42.Tag: Selvaggio Blu
Raus aus den Federn und hinein in
ein neues Abenteuer.
So ungefähr war die Erwartung für den heutigen Tag. Auf
jeden Fall wollten wir den berühmten Wanderweg „Selvaggio Blu“ kennenlernen.
Bevor wir jedoch aufbrachen machte unsere Wasserkocher schlapp.
Ohne einen Pott
Kaffe geht’s doch nicht. Jedes Mal beim Einschalten hauts die Sicherung raus. Irgendein
Kurzschluss im Kocher war der Grund.
Also, umgestellt auf Gas und dann gabs
endlich den ersehnten Schluck Kaffee. Der Anfahrtsweg durch die Region
Ogliastra ist einfach sensationell. Die steilen Berge, das Meer und die weite
machen diese Region so interessant.
Man spricht von Bergen bei einer Meereshöhe
von gerade mal bis zu 760m. Sieht aber aus wie Hochgebirge. Kurvenreich war der
Weg bis zum Belvedere Pedra Longa. Von dort ging ein gut ausgebauter Weg hinab
zum mächtigen Felsen „Pedra Longa“.
Paradiesisch was das Auge zu sehen bekam. Mächtig
Felsen im Wasser, steil aufragende Felswände an der Küste und ein ständig
angenehmer Blick auf ein türkis blaues Wasser.
Hier war auch der Einstieg in
den Wanderweg gut beschildert. Eine größere geführte Wandergruppe wae bereits
auf dem Weg zu Gange. Ich konnte dem Drang nicht widerstehen und bin in
Sandalen ein Stück diese Küstenwanderweges gelaufen.
Die Eindrücke waren
berauschend. Nach einem Kilometer musste ich mich zur Umkehr zwingen.
Aber
allein dieses kurze Stück war super. Zum Schluss stieg ich noch eine steile
Treppe hinab zum Meer. Zwei Bergsteiger mit Seil und Karabinern waren hier
ebenfalls unterwegs. Die Mail von Helga habe ich nicht wahrgenommen.
Sie hatte
mich auf einen Feuerausbruch im oberen Teil des Weges hingewiesen. Straßenarbeiter
konnten jedoch das Feuer schnell löschen. Schweren Herzens verließen wir diesen
Ort und fuhren in das Städtchen Baunei. Baunei liegt gerademal 489 m hoch und
doch hat man das Gefühl im Hochgebirge zu sein. Alles Leben spielt sich entlang
der Durchfahrtsstraße „Via Orientale Sarda“ ab. Die Bars sind gut besucht, der
Ausblick ins Tal einfach gigantisch und Wandermöglichkeiten vielfältig. Wir
genossen diese Treiben von einer Bar aus.
Danach fuhren wir noch ein Stück zur
Passhöhe hinauf um die letzten Eindrücke über diese Gegend zu genießen. Danach
gings zurück nach Tortoli. Wir hatten noch einProblem zu lösen. Unser kaputter
Wasserkocher.
Nach einem kleinen Spaziergang durch die Innenstadt fuhren wir zu
einem großen Haushaltswarengeschäft.
Dort wurden wir sehr schnell fündig. Für
23€ erstand ich einen nagelneuen 1l Wasserkocher und die Welt war wieder voll
in Ordnung. Am Platz zurück gings aber dann schnell mal ins Wasser zur Abkühlung.
Die Ravioli mit Salbeisoße und einem Gurkensalat waren für den angesammelten
Hunger dringend notwendig. Zufrieden mit dem Tag fieberte ich dem
Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland entgegen.
Welch ein Auftakt. Mit
einem 5 : 1 Sieg ließ es sich wunderbar schlafen
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