Samstag, 23. Mai 2026

Sommertag

 

20. Tag                             Sommertag

Datum:                            22.05.2026

Fahrt km:                        13,8

Schritte:                          3806

Wetter:                            kein Wölkchen am Himmel, 25°

 

Für Heute war eine Pause für die Füße angesagt. In Summe waren in den letzten Tage ganz ordentlich mit den Füßen unterwegs. Für Helgas operiertes Bein eine in meinen Augen Höchstleistung. Und Morgen wartet ja Saint Tropez. Also Gemach! Ein wolkenloser Himmel machte uns zu Beginn des Tages seine Aufwartung. Morgens, am Tisch mit freien Oberkörper Platz zu nehmen ist schon außergewöhnlich. Der Sommer hat sich definitiv angekündigt. Wir genossen das Frühstück in aller Ruhe. Dann machten wir uns auf, die Schifffahrt nach Saint Tropez zu klären. Im Hafen von Cavaliere erklärte man uns, dass von hier keine Abfahrt mit dem Schiff wegen Bauarbeiten stattfinden kann. Erst das Tourismusbüro brachte Klarheit. Wegen dieser Arbeiten können wir nur von „La Croix-Valmer“ aus starten. Die Schiffsanlegestell liegt von hier ungefähr 3km weit weg. Nachdem alles geklärt wurde kauften wir sofort unser Ticket für die Schifffahrt nach Saint Tropez. Um 9.30 Uhr legt das Schiff ab und um 16 Uhr ist die Rückfahrt. Damit ja am nächsten Tag ja alles klappt haben wir uns die Anlegestelle vor Ort angeschaut. Alles Bestens, genügend Parkplätze und die Anlegestelle liegt mal wieder an einem traumhaften Strand. „Plage du Deparquement“ heißt der Strand und bietet wieder alles was das Sommerherz begehrt. Bei einem Kaffee und einem kleinen Snack in der Strandbar schlossen wir unsere Erkundung ab. Bei der Rückfahrt schauten wir schnell noch bei Carrefour vorbei um neben Diesel auch noch Lebensmittel zu tanken. Danach gings zurück auf den Campingplatz. Der tolle Pool auf dem Platz hatten wir uns als nächstes Ziel vorgenommen. Rein in die Badekleidung und ab gings ins Wasser. Also gabs viele Premieren an diesen Tag. Am späten Nachmittag trieb mich noch ganz andere Gedanken um: Wo bekomme ich ein Geburtstagsgeschenk für die Helga am nächsten Morgen her? Ich schwang mich mit einem sportlichen Argument aufs Fahrrad und radelte in Städtchen. Kein Blumenladen war zu finden. Unglaublich. Also liess ich mir etwas anderes zum Kauf einfallen und radelte dann einigermaßen zufrieden wieder zurück zum Platz. Der hochgelegene Platz forderte allerdings mächtig viel Puste von mir. Aber alles gut. Und zum Abendessen: Was könnte es bei diesem herrlichen Wetter besseres als Salat Nizza geben. Und so haben wir es auch gemacht.  Obwohl wir den Salat genauso wie zuhause machen, schmeckt er hier um vieles besser. Seltsam. Bei Wasser und Rose ließen wir den Tag ausklingen.













Freitag, 22. Mai 2026

Ramatuelle

 

18. Tag                             Ramatuelle

Datum:                            21.05.2026

Fahrt km:                        46,2

Schritte:                          6458

Wetter:                            trocken, kaum ein Wölkchen, 23°

 

Wenn du bei herrlichem Sonnenschein und phantastischer Weitsicht aufwachst hat der Tag schon gewonnen. Zurzeit haben wir auch eine stabile Wetterlage die richtig Freude macht. Und das Klima hier ist richtig angenehm. Es fällt einem richtig schwer den Frühstückstisch zu verlassen und Aktivitäten zu starten. Aber heute ist das nächste Bergdorf fällig. Der Begriff Bergdorf ist vielleicht etwas übertrieben, weil Ramatuelle gerade mal 130m hoch über den Meeresspiegel thront. Aber es liegt auf einem Berghügel. Die 19 km lange Reise durch sehr kurvenreiches Gelände ist richtig anstrengend. Die Straßen sind stellenweise sehr eng und die schnelle Fahrweise unsere französischen Freunde zwingt zu erhöhter Aufmerksamkeit. Unterhalb des Dorfes gibt es sehr viele Parkmöglichkeiten die schon auf einen Besuchsmagneten hinweisen. Frisch eingeparkt machten wir uns über die Straßen und Treppen an den steilen Aufstieg. Und je näher wir dem Ortskern kamen umso lebendiger wurde es. Zu unser Überraschung war heute Markttag angesagt und wahrscheinlich war deshalb so viel Betrieb hier. Und auffällig war, dass die Angebote qualitativ sehr hochstehend waren und die Marktstände schöner gestaltet rüberkamen. Der Markt passte prima zum Ambiente. An einem Gemüsestand erwarben wir tiefrote Tomaten für unsere weitere gesunde Ernährung. Zusätzlich gab es in den Seitengassen kleine einladende Geschäfte jeder Art. Beim Rundgang wurden wir von einem Künstler angeregt seine Ausstellung zu besuchen der wir gerne nachkamen. Allerdings machten wir auch die erste Erfahrung mit den sogenannten Reichen und Schönen. Zufällig stand ich am Ende des Marktes an einer breiten Durchfahrtsstraße als ein sowas von dicker Mercedes mit abgedunkeltem Fenster vorfuhr und am Marktbeginn anhielt. Ein Chauffeur sprang aus dem Auto und öffnete die Tür um drei auffällig hübschen weiblichen Personen in das Marktgeschehen zu entlassen. Das zweite Ereignis betraf einen wunderschönen roten Oldtimer. Der glänzte und blitzte was das Zeug hergab. Der Inhalt war allerdings weniger überzeugend. Eine Frau mit riesengroßem Hut und auffällig unpassender Kleidung präsentierte sich mit ihrem Anhang den Marktgängern. Hier hatte man das Gefühl, dass das Wort neureich zutreffen könnte. Irgendwie wie waren diese beiden Vorkommnisse dekadent. Wir setzten unseren netten Spaziergang durch Gassen fort um dann in einer kleinen Kneipe einzukehren. Wie unter Einheimischen ließen wir uns ein Glas herrlich gekühlten Rose schmecken. Bei dieser Gelegenheit kamen wir noch mit zwei oberbayrischen Damen aus Rosenheim ins Gespräch die ebenfalls mit einem Bulli unterwegs waren. Danach machten wir uns  auf den beschwerlichen Abstieg zum Auto. Der „Plage de Pampelone“ war unser nächstes Ziel. Dieser bekannte und sogar berühmte Plage gehört nämlich zum Ort Ramatuelle und nicht zu Saint Tropez. Wieder etwas dazu gelernt. Wir genossen noch eine Weile den schönen Strand um dann zurückzufahren. Was wäre eine Reise ohne Aufenthalt in einem Supermarkt. Im einem Carrefour erfüllten wir uns die letzten Träume für das Abendessen. Mit einem typisch deutschen Abendmahl mit „Bratkartoffel, Spiegelei und Spinat“ beschlossen wir den Tag. Ach, den Karamellpudding hab ich noch vergessen.