Mittwoch, 13. Mai 2026

Vence

 

10. Tag                             Vence

Datum:                            12.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          8934 (5,9)

Wetter:                            blauer Himmel, etwas windig bei 24°

 

Bei so herrlichem Wetter den Tag zu beginnen ist einfach toll. Gleich ist die Laune prächtig und der Tatendrang kennt keine Grenzen. Der Ruhemodus ist wie weggeblasen. Heute werden wir Vence einen Besuch abstatten und uns das Städtchen etwas näher betrachten. Gleich nach dem Frühstück statteten wir der netten Frau an der Rezeption einen Besuch ab und erkundigten uns nach den Modalitäten der Busfahrt. Direkt vor dem Eingangstor des Campingplatzes startet der Stadtbus im Halbstundentakt. Und er kostet keinen Cent. In Deutschland wäre so etwas unvorstellbar. Man kann Ein- und Austeigen ganz nach Belieben. Gleichzeitig ist er Zubringer für die Buslinie 9 nach Nizza. Die werden wir uns demnächst reinziehen. Auf jeden Fall fuhren wir im Bus in Richtung Stadtmitte. Der angesagte Markt war allerdings sehr übersichtlich und lohnte den Besuch nicht. Weiter schlenderten wir in die Altstadt. Die war allerdings sehenswert. Schöne alte enge Gassen mir vielen Galerien, Bars Restaurants und netten Geschäften trafen wir an. Unser Weg führte zur La Cathedral Notre -Dame. Dort bestaunten wir ein großes Mosaik von Marc Chagall. So eine dunkle Kirche und ein so schönes Mosaik. Unglaublich. Der kleine Lebensmittelmarkt im Zentrum erweckte sofort unsere Aufmerksamkeit. Hier wurde eine provenzalische Spezialität angeboten, das bekannte Sandwich „Pan Bagnat“. Sofort wurden zwei Teile erworben und eingepackt fürs Abendessen. Weiter führte uns der Spaziergang zur Chapelle du Rosair. Die ganze Kapelle beruht auf den Entwürfen des sehr berühmten Künstlers Henri Matisse. Und für den Betrachter ist dieses gesamte Werk eine Augenweide. Die 7€ war dieser Besuch bei weitem wert. Alles was zu sehen war außergewöhnlich. Selbst die Messgewänder waren von Matisse entworfen worden. Die sahen richtig cool aus. Ich hätte mir, zu meiner Ministrantenzeit, einen ebenfalls so gekleideten Pfarrer bei der Messe gewünscht. Ein Übersichtsbuch mit den Werken von Matisse erwarben wir noch bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Noch ein kleiner Halt im Cafe und ein Einkauf für Morgen und schon brachte uns der Bus zurück zum Campingplatz. Heute waren wir mal wieder viel auf den Beinen uns deshalb sehr, sehr müde. Bei herrlichstem Sonnenschein und einer Tasse Kaffee ließen wir den Nachmittag auslaufen. Mit beinahe 9000 Schritten heute war dies für Helga wieder ein Gewaltmarsch. Zum Abendessen genossen wir noch das Pan Bagnat und fielen dann alsbald ins Bett.


























Dienstag, 12. Mai 2026

Camping Le Bergerie - Ruhemodus-

 

9. Tag                               Ruhemodus

Datum:                            11.05.2026

Fahrt km:                        0

Schritte:                          7492

Wetter:                           überwiegend sonnig, aber sehr windig bei 22°

 

Vom angekündigten strahlend blauen Himmel war heute Morgen noch nichts zu sehen. Dicke Wolkenfelder mit spontanem kleinem Regenschauer prägten das Bild. Aber mein Herz ging auf, als ich das erste französische Baguette und 2 Croissant in Empfang nehmen durfte. Das Lächeln kehrte zurück und wir konnten sogar im Freien frühstücken. Der Himmel näherte sich minütlich seinem Versprechen und alsbald hatten wir tatsächlich den blauen Himmel über uns. Nach der gestrigen ermüdenden Anfahrt war für heute nur Entspannung angesagt. Beim genüsslichen Frühstück konnten schon die Pläne für die nächsten Tage geschmiedet werden. Aber auf so ein intensives Besuchsprogramm wie in der letzten Woche wollten wir uns nicht mehr einlassen. So der Plan. Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang durch das Camp. Wie ein schöner Garten war die Anlage gestaltet. Im geöffneten Swimmingpool waren bei diesen Temperaturen noch keine Baderatten sichtbar. Auf jeden Fall genossen wir den ruhigen Tag. Am Nachmittag machte ich mich mit dem Fahrrad nach Vence. Ein bißchen sich kundig machen hat noch nie geschadet. Allerdings machte mich das Fahren bei soviel Verkehr etwas nervös. Es gab nur abschnittsweise Radwege. Aber bis zum Stadteingang schaffte ich es doch. Bei der Rückfahrt entdeckte ich einen Heimwerkerfachmarkt der mich sofort magisch anzog. Ich erwarb für unser Versorgungszelt meine wahrscheinlich 5 Klemmlampe. Vier davon liegen Zuhause und ich hätte sie nur einpacken brauchen. Hätte hätte Fahrradkette. Also, jetzt besitze ich halt fünf von diesen Dingern. Zurück am Platz durfte ich mich gleich mit dem Abendessen beschäftigen. „Ich war dran“ war die Botschaft die mir unmittelbar zu Teil wurde. Also gabs „Linguine a la Wolfgang“. Im Übrigen brauchte man nach dem Verzehr dieses phantastischen Nudelgerichts vor Vampiren keine Angst mehr haben. Gespräche mit irgendwelchen Campern sollte ebenfalls aus dem Weg gegangen werden. Aber es hat bei einem Glas Rotwein dazu lecker geschmeckt. Der Abwasch war allerdings beschwerlich. Französische Campingplätze haben es nicht so mit heißem Spülwasser. Als alles erledigt war ließen wir den Tag noch gemütlich ausklingen. Ach, ist Erholung schön!