Sonntag, 17. Mai 2026

Cap D'Antibes

 

14. Tag                             Cap D‘Antibes

Datum:                            16.05.2026

Fahrt km:                        53,4

Schritte:                          6120

Wetter:                            strahlend blau bis 22°°

 

Endlich, ein strahlend blauer Himmel begrüßte uns an diesen Morgen. Er ist zwar noch etwas kühl aber das Ganze lässt für die Zukunft hoffen. Weil unsere Füße gestern doch stark beansprucht wurden ließen wir es heute ganz gemächlich angehen. An einem Sonnenplatz baute ich unseren Frühstückstisch auf und dort ließen wir es uns ziemlich ausgedehnt gut gehen. Und dann durften wir noch einen Videoanruf zu unserem Enkelkind tätigen. Die hatte heute ihren 9.ten Geburtstag und dazu haben wir natürlich ganz herzlich gratuliert. Ein nettes „Happy Birthday“ haben wir auch noch geträllert. Weil wir am Sonntag ja wieder einen Platzwechsel anstreben, beschlossen wir noch ans Cap D’Antibes zu fahren. Als Erstes wollten wir das sternenförmig gebaute Fort Carre besuchen, weil es von dort angeblich einen wunderschönen Ausblick über Antibes und deren protzigen Yachthafen gibt. Aber die verkehrliche Lage war grausam. Alles war auf der Strasse  und den Strand entlang waren wir im Schneckentempo unterwegs. Auch nur den Hauch eines Parkplatzes zu ergattern glich wie einem 6er im Lotto. Und so mussten wir dieses Vorhaben, nach etlichen Versuchen, beerdigen. Wir fuhren stotternd durch Antibes hindurch in Richtung des Cap. Wenige Meter vorm „Plage de la Garoupe“ tat sich eine Parklücke auf die wir natürlich sofort nutzten. Und nach wenigen Metern erreichten wir eine kleine aber sensationelle Bucht mit feinem Sandstrand und herrlich schimmernden blauen Wasser. Wunderschön! Von dort führte ein schmaler Weg rund ums Cap. Sofort machten wir uns auf den Weg die schöne Landschaft zu erkunden. Kurz gesagt: wir waren voll begeistert. Ein Foto jagte das andere. Bei der Rückkehr krempelte ich die Hosen beine hoch, zog die Sandalen aus und machte über den feinen Sandstrand den ersten Kontakt mit dem türkis schimmernden Wasser der französischen Riviera. Die wenigen badenden Gäste hatten meinen vollsten Respekt, denn das Wasser war saukalt. Danach besuchten wir noch einen großen Supermarkt und deckten uns mit Lebensmittel für das Wochenende ein. Dann gings zurück. Natürlich langsam. Das Verkehrsaufkommen ließ nichts anders zu. Endlich am Platz genossen wir den Kaffee und die mitgebrachte Schneckennudel. Danach wars nicht mehr weit zum Abendessen. Dicke Käsnudeln mit Tomatensalat stand auf dem Programm. Oh Gott, waren die lecker. Am Abend kamen wir noch mit Gmüder Campern ins Gespräch. Und sie kannten unsre befreundete Buchhändlerin Gabi, bei der sie Kundschaft waren. Welch ein Zufall!! Nach einem ausgedehnten Gespräch bis spät in die kühle Nacht hinein wars dann aller höchste Zeit das Bett aufzusuchen. Ich glaube, jetzt hat unser Urlaub begonnen.

















Samstag, 16. Mai 2026

Nizza

 

13. Tag                             Nizza

Datum:                            15.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          9146 (6,1km)

Wetter:                            wechselhaft und windig bis 20°

 

Diese nächtlichen Temperaturen unter 10° sind nicht so toll. 
Ständig muss man dickere Sachen anhaben damit eine mollige Schlafwärme entsteht. 
Und das Aufstehen bei dieser Kühle ist auch nicht angenehm. So kalt hatten wir uns das Wetter an der „Côte d’Azur“ nicht vorgestellt. Jetzt sind wir bereits beinahe 2 Wochen unterwegs und eine angenehme Urlaubstemperatur hat sich noch überhaupt nicht eingestellt. So kühl hatten wir es bei unseren letztjährigen Reisen noch nie. Aber vielleicht wird’s ja noch. Gut eingemummelt saßen wir draußen bei unserem guten Frühstück. Um kurz nach 9 Uhr starteten wir unser Nizza Abenteuer. Irgendwie hatten wir etwas Bammel vor dieser ca. 350000 Einwohner großen Stadt. In einem Affenzahn fuhr der große Omnibus durch die engen Gassen und anliegenden Stadtteile zu unsrer Umsteigestation in Le Taude. Eigentlich sollten wir ja noch unsere Fahrkarte aufladen aber wir sahen nirgends eine Ladestation. Umgestiegen in die Linie 9 fuhren wir in Richtung Nizza. Das Fahrticket hat am Entwerter auch nicht gemeutert. Schön. In der Nähe einer Haltestelle entdeckte Helga eine Touristen Info. Wir raus aus dem Bus und rein in die Info. Hier wurde uns mitgeteilt, dass wir im nächsten Tabakladen das Ticket aufladen können. Wir irrten eine Weile durch die Gegend bis wir Erfolg hatten. Mit dem aufgeladenen Ticket gings dann weiter in Richtung Innenstadt. Und es folgte gleich ein Tageshighlight. Beim Umsteigen in die Tram versuchten drei junge Mädchen Helga zu berauben. Sie versperrten Helga den Einstieg die eine lenkte sie mir Schultertatschen ab währen die andre versuchte Helgas Umhängetasche zu öffnen. Die dritte versperrte mir geschickt den Einstieg. Bis Helga einen Schrei los ließ. Die Mädchen verließen die Tram und wir konnten unsern Besuch fortsetzen. Welch große Aufregung. An der Station Durandy verließen wir die U-Bahn und unsre Stadtbesichtigung begann. Je näher wir Richtung Meer kamen umso voller wurde die Stadt. Mit ihren mächtigen Bauten und Plätzen zeigte sie deutlich, dass hier Geld zuhause ist. An der imponierenden Meerespromenade angekommen genossen wir das türkisfarben schimmernde Mittelmeer mit seinen hohen Wellen. Allerdings war es hier so windig, dass wir es vorzogen wieder in die geschützte Innenstadt abzutauchen. Ziemlich voll ist es mittlerweile geworden und sämtliche Restaurants waren auch schon besetzt als wir bescheiden in einer Boulangerie einen Kaffee mit Croissant zu uns nahmen. Nach einer längeren Stadtbesichtigung machten wir uns auf die Such nach einer U-Bahnstation. Zufällig konnte uns ein deutsch sprechendes Mädchen die nächste U-Bahnstation zeigen. Gestresst aber glücklich erreichten wir dann wieder unsre Busstation mit der Linie 9 die uns zurück nach Vence brachte. Also, Nizza haben wir gesehen und brauchen es kein zweites Mal. Zu den eigentlichen Besuchen von Museen von Chagall und Matisse sind wir gar nicht gekommen. Wir waren eigentlich bloß glücklich wieder am Bus gelandet zu sein. Zur Feier des Tages bereiteten wir einen „Salade Niçoise“ zu. Und der war sehr lecker. Nach netten Gesprächen mit anderen Campern fielen wir todmüde ins Bett. Ein spannender Tag ging zu Ende.