28.Tag:
Heute Nacht gab es ein paar
ungewohnte Töne. Regentropfen klopften auf unser Busdach.
Aber die Menge war
verschwindent gering. Dagegen sind die Nachrichten aus der Heimat besorgniserregend.
Überall Hochwasser. Und die übermittelten Videos zeigen Wassermengen in bisher nicht
bekannter Menge.
Hoffentlich ist dieser Schlamassel bald vorüber. Diese regnerische
Sorge haben wir hier nicht. Die Prognosen für die kommende Woche stehen auf
Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Heute haben wir uns vorgenommen die „Isola di
Sant Antioco“ zu besuchen.
Schon die Fahrt an der Küste entlang dorthin war ein
Augenschmaus.
Mehrmals mussten wir zum Fototermin anhalten. Buchten mit
karibischem Flair sorgten für helles entzücken. Einfach wie gemalt. Die 61km
lange Fahrt zog sich ganz schön in die Länge. Kurvenreich bergauf und bergab
war der Straßenverlauf. Verkehr war absolut gering.
So gegen 12 Uhr erreichten
wir die Insel. In der 11000 Einwohner großen Stadt Antioco war aber richtig was
los. Autos ohne Ende. Parkmöglichkeit keine. Und viele Menschen waren quirlig
unterwegs. Bei der Basilika di S.Antioco ergatterten wir einen Parkplatz.
Eigentlich war der Parkplatz nur für 30 Minuti zum Halten gedacht aber diese
Anweisung sahenwir erst später bei der Rückkehr vom Rundgang. Auf jeden Fall
ein lebhaftes Städtchen mit viel italienischen Flair.
Allerdings war die Basilica
„S.Antioco“, die „zona archeologica“ und die Burg „Forte Su Pisu“ geschlossen.
Nach den Öffnungszeiten müssten alle offen haben.
Na ja, dann schauten wir uns
alles von außen an. Dafür stand an der Basilica eine wunderschöne Bar die
unsren Besuch regelrecht erwartete. Anschließend begaben wir uns auf die Rundfahrt
um die Insel. Unsere erste Station war der Bootshafen in Calasetta.
Das
Städtchen befindet sich an der äußersten nordwestlichen Spitze der Insel.
Weiter ging die Fahrt an Steilküste. Hier wurde die Straße viel enger und Verkehr
gabs so gut wie keinen. Nur ein paar waghalsige Touristen verirrten sich
hierher. Aber schöne Blicke über eine raue hohe Felsenküste waren der Lohn.
Natürlich stand dort einsam und verlassen ein deutsches Wohnmobil. Weiter ging
die Fahrt zur „Cala Seniora“. Die befestigte Straße wurde dann von einem
felsigen Feldweg abgelöst.
100m weiter gabs dann wieder eine befestigte Straße.
Aber an der Cala selbst konnte man sein Auto einigermaßen geschickt abstellen. Hier
war eine großartige felsige Meeresbucht zu sehen. Hinab gings über einen
steilen felsigen Pfad.
Nach dieser Besichtigung folgte wenige 100m weiter die
Cala Sapone. Eine felsige Meeresbucht mit Sandstrand und flachem Zugang zum
Wasser. Hier war bereits wieder mehr Touristik zu spüren. Die Straßenverhältnisse
waren auf dieser Seite der Insel wesentlich besser. Hier war auch ein Campingplatz
angesiedelt und mehrere Touristenhäuser luden zum Urlaub ein. Nach so vielen
Eindrücken hatten wir nur noch Lust auf die Heimfahrt. Unterwegs machten wir
noch bei einem Verkaufsstand am Straßenrand halt um uns mit heimischen Obst,
Gemüse und Wein einzudecken. Den schönen Ausflug schlossen wir gemütlich mit selbstgemachten
Tomaten Mozzarella ab. Am Platz selbst hat sich viel getan. Viele
Wochendurlauber waren angereist. Mit Kind, Kegel und Freunden wurde der Platz
heftigst belebt. Diese Entwicklung gefiel uns gut.
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