4. Tag Superga
Datum: 06.05.2026
Fahrt km: 62
Schritte: 6774
Wetter: zunächst gruselig, dann prima
Wenn die ganze Nacht
Regetropfen aufs Bulli Dach hämmern hat man schon keine Lust mehr aufzustehen.
Dem Wetterbericht entsprechen haben wir eh schon auf einen weiteren Citybesuch
verzichtet und uns umorientiert. Wir werden mit dem Auto zur Superga (Kirche) hinauffahren
und uns dann im Innern der Anlage trocken bewegen. So der Plan. Aber zunächst mussten
wir ja mit dem Dauerregen klarkommen. Frühstück im Freien fiel auf jeden Fall
aus.
Stattdessen frühstückten wir im Bus bei laufender Heizung. Der einzige
Nachteil war, dass man das bestellte Brot erst noch an der Rezeption abholen
musste.
Die Laune stieg minütlich als wir die hämmernden Regentropfen nicht
mehr hörten. Und so wars dann auch. Das Wetter wurde immer besser. Und wir
machten den Bulli reisebereit. Alles was im Weg war wurde im sogenannten Küchenzelt
verstaut. Bei der Ausfahrt aus dem Camping mussten wir dem jungen Mann an der Rezeption
erklären, dass wir nicht auschecken wollen sondern er soll einfach die Schranke
öffnen zum Hinausfahren.
Danach machten wir uns auf den 31km langen Anfahrtsweg
zur „Superga“. Je länger die Fahrt ging umso besser wurde das Wetter. Die
ersten großen blauen Flecken am Himmel machten richtig Hoffnung auf einen
schönen Tag.
Die „Superga“ thront mit ihren über 600 Höhenmeter liegend über
Turin. Nachdem ich mich nur einmal verfahren hatte erreichten wir den großen Parkplatz
direkt an der Basilica. Vor unseren Augen machte sich ein wunderschöner Blick
auf Turin breit.
Die Wolken hatten sich verzogen und sogar die Sonne schickte
wärmende Strahlen. Ach war das schön. Die nach ihrem Standort benannte „Superga“, eigentlich „Basilica della Natività
di Maria Vergine“, ist eine bedeutende Wallfahrtskirche bei Turin in Italien
und Grabstätte der Herrscherfamilie von Savoyen. Der Eintritt in die Kirche ist
kostenfrei.
Für die Führung durch die Tomba und das Besteigen der Kuppel
mussten wir ein paar Euro ausgeben. Aber es hat sich gelohnt. Für die Führung durch
die Tomba in italienischer Sprache hatte man uns eine Übersetzung in Deutsch in
die Hände gedrückt. Etwas schaurig war die ganze Sache schon. Totenschädel mit
Königskrone geschmückt - na, wenn das nicht gruselig ist.
Aber interessant und
aufschlussreich war es allemal. Danach ließen wir uns in der Cafeteriea aber
den Capu trotzdem gut schmecken. Je länger wir auf den Berg verweilten umso
mehr Busse mit Schulklassen trafen ein. Am Berg wurde es immer lauter und
lebendiger. Nachdem wir uns genügen auf den herrlich gelegen Areal umgesehen
hatten machten wir uns auf die Rückfahrt. Beim ersten italienischen Supermarkt
wurde angehalten und etwas Verpflegung eingekauft.
Eine Flasche italienischen
Rotweins durfte dabei nicht fehlen. Zurück am Campingplatz konnten wir endlich
die Stühle rausräumen und uns am Tisch vor unserem Bus niederlassen. Und dies
bei angenehmen 21 Grad in der Sonne. Wir hatten endlich ein Urlaubsgefühl. Fürs Zubereiten des Abendessens im Freien wurde gleich alles hergerichtet. Es gab so
gut wie nichts Italienisches. Abgelaufene Kasspressknödel in der Brühe mit vom
Vortag übrig geblieben Ciabatta standen auf den Speiseplan und das schmeckte super
köstlich. Der italienische Rotwein machte das Ganze dann perfekt. Unglaublich
aber wahr, ein angekündigter Regentag hatte sich in einen sonnigen
wunderschönen Urlaubstag verwandelt. So darf es weiter gehen.
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