21. Tag Mit dem Schiff nach Saint Tropez
Datum: 23.05.2026
Fahrt km:
Schritte: 8115
Wetter: kein Wölkchen am Himmel, 25°
Zur Feier
von Helga Geburtstag ging es heute mit dem Schiff nach Saint Tropez. Sogar den
Wecker hatten wir uns gestellt um die Abfahrt nicht zu verschlafen.
Ich stand pünktlich
um 6Uhr auf und erledigte meine Sachen. Nebenbei klaute ich noch eine Blüte von
einem Oleander für den Geburtstagstisch. Mit einer „Tarte Tropezienne“, dieser
berühmten Süßigkeit von Saint Tropez, nahm dann Helga am Geburtstagstisch
Platz. Vor lauter Aufregung um die Schifffahrt brachte sie keinen Bissen
runter. Zu pünktlich kamen wir an der Schiffsanlegestelle an. Ein Schiff fuhr
gerade an den Steg und legte an. Gleich wollten wir einsteigen und die Fahrkarte
wurde elektronisch kontrolliert.
Mit einem scheppernden Geräusch des Gerätes
wurde darauf aufmerksam gemacht, dass wir ins falsche Schiff einsteigen wollten.
Das nächst anliegende Schiff sei dann das Richtige, erklärte man uns. Die
Schifffahrt war ein Genuss.
Vorbei an vielen steilen Küstenabschnitten und
großen und kleinen Stränden gings in Richtung Saint Tropez. Je näher wir diesem
berühmten Ort kamen desto größer wurden die Yachten die im Wasser ankerten. Ein
Schiffsbegleiter kommentierte übers Mikrophon die ganze Fahrt.
Wir verstanden
natürlich kein Wort. Aber eine dieser Luxusyachten wurde extra umrundet damit
wie einen Eindruck von diesem gigantisch luxurösen Teil bekamen. Beeindruckt
hat uns das allerding nicht. War eher etwas zum Fremdschämen.
Nach 1,5 Stunden
erreichten wir den Hafen von Saint Tropez. Ein ganz großer Yachthafen nahm uns
in Empfang. Und wir waren nicht die einzigen Gäste. In einem Pulk von Menschen näherten wir uns der Altstadt. Egal wie es ist, einen feinen Charme strahlte
diese Städtchen aus. Als erstes besuchten wir die Info und ließen uns die Stadt
erklären.
Mit Karte bewaffnet und nicht mehr völlig orientierungslos setzte wir
zum Spaziergang durch Saint Tropez an. In den hübschen vielen engen Gassen war
überall Hochbetrieb.
Alle Stühle in den Restaurants waren gefüllt und die Leute
ließen es sich gut gehen. Im Übrigen ist hier überhaupt nichts billig. Der
Blick in die Preislisten der Schaufensterauslagen verschlug einem schon die
Sprache. Auch das vor jedem Eingang ein privater Sicherheitsmensch postiert war
zeigte schon, wieviel Geld hier im Spiel ist. Aber wir genossen auch die schöne
goldene Statue von Brigitte Bardot und den Filmschauplatz des hektischen
französischen Kriminalkommissars „Louis de Funes“.
Hier wird alles vermarktet.
Den großen Wochenmarkt tangierten wir nur am Rande. War uns zu gefährlich durch
die Massen geschoben zu werden.
Stattdessen stiegen hinauf zur Zitadelle von
Saint Tropez, genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und besuchten das hier
ansässige Schifffahrtsmuseum. Mit ganz vielen schönen Eindrücken kehrten wir
ins Städtchen zurück und genossen noch die verbleibend wenige Zeit um Eindrücke
zu sammeln. Pünktlich um 16 Uhr legte unser Schiff ab zur Rückfahrt.
Jetzt gab
das Boot aber besonders gut Gas so dass wir bereits nach einer Stunde wieder
das Boot verlassen konnten.
Geschafft aber hoch zufrieden erreichten wir unsere
gemütliche Parzelle. Und zur größten Überraschung brachte, unser Nachbar Rolf aus
dem hohen Norden, Helga ein Geburtstagständchen auf dem Akkordeon. Das war eine
gelungene Überraschung. Der gute Mann war in seinem Berufsleben Musiker auf
einem Kreuzfahrschiff. Nach herzlichen Worten kümmerten wir und dann schnell um
unser Abendessen.
Wir hatten mächtig viel Kohldampf. Pappsatt und bei einem
Cidre aus der Bretagne ließen wir diesen schönen Tag ausklingen.
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