bildeten sich ein paar Wolken am Himmel die uns mit ein Paar Regentropfen und einem herrlichen Regenbogen den Mittag verschönten. Danach bereiteten wir das Abendessen vor und beobachteten die neuen Campinggäste bei ihren Aktivitäten. Ein kurzer Besuch im Pool vervollständigte einen wunderschönen Urlaubstag. Übrigens: Die französischen Neuankömmlinge feierten bis spät nach Mitternacht lautstark ihre Campingplatzankunf.