Freitag, 5. Juni 2026

Arles 1

 

33. Tag                             Arles 1

Datum:                            04.06.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          7750

Wetter:                            zunächst leicht bewölkt und sonnig 25°, ab 17 Uhr Regen

 

Die Nacht war klar und wir konnten bei angenehmer Temperatur gut schlafen. Nur etwas war auf dem Platz außergewöhnlich. Es war stock dunkel. Keine Lampen. Die nächtliche Strecke zur Toilette war nur mit Taschenlampe zu meistern. So etwas hatten wir noch nicht. Der sonnige Morgen versöhnte uns sofort. Allerdings mussten wir auf unser Baguette bis 9 Uhr warten. Hier frühstückt man offensichtlich später. Danach machten wir uns auf in die Stadt. Die nachbarlichen Kärtner sagten uns den Weg zur Bushaltestelle, wieviel die Fahrt kostet und wo wir am besten aussteigen sollten. Ihre Vorschläge wurden allesamt befolgt. Mit 1,20€/P war es eine sehr günstige Fahrt in die Stadt. Die Fahrkarte steckte ich irgendwohin. Und prompt zwei Stationen später stiegen Fahrtkartenkontrolleure in den Bus und ich musste zunächst mal alle Taschen durchforsten um unser gemeinsames Ticket zu finden. Die zwei männlichen wuchtigen Kontrolleure standen wie Betonmauer vor mir und warteten auf den Fahrausweis. Und ich fand ihn dann doch noch in meiner Brusttasche. Mit soviel Aufregung hatten wir an diesem Tage noch nicht gerechnet. Erleichtert stiegen wir am geplanten Stopp aus und besuchten sofort die Touristeninfo. Danach schlenderten wir mit allerlei Infomaterial bewaffnet in die Innenstadt. Schöne Straßen, viele Geschäfte und noch mehr Restaurants säumten unseren Weg. Unser erster Besuch galt der Cathedrale Saint Trophime d Arles. Eine im romanischen Stil erbaute Kirche. Der Innenraum war groß und hoch aber so etwas von schlicht habe ich noch nicht gesehen. Alles was drin stand war wirklich alt. Egal ob Bänke, Fußboden oder Statuen, allen sah man ihr Alter an. Und wo repariert werden sollte tat es auch eine normale Betonfülle. Aber die Kirche hatte einen benutzten Charme. Die vielen brennenden Kerzen erzeugten eine sehr religiöse Atmosphäre. Mich hat die Kirche richtig beeindruckt. Weiter gings ins „Museum Reattu“, Moderne Kunst in historisches Ambiente. Auch hier ließen wir uns von dem alten Gemäuer und den Ausstellungstücken beeindrucken. Der Namensgeber Reattu stammt ja aus Arles und scheint in Frankreich ein sehr bekannter Künstler zu sein. Nach diesem Besuch führte uns der Weg an die Kaimauer der Rhone. Hier zeigte sich ein mächtig breiter Fluss in beindruckender Weise unseren Augen. Wir setzten uns für eine Weile auf die Kaimauer und sahen einfach nur dem Fluss zu. Nach diesem kurzen Aufenthalt gingen wir in die Fondation Vincent van Gogh. Das sehr einladende Entree zog uns förmlich ins Gebäude. Und wer nun gedacht hatte er würde hier viele Bilder von van Gogh sehen wurde herb enttäuscht. Gerade mal zwei van Gogh hatte dieses Museum zu bieten. Da war wohl nur der Name Programm. Es war zwar eine tolle Ausstellung mit vielen Exponaten unterschiedlicher bekannter Künstler aber es entsprach überhaupt nicht unserer Erwartung. Da war mehr Picasso drin als van Gogh. Etwas enttäuscht machten wir uns durch viele schöne enge Gassen auf den Rückweg. Unterwegs haben wir noch ein preisgekröntes Baquette bei einem Bäcker erworben um dann mitzuerleben, wie unser Bus uns vor der Nase davonfuhr. Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir an unserem Bus an. Und es war allerhöchste Eisenbahn. Es begann zu regnen. Schnell brachten wir alle Sachen in Sicherheit um uns dann selbst im Bus vor der Nässe zu schützen. Mit improvisierter Tomatenmozarella und unserem preisgekrönten Brot ließen wir uns diesen schönen Tag nicht verderben. Es wurde merklich kühler und wir mussten warme Sachen für die Nachtruhe auspacken.

























Donnerstag, 4. Juni 2026

Standortwechsel nach Arles

 

32. Tag                             Standortwechsel nach Arles

Datum:                            03.06.2026

Fahrt km:                        -

Schritte:                          -

Wetter:                            schönes Reisewetter bei 25°

 

Wenn man den Standort wechselt ist man immer etwas aufgeregt. Ist das Wetter in Ordnung, ist alles trocken und hat man die richtige Vorbereitung getroffen. Auf jeden Fall haben wir keine Hektik verbreitet und in aller Ruhe unser letztes Frühstück in Cyreste genossen. Der Abbau lief dann wie am Schnürchen. Alles fand wie gewohnt seinen Platz. Wir hatten zum Schluss noch genügend Stauraum übrig. Gut gepackt. Das TOMTOM wurde wieder beauftragt uns Maut- und Autobahnfrei zum nächsten Ziel zu bringen. Und diese Aufgabe wurde mit Bravour erfüllt. Durch eine herrliche Landschaft gings zunächst in Richtung Aix de Provence. Dann wurde irgendwann mal ein Intermarche entdeckt den wir sofort zum Auftanken benutzten. Mit gerade mal 1,88€ den Liter haben wir einen extrem niederen Preis erzielt. Kein Wunder, dass an dieser Tankstelle sich eine lange Warteschlange bildete.  Danach kauften wir uns noch etwas Lebensmittel zu bevor wir die Reise fortzusetzen. Wir landeten auf der Rte du Peta Moulin. Völlig unerwartet stand auf einmal das „Aqueduc de Roquefavour“ vor unseren Augen. Sofort bei der nächsten Parkbucht das Auto abgestellt und den beeindruckenden Anblick festgehalten. Das man hier auf der schmalen Straße überhaupt anhalten konnte war schon ein Glück. Ziemlich beindruckt von dem 393m langen und sage und schreibe 83m hohen Bauwerk fuhren wir dann weiter auf mittlerweile der Rte de Roquefavour. 16 km vor Arles gönnten wir uns in einer Raststätte einen Kaffee. Die letzten km waren dann kein Problem mehr. Kurz nach 14 checkten wir im Camping ein. Wir bekamen einen Schattenplatz angeboten den wir gerne annahmen. 1,5 Stunden später hatten wir wieder unser gewohnt perfektes Lager für die nächsten Tage zur Verfügung. Bei Nachbarn aus Österreich erkundigten wir uns bezüglich der bekannten Mückenplage und wir konnten vorbereitet in den Abend gehen. Heute gabs eine einfache Vesper mit Rührei und kleinen Tomaten, herrlichen Käse und eine Terrine besonderer Klasse. Reisen strengt an und so lagen wir kurz nach 21 Uhr in der Falle. Es war noch taghell. Macht nichts! Schlafen geht immer.