48Tag Gorges du Tarn, Tarnschlucht
Jetzt haben
auch wir den Sommer.
Bei strahlend blauem Himmel erwarten wir heute 34°.
Pünktlich um 9 Uhr holten wir unsrer bestelltes Baguette und das Croissant ab. Wenn
wir gewusst hätten, dass keine 3 Minuten weit weg eine sehr gute Boulangerie ist
hätten wir uns die Vorbestellung ersparen können.
Für die nächsten Tage wissen
wir nun Bescheid.
Eigentlich wollten wir an diesem ersten Tag vor der Schlucht
nichts unternehmen und uns nur von der gestrigen Fahrt erholen. Aber wie es
beim Frühstück so ist wurden doch einige Tagespläne entworfen. Kurz gesagt, wir
fuhren in die Schlucht. Die Neugierde war zu groß. Nicht viel laufen, sondern
nur schauen war der Plan. Helgas Fuß musste auf jeden Fall geschont werden.
Und
wir bekamen viel zu sehen.
Die Tarnschlucht liegt ja im mitten des
Nationalparks der Cevennen. Sie ist ca. 53 km lang. Die Augen kamen aus dem
Staunen nicht mehr heraus. Eine spektakuläre Felsenformation jagte die nächste.
Gelegentlich fuhr ich rechts ran um eilige Franzosen an mir vorbei zu lassen
oder um Schnappschüsse zu machen.
An einigen Stellen stiegen wir aus um zu Fuß
die Landschaft etwas näher zu betrachten. Dabei entdeckten wir am Flussufer ein
verstecktes Ferienlager. Der deutsche ausgehängte Speiseplan verriet die
nationale kirchliche Jugendgemeinschaft. Leider waren diese vor ein paar Tagen
schon abgereist.
Die vielen Campingplätze in der Schlucht waren kaum belegt.
Aber alle waren ordentlich sauber hergerichtet für den Ernstfall. Ein deutschsprechender
Franzose erklärte uns, dass mit dem Ferienbeginn im Juli hier die Hölle los
sei. Paddel, Kanufahren, Bergsteigen und Wandern würden alle Plätze füllen.
Dieses Szenario konnten wir uns sehr gut vorstellen. Irgendwann beschlossen wir
umzukehren um nicht alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag abzuhandeln.
Auf jeden
Fall ist uns mal wieder ein wunderschöner Ausflug gelungen. Zurück an unseren
schattigen Stellplatz genossen wir noch einen gemütlichen Kaffeenachmittag. Ein
gelegentliches Bad im Pool sorgte für die nötige Abkühlung. Ich wagte mich noch
in die erfrischende Tarn um auch dieses Erlebnis noch mitzunehmen. Fürs Abendessen
besorgte ich noch für Helga eine Flasche Rotwein aus der Region um uns dann an
dem frischen „Salade Niçoise“ zu erfreuen. Eigentlich
hatten wir erwartet, dass am Freitag einige französiche Wochenendcamper
auftauchen würden, aber dem war nicht so. Etwas mehr Leben hier am Platz würden wir uns schon wünschen.
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