Freitag, 8. Mai 2026

Mole Antonelliana

 

5. Tag                              Turin 4

Datum:                            07.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          8512

Wetter:                            meist sonnig, manchmal leicht bewölkt bis 22°

 

Die Zeit beginnt schon wieder zu rasen. Eigentlich ist es ein gutes Zeichen. Uns ist es nicht langweilig. Und heute Früh konnten wir bei schönem Wetter sogar draußen frühstücken. Baquet und Croissant schmecken bei solchen Verhältnissen gleich wesentlich besser. Um 10 Uhr wird uns das Shuttle wieder aufnehmen und zur Bushaltestelle bringen. Aber bis dahin haben wir noch etwas Zeit. Unser Tagesplan sieht einen weiteren Besuch von Turin vor. Und wenn ich auf den Stadtplan schaue gibt es da noch etliche Punkte die zu besuchen wären. Pünktlich um 10 Uhr standen wir an der Rezeption zur Abfahrt bereit. Etliche neue Camper waren ebenfalls am Transport interessiert. Wir konnten den Neulingen sofort einige wichtige Tipps geben die sie natürlich dankbar aufnahmen. Der Linienbus musste sogar wegen einer Tagesbaustelle einen anderen Weg nehmen und wir stiegen an einer uns unbekannten Haltestelle aus. Sofort war eine Unruhe da. Wo ist unsere Haltestelle für die Rückfahrt? Geduldig erklärten wir, wo sich die Haltestelle für die Rückfahrt befindet. Nach anfänglich gelegter Unruhe ging dann jeder seines Weges. Und wir machten uns auf den Weg zum Dom. Zur „Cattedrale di SanGiovanni Battista“ wie der Dom eigentlich heißt.  Heute standen wir vor keiner verschlossenen Tür wie beim letzten Mal und wir konnten uns die Kirche anschauen. Groß und mächtig ist sie ja aber besonders prächtig ist sie nicht. Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Der eigentliche Schatz dieses Domes befindet sich in der angrenzenden Kapelle, in der sich das berühmte Turiner Grabtuch befindet. Nach der ausgiebigen Besichtigung dieses Bauwerkes schlenderten wir weiter in Richtung Po zur „Mole Antoniella“. Vorbei an etlichen historischen Gebäuden und Denkmälern führte uns der Weg. Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir der Turiner Oper. Man durfte zwar nicht hinein aber die aufwendige Eingangsgestaltung des Hauses beeindruckte uns doch gewaltig. Je näher wir der Mole kamen umso lauter wurde es. Zig Schulklassen waren ebenfalls auf dem Weg zur Mole. Und dies nicht gerade lautlos. An der Mole selbst mussten wir uns durch die Schulklassen zum Eintritt durchkämpfen. Wir wollte ja unbedingt das Filmmuseum besichtigen. Und tatsächlich bekamen wir sogar noch Einlass. Für den Aufzug in die Höhe allerdings nicht. Das Museum selbst war natürlich ein absolutes Highlight. Wir genossen die berühmten Filmausschnitte und das gezeigte Equipment mit vollen Zügen. Ein tolles und toll gestaltetes Museum. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. Auch wenn die Füße von Helga mittlerweile sehr weh taten. Danach machten wir uns durch viele Arkaden hindurch auf den Rückweg. Kurze gehaltvolle Halts inbegriffen. Um 17.30 Uhr fanden wir uns wieder wohlbehalten auf unsrem Campingplatz ein. Aber jetzt musste noch das Abendessen zubereitet werden. „Maccheroni al Ferretto“, eine italienische Supernudelspezialität, mit PiIlzsoße und leckeren Tomatensalat stand auf dem Speiseplan. Und ich sage Euch, es war eine Bombe in jeglicher Hinsicht. Über Kalorien spreche ich Heute nicht. Ein toller Tag wars, wenn auch sehr anstrengend.































Donnerstag, 7. Mai 2026

Superga



4. Tag                               Superga

Datum:                            06.05.2026

Fahrt km:                        62

Schritte:                          6774

Wetter:                             zunächst gruselig, dann prima

 

 

Wenn die ganze Nacht Regetropfen aufs Bulli Dach hämmern hat man schon keine Lust mehr aufzustehen. Dem Wetterbericht entsprechen haben wir eh schon auf einen weiteren Citybesuch verzichtet und uns umorientiert. Wir werden mit dem Auto zur Superga (Kirche) hinauffahren und uns dann im Innern der Anlage trocken bewegen. So der Plan. Aber zunächst mussten wir ja mit dem Dauerregen klarkommen. Frühstück im Freien fiel auf jeden Fall aus. Stattdessen frühstückten wir im Bus bei laufender Heizung. Der einzige Nachteil war, dass man das bestellte Brot erst noch an der Rezeption abholen musste. Die Laune stieg minütlich als wir die hämmernden Regentropfen nicht mehr hörten. Und so wars dann auch. Das Wetter wurde immer besser. Und wir machten den Bulli reisebereit. Alles was im Weg war wurde im sogenannten Küchenzelt verstaut. Bei der Ausfahrt aus dem Camping mussten wir dem jungen Mann an der Rezeption erklären, dass wir nicht auschecken wollen sondern er soll einfach die Schranke öffnen zum Hinausfahren. Danach machten wir uns auf den 31km langen Anfahrtsweg zur „Superga“. Je länger die Fahrt ging umso besser wurde das Wetter. Die ersten großen blauen Flecken am Himmel machten richtig Hoffnung auf einen schönen Tag. Die „Superga“ thront mit ihren über 600 Höhenmeter liegend über Turin. Nachdem ich mich nur einmal verfahren hatte erreichten wir den großen Parkplatz direkt an der Basilica. Vor unseren Augen machte sich ein wunderschöner Blick auf Turin breit. Die Wolken hatten sich verzogen und sogar die Sonne schickte wärmende Strahlen. Ach war das schön. Die nach ihrem Standort benannte „Superga“, eigentlich „Basilica della Natività di Maria Vergine“, ist eine bedeutende Wallfahrtskirche bei Turin in Italien und Grabstätte der Herrscherfamilie von Savoyen. Der Eintritt in die Kirche ist kostenfrei. Für die Führung durch die Tomba und das Besteigen der Kuppel mussten wir ein paar Euro ausgeben. Aber es hat sich gelohnt. Für die Führung durch die Tomba in italienischer Sprache hatte man uns eine Übersetzung in Deutsch in die Hände gedrückt. Etwas schaurig war die ganze Sache schon. Totenschädel mit Königskrone geschmückt - na, wenn das nicht gruselig ist. Aber interessant und aufschlussreich war es allemal. Danach ließen wir uns in der Cafeteriea aber den Capu trotzdem gut schmecken. Je länger wir auf den Berg verweilten umso mehr Busse mit Schulklassen trafen ein. Am Berg wurde es immer lauter und lebendiger. Nachdem wir uns genügen auf den herrlich gelegen Areal umgesehen hatten machten wir uns auf die Rückfahrt. Beim ersten italienischen Supermarkt wurde angehalten und etwas Verpflegung eingekauft. Eine Flasche italienischen Rotweins durfte dabei nicht fehlen. Zurück am Campingplatz konnten wir endlich die Stühle rausräumen und uns am Tisch vor unserem Bus niederlassen. Und dies bei angenehmen 21 Grad in der Sonne. Wir hatten endlich ein Urlaubsgefühl. Fürs Zubereiten des Abendessens im Freien wurde gleich alles hergerichtet. Es gab so gut wie nichts Italienisches. Abgelaufene Kasspressknödel in der Brühe mit vom Vortag übrig geblieben Ciabatta standen auf den Speiseplan und das schmeckte super köstlich. Der italienische Rotwein machte das Ganze dann perfekt. Unglaublich aber wahr, ein angekündigter Regentag hatte sich in einen sonnigen wunderschönen Urlaubstag verwandelt. So darf es weiter gehen.