Montag, 8. Juni 2026

Reisetag an den Les Méditerranées

 

36. Tag                             Reisetag

Datum:                            07.06.2026

Fahrt km:                        125

Schritte:                          -

Wetter:                            meist sonnig,  bis 26°

 

Standortwechsel ist angesagt. Wir wollen direkt ans Meer wechseln. Bin schon gespannt ob uns das gefällt. Zunächst war mal wieder Arbeit angesagt. Bus reisefertig machen. Küchenzelt abbauen. Letzte Gespräche führen. Um dann endlich an das neue Ziel zu starten. Der Plage „Les Méditerranées - Camping Beach Garden“ in Marseillan war unser ausgewähltes Ziel. Der Plage liegt zwischen dem Cap d'Agde und Sète. Zunächst ging unsere Reise durch die Camargue. Dieses topfebene und stellenweise sehr sumpfige Gelände beindruckt schon sehr. An vielen größeren Seenplatten tauchten dann auch wieder die zahlreichen anwesenden Flamingos auf. Immer mit dem Kopf unter Wasser. Dann tauchte auf einmal die Touristenstadt „La Grande Motte“ auf. Die „Pyramiden“, terrassenförmig angelegte Hochhäuser sind sehr auffallend und sollen vor allem die Touristen anziehen. Scheint auch zu gelingen. Danach gings weiter nach Sete. Wir hatten Sete als schönes Fischerdorf in Erinnerung als wir 1970 hier Urlaub machten. Aber jetzt, mit 45000 Einwohnern, sah alles anders aus. Entlang einer spannenden Küstenstraße fanden wir mit etwas Mühe unseren ausgewählten Campingplatz. Ein riesiger Platz. An der Rezeption drückte man uns einen Plan mit freien Plätzen in die Hand die wir uns anschauen konnten. Ganz so viele waren das nicht. Alles war gut belegt. Letztlich entschieden wir uns für einen schattigen Platz in der Hoffnung, dass die Sonne jeden Tag scheinen möge. Der Aufbau ging von leichter Hand und danach gabs sofort einen kleinen Rundgang. Einen so luxurösen Platz hatten wir noch nicht gesehen. Alles war hier perfekt. Von der Poollandschaft, den Einkaufsmöglichkeiten und der Toilettenanlage. Hier kannst du wochenlang überleben ohne einen Fuß vor den Platz zu setzen. Und der erste Besuch des Strandes war ebenfalls beeindruckend. Per Code konnten wir den Sandstrand betreten. Sand soweit das Auge blicket. Mal sehen, ob uns das auf Dauer gefällt. Auf jeden Fall haben wir für eine Woche mal gebucht und werden diese neue Herausforderung annehmen. Vielleicht machen wir jetzt tatsächlich mal Urlaub..

















Sonntag, 7. Juni 2026

Arles 2

 

35. Tag                             Arles 2

Datum:                            06.06.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          9838

Wetter:                            meist sonnig,  bis 25°

 

Heute wollen wir unseren zweiten Besuchstag in Arles starten. Zunächst kamen wir aber aus irgendwelchen Gründen überhaupt nicht in die Gänge. Wir vertrödelten beim Frühstück und durch Gespräche mit den Nachbarn eine Menge Zeit. Erst ein starker Rüffel meiner Gattin brachte mich in die Ausgehkleidung. Mit dem Rucksack auf dem Rücken gings dann zur nahen Bushaltestelle. Jetzt stellten wir fest, dass Samstag ein anderer Fahrplan gilt wie sonst üblich. Also brav eine  halbe Stunde gewartet um dann nach Arles geschaukelt zu werden. Wenige Meter entfernt von unserem Ausstieg traten wir in einen gigantisch großen Wochenmarkt ein. Hier war vielleicht Betrieb. Eigentlich war nur die Stadtbesichtigung vorgesehen aber dieser Markt hat uns förmlich geschluckt. Hier gab es Alles. Und vor allem der Wurst-, Käse- und das frisch zubereitetes Essens-Areal begeisterte uns. Lecker, lecker, lecker. Wir mussten uns förmlich zwingen den Markt wieder zu verlassen. Kaum hatten wir dies geschafft trafen wir auf ein Neuulmer Pärchen von unserem Campingplatz. Den angebotenen Platz an der Bar nahmen wir aber nicht an sondern schafften dann doch noch den Weg zum „Amphitheater von Arles“. Hier lösten wir ein Ticket für vier Besuche von Monumenten. Damit war unser Besuchsprogramm festgelegt. In diesem 2-stöckigen antike römische Amphitheater finden Stierkämpfe, Musikveranstaltungen und Festivitäten statt. Es ist groß und auch gut erhalten. Der Besuch ist allerdings sehr treppenlastig. Einige Kondition wurde von uns abgefordert. Es war aber ein lohnenswerter Besuch. Vom höchsten Punkt aus konnte man über ganz Arles bis zur Rhone blicken. Danach besuchten wir das Römische Theater. Auch ein interessanter Veranstaltungsort. Weiter führte uns dann der Weg in die Stadtmitte zum Kloster „Cloitre Saint-Trophine“. Einem Weltkulturerbe der UNESCO. Als letztes besuchten wir noch die „Cryphoportinques du Forum“. Kryptoportien sind beeindruckende unterirdische Galerien unter einem römischen Forum. Aber nicht leicht zu begehen. Nach diesem sehr intensiven Besuchsprogramm suchten wir einen Bäcker auf und ließen uns ein paar Dinge gut schmecken. Bei dieser Gelegenheit wohnten wir dem Beginn einer sehr großen Hochzeit bei. Viele Brautjungfern im salbeigrünen langen Kleidern und die Partner in beigen Anzügen bildeten ein Spalier für die vom hochdekorierten Brautvater geführte Braut. Welch ein Spektakel. Leider hat dieses Spektakel dazu geführt, dass wir wieder zu spät zur Bushaltestelle kamen und 35 Minuten auf den nächsten warten mussten. Müde aber glücklich mit dem Tagesverlauf erreichten wir unseren Platz. 
Nur noch ausruhen die Beine hochlegen war unser Anliegen. Später verzehrten wir noch feine mitgebrachte Köstlichkeiten um dann sehr zufrieden den Tag zu beschließen. Trotz lauter Veranstaltungen um uns herum fanden wir schnell in den Schlaf.