50Tag Rundreise Gordes du Tarn und Gordes de la Jonte
Wir starten mal
wieder gemütlich in den neuen Tag.
Der hier offenbar übliche Sonnenschein weckt
aufs Neue alle unsere Lebensgeister. Eigentlich haben wirs auf der gesamten Reise
jeden Tag ruhig angehen lassen. Das war in früheren Zeiten schon etwas anders.
Helgas Fuß braucht weitere Schonung. Aus diesem Grund werden wir einen
Sonntagsausflug machen der vor allem im fahrenden Bus stattfindet.
Meine
tägliche Radfahrt zur Boulangerie habe ich erfolgreich hinter mich gebracht.
Und in der Warteschlange geduldig auf mein Brot gewartet. Einfach ein täglicher
Genuss dieses Brot und die Croissants. Diesen Morgen habe ich mir noch
zusätzlich zwei Spiegeleier gegönnt. Ein Leben „wie Gott in Frankreich“ ist das
hier. 
Danach brachen wir schon auf in die Schlucht. Zwei Schluchten wollten wir
heute besuchen. Die Fahrt durch den Gorges du Tarn erfolgte sehr ruhig.
Eigentlich hatten wir einen sonntäglichen großen Ausflugsverkehr erwartet aber
nichts wars. Wir waren so gut wie allein unterwegs.
Allerdings waren sehr viele
Boote bereits auf dem Wasser unterwegs.
Die Paddler sind wohl etwas früher als
wir aus den Federn gehüpft. Heute fuhren wir den angeblich schönsten Teil der Tarnschlucht
von Les Vignes bis Saint Enimie zu Ende. Und es ist spektakulär. Die hohen
Felswände, die enge Straße mit den zu durchfahrenden Felsbögen und die
natürlichen Bergdörfer an den steilen Hängen waren sehr eindrucksvoll. Das Städtchen
Saint Enimie war gut besucht. Hier machten wir auch einen längeren Aufenthalt.
Kehrten in einem Café ein und schauten den Kanuten bei ihrer Wasserfahrt zu.
Dann gings aber steil bergauf zum Col de Coperlac. An einer Aussichtplattform
konnte man von hoch oben in die Tarnschlucht einsehen. Phantastisch. Auf der
Hochfläche dann ein ganz anders Bild. Es gab zwar etliche bewirtschaftete
Flächen aber das meiste wirkte richtig steppenhaft. Unsere Reise führte uns ins
Städtchen Meyrueis. Hier spürte man die sonntägliche Ruhe. Hier war gar nichts
los.
Und weiter ging die Fahrt in den Gorges de la Jonte. Eine weiter spektakuläre
Schlucht tat sich vor unseren Augen auf.
Bei einem Halt konnten wir sogar deutsche
Gäste aus Dresden treffen die sich in die Cevennen zum Wandern verabredet hatten.
Gleichwohl wurden wir noch darauf hingewiesen, dass es sich bei den Vögeln, die
hoch über den Berggipfel segelten, um Geier handeln sollte. Über le Rozier
fuhren wir wieder zurück an unseren Campingplatz. Wieder waren wir von der Gegend
hier voll angetan.
Das so wenig Touristen hier unterwegs sind überrascht uns doch
sehr. Wahrscheinlich liegts am weiten Reiseweg zur Tarnschlucht.
Am
Nachmittagshimmel zogen so langsam dunkle Wolken auf und mancher Donner
kündigte ein Gewitter an. Wir hatten aber Glück. Außer ein paar Tropfen kam bei
uns nichts an.
Am Abend gratulierten wir noch unsere Tochter zum Geburtstag und
dem Enkelkind zum erfolgreichem Chorauftritt.

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