Donnerstag, 11. Juni 2026

Adge

 

38. Tag                             Adge

Datum:                            10.06.2026

Fahrt km:                        13,6

Schritte:                          10753

Wetter:                            meist sonnig, sehr windig bis 24°

 

Nach einer etwas unruhigen Nacht weckte uns ein sehr frischer Wind. Mit dieser Situation mussten wir uns erst anfreunden. Im Windschatten des Busses konnten wir aber trotzdem ein vorzügliches Frühstück genießen. Aufgrund dieser windigen Situation wurde ganz schnell ein Waschtag eingeschoben. Im Wäschewaschraum brachten wir dann eine der 17 Maschinen zum Laufen und konnten nach ca. einer halben Stunde die Wäsche aus der Maschine holen. Weil der Trockner ständig belegt ist nutzten wir die Windkraft zum Trocknen unserer Teile. Eine entsprechend lange Wäscheleine hatte ich natürlich schon gespannt. Nach dieser spontanen Aktion entschlossen wir uns doch zu einem Ausflug. Wir wollten den gestern gescheiterten Besuch des „Château Laurens“ nachholen. Dieses Mal steuerten wir gut vorbereitet einen geeigneten Parkplatz am Fluss Herault an. Von dort hatte man schon einen schönen Blick auf das Chateau und zu unserer Überraschung einen wunderbaren Blick auf die historische Altstadt von Adge. Adge ist auch wegen des Cap Adge sehr bekannt. Das Kap gilt ja als eines der größten Naturalisten Zentren in Europa. Aber zurück zur Stadt. Bei diesem Anblick konnten wir nicht anders als diesem historischen Teil einen Besuch abzustatten. Auffallend viele Ateliers gab es hier. Und Straßen- und Häuserkunst war viel zu sehen. Und das alte Kirchengemäuer musste ebenfalls besucht werden. Auf jeden Fall hat sich dieser Besuch gelohnt. Entlang des Flusses Herault waren auf still gelegten Schiffen viele Restaurants angelegt. Und man hatte den Eindruck, dass sie gerade für die Saison vorbereitet werden. Nach diesem überraschend beindruckenden Stadtrundgang machten wir uns auf den Weg zum Chateau. Zunächst überquerten wir den Fluss um dann über eine zusätzliche Brücke über den bekannten Midi-Kanal das Chateau Areal zu erreichen. Am Ticketcenter wurde mir eröffnet, dass der Besuch nur auf Reservation möglich sei und für heute es keine Besuchsmöglichkeit mehr gebe. Prost Mahlzeit. So nahmen wir halt das Angebot kostenfrei den schön angelegten „Chateau Park“ zu bestaunen. Nach diesem netten Rundgang kehrten wir sehr zufrieden zu unseren Bulli zurück. Bei der Rückfahrt machte ich einen kleinen Halt um mit ein größeres Fleischteil für das Abendessen einzukaufen. Mit einem Chateaubriand, Kartoffeln, Quarksoße und einem Bohnensalat ließen wir sämtliche Hungergefühle hinter uns. Helga aß natürlich kein Fleisch. Zur Feier des Tages entschloss ich mich noch zu einem Strandbesuch. Und zu meiner Überraschung war das Meer ganz ruhig und der Wind blies überhaupt nicht so stark wie am Platz. Schnell holte ich Helga und zwei Stühle um den Sonnenuntergang am Strand zu erleben. Super, einfach super. Nach diesem schönen Tagesabschluss suchten wir verspätet aber zufrieden unser Nachtquartier auf.
























Mittwoch, 10. Juni 2026

Marseillan

 

37. Tag                             Marseillan

Datum:                            09.06.2026

Fahrt km:                        -

Schritte:                          7063

Wetter:                            meist sonnig, sehr windig bis 25°

 

Kleinere, übersichtliche Aktivitäten müssen einfach sein. Wie sonst will man die Gegend kennenlernen. Also machten wir uns auf den Weg nach Marseillan. Nach einer 17-minütigen Fahrt erreichten wir die Gemeinde Marseillan mit ihren 8000 Einwohnern. Wir sind mittlerweile in der Region „Okzitanien“ gelandet. Damit ist die Zeit an der „Provence-Alpes-Côte d’Azur“ beendet. Im Städtchen war gerade Markttag. Welch ein Zufall. Und schon hatten wir es mit Parkproblemen zu tun. Nach etlichen Ehrenschleifen fanden wir in einem Wohngebiet einen freien Parkplatz. Der Spaziergang in den Ort war nicht allzu weit. Es war ein schöner Markt. Die Stände waren in die Straßen der Innenstadt integriert und es machte richtig Spaß durch die Innenstadt zu flanieren. Helga erwarb noch ein schönes großes Tuch für den Strandbesuch. Wir spazierten dann weiter zum Hafen des Fischerdorfes. Ein schöner beschaulicher Hafen mit etlichen Booten und von vielen Restaurants und Bars eingesäumt. Ein richtig schöner kleiner Fischereihafen der sich unserem Auge bot. Der Hafen liegt ja am „Etang de Thau“. Einem riesigen Binnensee dem Mittelmeer vorgelagert. Nach längerem Besuch kehrten wir zum Bus zurück und machten gleich noch unseren Wocheneinkauf bei Carrefuore. Danach wollten wir eigentlich noch das Chateau Lauren in Adge besuchen. Aber ich habe mich mit meinem Bus so verfranzt, dass wir das Unternehmen auf einen anderen Tag verschieben werden. Aber wir haben den Kanal Midi kennengelernt, auf dem etliche Hausboote unterwegs waren. Zurück am Camp war an einem Strandversuch nicht zu denken. Einfach zu windig. Stattdessen besuchte ich den riesengroßen Pool, um im reservierten Schwimmerareal meine Längen zu nehmen. Zwei habe ich geschafft. Am Platz zurück gabs dann Kaffee und französische Schneckennudel. Ein neues Camper Paar hat sich auf unseren alten kleinen Platz niedergelassen und bemerkt, dass für ihr Auto darauf kein Platz mehr ist. Wir haben ihnen auf unserem großen Platz ein Stellplatz zur Verfügung gestellt. So großzügig sind wir halt. Nach einem köstlichen Salat am Abend mit dem köstlichen Baguette ließen  wir es auslaufen. Ich gönnte mir noch das Qualifikationsspiel der Frauen „Slowenien gegen Deutschland“ das mit einem 2:0 Sieg endete um dann mal wieder unsre herrliche Nachtruhe zu nehmen.