Montag, 25. Mai 2026

La Croix Valmer und Grimaud

 

22. Tag                             La Croix Valmer, Grimaud

Datum:                            24.05.2026

Fahrt km:                        40,3

Schritte:                         7649

Wetter:                            kein Wölkchen am Himmel, 25°

 

Mittweile sind wir schon in der vierten Woche „On Tour“. Die Zeit rast im Sauseschritt. Weil wir hier noch nicht alles gesehen haben, haben wir unseren Aufenthalt um 3 Tage verlängert. Und der Platz gefällt uns ja eh sehr gut. Nach dem strapaziösen Tropezaufenthalt machen es wir uns heute etwas gemütlicher. Unser Weg führt uns zum Besuch eines Marktes in „La Croix Valmer“. Auf Empfehlung der Nachbarcamperin, müssen wir diesen „schönsten Markt“ unbedingt besuchen. Das Hauptproblem in dieser Stadt ist die Parkplatzsuche. Bei einem solchen großen Markt und gleichzeitigem Folkloretreffen mit Menschen aus benachbarten Ländern ist die ja auch kein Wunder. Auf jeden Fall war der Besuch ein Ereignis. Der Markt mit seinen qualitativ guten Angeboten machte seinem Ruf alle Ehre. Das wir dazu noch die Straßenaufführung der unterschiedlichen Folkloregruppen serviert bekamen war natürlich besonders gut. Mein Foto machte pausenlos „Klick“. Unbemerkt liefen wir mehr Schritte als an diesem Tag geplant. Nichts wars wieder mit der Erholung der Füße. Aber bei einem solchen Spektakel nimmt man das in Kauf. Aber unser Besuchsdurst war für diesen Tag noch nicht gelöscht. Weiter ging unsere Fahrt nach dem kleinen Örtchen Grimaud. Wieder lachte uns so ein nettes Bergdörfchen an. Hinzu kam noch eine Burgruine. Die alledings durfte ich alleine besteigen. Jetzt streikten Helgas Füße und ich machte mich allein auf den Weg zum „Chateau de Grimaud“. Es war ein sehenswerter Aufstieg in die Höhe zu den alten Gemäuern. Und der Blick von oben präsentierte den Golf von Saint Tropez für mich noch einmal. Aber auch der Blick auf die alte Windmühle „Moulin Saint-Roch“ war schön. Das nette kleine Örtchen Grimaud war mit seinen alten engen Gassen wunderschön anzusehen. Und hier herrschte kein Massentourismus. Hier war es angenehm ruhig mit wenigen Besuchern die durch den Ort spazierten oder die Burg besuchten. In der Kirche war gerade noch ein Pfingstgottesdienst und wir konnten durch die offenen Türen die Pfingstgesänge mit anhören. Nach einem angenehmen Aufenthalt kehrten wir von unseren Ausflügen zurück auf den Platz. Es war noch Zeit genug einen Kaffee zu brauen und die Reste der „La Tarte Tropezienne“ zu genießen. Wiederum hatten wir einen  wunderschönen Tag zusammengebastelt. Und was gibt es Schöneres in Frankreich als den Tag mit einem italienischen Menü zu beenden. „Tortellini con ricotta e spinaci und Tomatensalat“. Ist das nicht herrlich.





















Sonntag, 24. Mai 2026

Saint Tropez

 

21. Tag                             Mit dem Schiff nach Saint Tropez

Datum:                            23.05.2026

Fahrt km:                       

Schritte:                          8115

Wetter:                            kein Wölkchen am Himmel, 25°

 

Zur Feier von Helga Geburtstag ging es heute mit dem Schiff nach Saint Tropez. Sogar den Wecker hatten wir uns gestellt um die Abfahrt nicht zu verschlafen. Ich stand pünktlich um 6Uhr auf und erledigte meine Sachen. Nebenbei klaute ich noch eine Blüte von einem Oleander für den Geburtstagstisch. Mit einer „Tarte Tropezienne“, dieser berühmten Süßigkeit von Saint Tropez, nahm dann Helga am Geburtstagstisch Platz. Vor lauter Aufregung um die Schifffahrt brachte sie keinen Bissen runter. Zu pünktlich kamen wir an der Schiffsanlegestelle an. Ein Schiff fuhr gerade an den Steg und legte an. Gleich wollten wir einsteigen und die Fahrkarte wurde elektronisch kontrolliert. Mit einem scheppernden Geräusch des Gerätes wurde darauf aufmerksam gemacht, dass wir ins falsche Schiff einsteigen wollten. Das nächst anliegende Schiff sei dann das Richtige, erklärte man uns. Die Schifffahrt war ein Genuss. Vorbei an vielen steilen Küstenabschnitten und großen und kleinen Stränden gings in Richtung Saint Tropez. Je näher wir diesem berühmten Ort kamen desto größer wurden die Yachten die im Wasser ankerten. Ein Schiffsbegleiter kommentierte übers Mikrophon die ganze Fahrt. Wir verstanden natürlich kein Wort. Aber eine dieser Luxusyachten wurde extra umrundet damit wie einen Eindruck von diesem gigantisch luxurösen Teil bekamen. Beeindruckt hat uns das allerding nicht. War eher etwas zum Fremdschämen. Nach 1,5 Stunden erreichten wir den Hafen von Saint Tropez. Ein ganz großer Yachthafen nahm uns in Empfang. Und wir waren nicht die einzigen Gäste. In einem Pulk von Menschen  näherten wir uns der Altstadt. Egal wie es ist, einen feinen Charme strahlte diese Städtchen aus. Als erstes besuchten wir die Info und ließen uns die Stadt erklären. Mit Karte bewaffnet und nicht mehr völlig orientierungslos setzte wir zum Spaziergang durch Saint Tropez an. In den hübschen vielen engen Gassen war überall Hochbetrieb. Alle Stühle in den Restaurants waren gefüllt und die Leute ließen es sich gut gehen. Im Übrigen ist hier überhaupt nichts billig. Der Blick in die Preislisten der Schaufensterauslagen verschlug einem schon die Sprache. Auch das vor jedem Eingang ein privater Sicherheitsmensch postiert war zeigte schon, wieviel Geld hier im Spiel ist. Aber wir genossen auch die schöne goldene Statue von Brigitte Bardot und den Filmschauplatz des hektischen französischen Kriminalkommissars „Louis de Funes“. 
Hier wird alles vermarktet. Den großen Wochenmarkt tangierten wir nur am Rande. War uns zu gefährlich durch die Massen geschoben zu werden. Stattdessen stiegen hinauf zur Zitadelle von Saint Tropez, genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und besuchten das hier ansässige Schifffahrtsmuseum. Mit ganz vielen schönen Eindrücken kehrten wir ins Städtchen zurück und genossen noch die verbleibend wenige Zeit um Eindrücke zu sammeln. Pünktlich um 16 Uhr legte unser Schiff ab zur Rückfahrt. Jetzt gab das Boot aber besonders gut Gas so dass wir bereits nach einer Stunde wieder das Boot verlassen konnten. Geschafft aber hoch zufrieden erreichten wir unsere gemütliche Parzelle. Und zur größten Überraschung brachte, unser Nachbar Rolf aus dem hohen Norden, Helga ein Geburtstagständchen auf dem Akkordeon. Das war eine gelungene Überraschung. Der gute Mann war in seinem Berufsleben Musiker auf einem Kreuzfahrschiff. Nach herzlichen Worten kümmerten wir und dann schnell um unser Abendessen. Wir hatten mächtig viel Kohldampf. Pappsatt und bei einem Cidre aus der Bretagne ließen wir diesen schönen Tag ausklingen.