18. Tag Gassin
Datum: 20.05.2026
Fahrt km: 39,2
Schritte: 6740
Wetter: trocken, kaum ein Wölkchen, 22°
Das Einzige
was diesen schönen Mittwochmorgen stört ist das Gurren der Tauben.
Eine gibt
den Takt vor und die anderen melden sich dann im Chor. Und das Ganze in
unendlicher Wiederholung. Und sie geben nicht auf. Aber was solls. Gleich nach dem Frühstück
werden wir uns den schönen Dörfern widmen. Schon im Tourismusbüro
wurden wir auf sie aufmerksam gemacht.
Mit Gassin haben wir uns gleich eines
der schönsten Dörfer Frankreichs ausgesucht. Mit dem Bus gings in die hügelige
Landschaft und schon nach ca.20km konnten wir an einem vor den Ort liegenden
Parkplatz unseren Bus im Schatten abstellen.
Gleich gings etwas steil nach oben
zum Ortseingang. Unser erster Weg fühte uns zur Turi-Info. Der gute Mann erklärte
uns ausführlich das Dorf und wie wir die Gassen entsprechend besuchen sollten. Das
war wirklich eine gute und sehr sinnvolle Instruktion. Über der
Tourismusinformation war die erste Terrasse mit einem Blick auf den Golf von „Saint
Tropez“. Wahnsinn. Über eine grüne Landschaft hinweg mit vielen angelegten
Weinfeldern lachte uns wirklich dieses türkisblaue Meer an.
Daran konnte man
sich kaum satt sehen. Der Spaziergang durch das Dorf war ebenfalls sehr schön.
Die netten engen Gassen mit ihrem Blumenschmuck machten schon mächtig Eindruck.
Das Dorf selbst hat ja gerade mal in Summe etwas mehr als 2000 Einwohner die
auf die Pflege ihres Dorfes offensichtlich sehr großen Wert legen. Alle Gassen
waren wie im Schwäbischen ordentlich gekehrt. So sauber und aufgeräumt habe ich
schon lange keine Städtchen mehr gesehen. Neben ein Paar Restaurants an schönen
Ausblicksstellen, eine Boutique und einer Kunstgalerie war für die Touristen
hier nicht viel angesiedelt. Man konzentrierte sich voll auf das Dörfchen. 
Eine
der größten Attraktionen war das schmalste Sträßchen der Welt. Nur schlanke
Menschen konnten diese längsstellend meistern. Nach dem Besuch des Dorfes fuhren
wir weiter zum Port Gogolin am Golf von Saint Tropez. Etwas Wasser und
prächtige Yachten mussten jetzt einfach noch sein. Und es gab genügend Boote
dieser Kategorie. Danach besuchten wir den „Plage di Gigaro“. Ein Sandstrand
wie im Bilderbuch. Hier schlenderten wir durch feinen Sand die Küste entlang.
Das Wasser war noch sehr kalt, so dass sich nur wenige im Wasser aufhielten. Um
genau zu sagen waren es 2 Personen. Nach diesem schönen Eindruck kehrten wir an
unseren Campingplatz zurück und machten es uns bei Kaffee und Kuchen bequem. 
Danach
durften wir schon mit den Vorbereitungen fürs Abendessen beginnen. Auf der
Speisekarte stand: Grüner Spargel mit Kartoffeln und Soße Hollandaise. Für mich
noch ein Rumpsteak dazu. Ich sag nur eins: Ein Leben wie Gott in Frankreich.
Unser Nachbar bescherte uns mit der Nachricht, dass er sich einen dicken Nagel in den Reifen seines Wohnmobils gefahren hätte und jetzt nach einer Lösung sucht. Schwubs war
ein anderer Nachbar mit KFZ-Hintergrund zur Stelle, der einen Ausweg wusste.
Es
passieren doch immer wieder die tollsten Ereignisse. Aber wir könnens wenden
und drehen wie wir wollen um 21 Uhr waren wir für die Kiste fällig.

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