8. Tag Aufbruch nach Vence bei Nizza
Datum: 10.05.2026
Fahrt km: 268,5
Schritte: 0
Wetter: Sauwetter
Das Wetter war wie
angekündigt. Es regnete heftig. Es wäre am besten man bleibe in der Koje liegen bis sich Besserung einstellt. Aber so schlecht hätte dieser Morgen
wirklich nicht beginnen brauchen.
Zum Glück hatten wir ja bis auf Weniges Gestern
alles verstaut. Mit Regenschirm bewaffnet und wetterfester Kleidung erledigten
wir auch die Restarbeiten. Ich war richtig glücklich als ich das Stromkabel aus
dem Anschluss zog und aufgerollt im Auto unterbrachte. Jetzt konnte es los
gehen.
Weil wir keine Lust auf Autobahn hatten, ließen wir uns vom TOMTOM über Landstraßen
nach Nizza dirigieren. Wir fuhren und verfuhren uns Turin. Ich dachte schon wir
kommen da nie raus.
Erstaunlich viel Verkehr war bei diesem Sauwetter.
Wahrscheinlich mussten noch die letzten Muttertagseinkäufe getätigt werden.
Irgendwie sind wir dann diesem Moloch Turin entkommen. Jetzt hofften wir am
Wegesrand irgendwann mal auf eine Bar zu treffen um uns mit einem Frühstück für
den weiteren Weg zu kräftigen. Aber das dauerte ein Weilchen bis wir in einem
uns unbekannten Einkaufzentrum unser Glück fanden. Frisch gestärkt und bei
besserer Laune fuhren wir auf der SS20 gegen Nizza.
Das Wetter wurde besser und
es hatte aufgehört zu regnen. Durch eine landschaftlich schöne Gegend fuhren
wir über Cuneo in Berge der Alpes- Maritimes.
Und dann begann ein ungeplantes
Abenteuer. TOMTOM führte uns von Alpenpass zu Alpenpass. Ab Limone Piemont
befanden wir uns in einer offensichtlich gut bekannten Bergwelt. Auf der Corsa
Nizza folgte jetzt ein Pass nach dem anderen. Col Tende, Col de Brouis, Col beu
Nirga, Sospel, Col Saint-Jean Saint Laurent. Wahrscheinlich habe ich sogar noch
den ein oder anderen Pass vergessen zu erwähnen. Auf jeden Fall brauchten wir
für unsere 268km Fahrt 7 Stunden. Mir machte die Passfahrerei ja riesig Spaß
aber fragt bitte nicht nach Helga.
Nach gefühlter unendlich langer Zeit
landeten wir in Nizza. Hier herrschte gerade Feierabendverkehr und ich hatte
alle Hände voll zu Tun auf Kurs zu bleiben.
Tatsächlich erreichten wir dann
auch unseren neuen Campingplatz „Le Begerie“ in Vence. Endlich geschafft!!! Der
Empfang war sehr freundlich und die Dame an der Rezeption sprach sogar ein
ausgesprochen gutes Deutsch. Somit war die Aufnahme und die entsprechenden
Instruktionen kein Problem. Wir hatten uns offensichtlich einen sehr schön
angelegten Platz mit etwas in die Jahre gekommen Sanitäranlagen ausgesucht. Wir
richteten uns ordentlich für die kommenden 7 Tage ein und ließen es uns zum
Schluß im Platzrestaurant richtig gut gehen. So gegen 22 Uhr schlichen wir todmüde
zu unserem Bus und schliefen beide, glaube ich, sofort ein. War doch eine sehr
anstrengende Anreise.













