Donnerstag, 7. Mai 2026

Superga



4. Tag                               Superga

Datum:                            06.05.2026

Fahrt km:                        62

Schritte:                          6774

Wetter:                             zunächst gruselig, dann prima

 

 

Wenn die ganze Nacht Regetropfen aufs Bulli Dach hämmern hat man schon keine Lust mehr aufzustehen. Dem Wetterbericht entsprechen haben wir eh schon auf einen weiteren Citybesuch verzichtet und uns umorientiert. Wir werden mit dem Auto zur Superga (Kirche) hinauffahren und uns dann im Innern der Anlage trocken bewegen. So der Plan. Aber zunächst mussten wir ja mit dem Dauerregen klarkommen. Frühstück im Freien fiel auf jeden Fall aus. Stattdessen frühstückten wir im Bus bei laufender Heizung. Der einzige Nachteil war, dass man das bestellte Brot erst noch an der Rezeption abholen musste. Die Laune stieg minütlich als wir die hämmernden Regentropfen nicht mehr hörten. Und so wars dann auch. Das Wetter wurde immer besser. Und wir machten den Bulli reisebereit. Alles was im Weg war wurde im sogenannten Küchenzelt verstaut. Bei der Ausfahrt aus dem Camping mussten wir dem jungen Mann an der Rezeption erklären, dass wir nicht auschecken wollen sondern er soll einfach die Schranke öffnen zum Hinausfahren. Danach machten wir uns auf den 31km langen Anfahrtsweg zur „Superga“. Je länger die Fahrt ging umso besser wurde das Wetter. Die ersten großen blauen Flecken am Himmel machten richtig Hoffnung auf einen schönen Tag. Die „Superga“ thront mit ihren über 600 Höhenmeter liegend über Turin. Nachdem ich mich nur einmal verfahren hatte erreichten wir den großen Parkplatz direkt an der Basilica. Vor unseren Augen machte sich ein wunderschöner Blick auf Turin breit. Die Wolken hatten sich verzogen und sogar die Sonne schickte wärmende Strahlen. Ach war das schön. Die nach ihrem Standort benannte „Superga“, eigentlich „Basilica della Natività di Maria Vergine“, ist eine bedeutende Wallfahrtskirche bei Turin in Italien und Grabstätte der Herrscherfamilie von Savoyen. Der Eintritt in die Kirche ist kostenfrei. Für die Führung durch die Tomba und das Besteigen der Kuppel mussten wir ein paar Euro ausgeben. Aber es hat sich gelohnt. Für die Führung durch die Tomba in italienischer Sprache hatte man uns eine Übersetzung in Deutsch in die Hände gedrückt. Etwas schaurig war die ganze Sache schon. Totenschädel mit Königskrone geschmückt - na, wenn das nicht gruselig ist. Aber interessant und aufschlussreich war es allemal. Danach ließen wir uns in der Cafeteriea aber den Capu trotzdem gut schmecken. Je länger wir auf den Berg verweilten umso mehr Busse mit Schulklassen trafen ein. Am Berg wurde es immer lauter und lebendiger. Nachdem wir uns genügen auf den herrlich gelegen Areal umgesehen hatten machten wir uns auf die Rückfahrt. Beim ersten italienischen Supermarkt wurde angehalten und etwas Verpflegung eingekauft. Eine Flasche italienischen Rotweins durfte dabei nicht fehlen. Zurück am Campingplatz konnten wir endlich die Stühle rausräumen und uns am Tisch vor unserem Bus niederlassen. Und dies bei angenehmen 21 Grad in der Sonne. Wir hatten endlich ein Urlaubsgefühl. Fürs Zubereiten des Abendessens im Freien wurde gleich alles hergerichtet. Es gab so gut wie nichts Italienisches. Abgelaufene Kasspressknödel in der Brühe mit vom Vortag übrig geblieben Ciabatta standen auf den Speiseplan und das schmeckte super köstlich. Der italienische Rotwein machte das Ganze dann perfekt. Unglaublich aber wahr, ein angekündigter Regentag hatte sich in einen sonnigen wunderschönen Urlaubstag verwandelt. So darf es weiter gehen.






















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