Donnerstag, 4. Juni 2026

Standortwechsel nach Arles

 

32. Tag                             Standortwechsel nach Arles

Datum:                            03.06.2026

Fahrt km:                        -

Schritte:                          -

Wetter:                            schönes Reisewetter bei 25°

 

Wenn man den Standort wechselt ist man immer etwas aufgeregt. Ist das Wetter in Ordnung, ist alles trocken und hat man die richtige Vorbereitung getroffen. Auf jeden Fall haben wir keine Hektik verbreitet und in aller Ruhe unser letztes Frühstück in Cyreste genossen. Der Abbau lief dann wie am Schnürchen. Alles fand wie gewohnt seinen Platz. Wir hatten zum Schluss noch genügend Stauraum übrig. Gut gepackt. Das TOMTOM wurde wieder beauftragt uns Maut- und Autobahnfrei zum nächsten Ziel zu bringen. Und diese Aufgabe wurde mit Bravour erfüllt. Durch eine herrliche Landschaft gings zunächst in Richtung Aix de Provence. Dann wurde irgendwann mal ein Intermarche entdeckt den wir sofort zum Auftanken benutzten. Mit gerade mal 1,88€ den Liter haben wir einen extrem niederen Preis erzielt. Kein Wunder, dass an dieser Tankstelle sich eine lange Warteschlange bildete.  Danach kauften wir uns noch etwas Lebensmittel zu bevor wir die Reise fortzusetzen. Wir landeten auf der Rte du Peta Moulin. Völlig unerwartet stand auf einmal das „Aqueduc de Roquefavour“ vor unseren Augen. Sofort bei der nächsten Parkbucht das Auto abgestellt und den beeindruckenden Anblick festgehalten. Das man hier auf der schmalen Straße überhaupt anhalten konnte war schon ein Glück. Ziemlich beindruckt von dem 393m langen und sage und schreibe 83m hohen Bauwerk fuhren wir dann weiter auf mittlerweile der Rte de Roquefavour. 16 km vor Arles gönnten wir uns in einer Raststätte einen Kaffee. Die letzten km waren dann kein Problem mehr. Kurz nach 14 checkten wir im Camping ein. Wir bekamen einen Schattenplatz angeboten den wir gerne annahmen. 1,5 Stunden später hatten wir wieder unser gewohnt perfektes Lager für die nächsten Tage zur Verfügung. Bei Nachbarn aus Österreich erkundigten wir uns bezüglich der bekannten Mückenplage und wir konnten vorbereitet in den Abend gehen. Heute gabs eine einfache Vesper mit Rührei und kleinen Tomaten, herrlichen Käse und eine Terrine besonderer Klasse. Reisen strengt an und so lagen wir kurz nach 21 Uhr in der Falle. Es war noch taghell. Macht nichts! Schlafen geht immer.















Mittwoch, 3. Juni 2026

Helgas freier Tag

 

31. Tag                             Helgas freier Tag

Datum:                            02.06.2026

Fahrt km:                        -

Schritte:                          -

Wetter:                            bedeckt, diesig, windig 23°

 

Oh je, heute Morgen kündigte Helga ihren freien Tag an. Keine Aktivität, keine Ausfahrt, kein Strandbesuch einfach nichts. Nur relaxen war angesagt. Wir haben ja nun die Hälfte unsere geplanten Reise hinter uns. Und beinahe jeder Tag war vollgestopft mit Unternehmung. Also bekam ich die rote Karte und Helga ihren freien Tag. Nur meine morgendliche Aktivität des Brotholens an der Rezeption ist geblieben. Und so kam es zu einem total gemütlichen und langen Frühstücksereignis. Am späten Vormittag rettete mich mein deutscher Nachbar. Er lud mich zu einem Boulespiel vor unseren Unterkünften ein. So erfuhr ich den Unterschied zwischen Boule und Pétanque. Im Jahr 1910 wurde in der Stadt La Ciotat in der Provence ein Ableger von Jeu Provençal namens Pétanque entwickelt. Es wurde schließlich zur dominanten Boule-Variante in Frankreich und ist auch in anderen europäischen Ländern weit verbreitet. Und ich spielte ausgerecht in der Geburtsstadt de Pétanque mal wieder mit diesen tollen Eisenkugeln. Ich verlor natürlich dieses Match mit 13:9. Aber anscheinend ein sehr beachtliches Resultat, wie mein Nachbar meinte. Dieser ruhige Tag tat uns wirklich gut und wir erholten uns vorzüglich. Nicht mal ein Abendessen musste gebraut werden, weil wir noch einen größeren Rest von Nudel vom Vortag übrig hatten. Nicht mal ein Foto wurde geschossen. Es war einfach „Helgas freier Tag“.



Dienstag, 2. Juni 2026

Cassis

 

30. Tag                             Cassis

Datum:                            01.06.2026

Fahrt km:                       29,6

Schritte:                          7681

Wetter:                            überwiegend sonnig, 28°

 

Nach einer störungsfreien ruhigen Nacht stellt sich die Sonne weiter als freundlicher Tagesbegleiter zur Verfügung. Der Tagesplan sah eigentlich mal einen richtigen erholsamen Tag vor. Die ständigen Aktivitäten gehen ja auch schließlich in die Beine. Aber die Neugierde ist einfach zu groß. Kurzerhand wurde ein Besuch im nahen Cassis festgelegt. Sofort nach dem Frühstück fuhren wir durch den „Park de Calanques“ in Richtung Cassis. Laut Beschreibung soll sich der Besuch des Ortes lohnen. Aber was will man besuchen wenn man keinen Parkplatz findet. Wir wurden von einem vollen Parkplatz zum nächsten geschickt. Ziemlich am Rande des Ortes hatte ein solcher durch ein Erbarmen mit uns und stellte eine Platz gegen Entgelt zur Verfügung. Allein der hügelige Spaziergang zur Stadt war schon schön. Je näher wir dem Strand oder Hafen kamen umso lebendiger wurde das Geschehen. Vor unseren Augen präsentierte sich ein wunderschönes Städtchen. Vor den hohen der Klippen der Calanques lag der herrliche Strand eingebettet. Darüber trongte auch noch das mächtige Chateau de Cassis. Eine beeindruckende Szenerie. Wir spazierten durch den sehr lebendigen Hafen. Viele Touristen warteten auf die Abfahrt ihrer Boote in die Calanques. Hier war richtig etwas los. Am Ticketschalter überlegten wir uns ob wir doch noch eine Schiffsfahrt zun den schönen Buchten mitmachen sollten. Aber die Überlegung wurde jäh unterbrochen. Der Schalter war wegen Stromausfall geschlossen und es konnten keine Tickets mehr erworben werden. Wie wir feststellten, war der ganze Ort ohne Strom. Auch die Restaurants waren davon betroffen. Nicht mal einen Kaffee konnte man sich bestellen. Also genossen wir ein Sirup Getränk mit Erdbeergeschmack ähnlich einem Schiwasser. Irgendwann, so kurz vor eins kam der Strom zurück und Kartenzahlung wurde wieder möglich. Wir spazierten tapfer durch die schönen bunten engen Gassen der Stadt und genossen das Ambiente. Nach ca. 4 Stunden hatten wir genug Beine vertreten und wir kehrten zum Parkplatz zurück. Es war ein schöner Ausflug und Cassis Besuch kann man jeder Zeit empfehlen. Zurück am Platz musste zunächst eine kühle Wassererholung im Pool her. Danach gabs unseren wohlverdienten Kaffee. Danach war Besuch war angesagt. Margit und Rainer aus Wolfschlugen waren mit ihrem Wohnmobil unterwegs und hatten sich auf eine Stippvisite bei uns angekündigt. Zuvor gabs noch ein kurioses Ereignis. Wir kamen mit einer Camperin ins Gespräch die erzählte, dass sie Chorleiterin in Hepsisau sei. Also ganz in der Nähe von unserem Wohort. Und es stellte sich heraus, dass im Chor auch Naberner Sänger mitsingen würden. Und als ich auch noch namentlich den Hartmut aus Nabern kannte war die Überraschung doch sehr groß. Ach wie klein ist doch die Welt. Und am Abend: Bei einem herrlichen Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und einem leckeren Nachtisch tauschten wir noch viele Reise Informationen mit Margit und Rainer aus. Es gab einfach viel zu erzählen. Kurz vor Mitternacht nahm dieser ereignisreiche  Tag sein verdientes ruhiges Ende.