7. Tag Sacra di San Michele
Datum: 09.05.2026
Fahrt km: 62,6
Schritte: 10141
Wetter: Super sonnig bis 24°
Der heutige Tag beginnt
ausgezeichnet.
Der Wettergott meint es gut mit uns und wir dürfen im Freien
frühstücken. Ein guter Start in den Tag hat noch nie geschadet. Bei Honig,
Sauerkirschmarmelade, Mailänder Salami und Prosciutto crudo und einer Tasse
selbstgebrühten Kaffee ließen wir‘s uns gut gehen. Und seltsamerweise schmeckt
unser aufgebrühter Kaffee hier besser als daheim. Auf jeden Fall soll das
gestrige Debakel mit dem Sacre behoben werden. Zuerst der Sacre, dann einkaufen
und danach für die morgige Weiterfahrt alles vorbereiten. Für den morgigen Tag
ist ja nur Sauwetter angekündigt.
Gut gelaunt machten wir uns auf dem Landweg zum Sacre.
Der Weg führte uns hinein ins schöne Susatal hinauf zur 932m
hochgelegenen ehemaligen Klosteranlage. Richtig berühmt wurde dies Anlage wohl
durch Umberto Ecco der von dieser gewaltigen Anlage zu seinem Film“ Im Namen
der Rose“ zu Außenaufnahmen inspiriert wurde. Sei es wie es sei, über
Besuchermangel braucht sich dieses mächtige Gebäude nicht beklagen. Beim
Hinauffahren mussten wir auf viele Bioradler aufpassen, die die gewaltige
Steigung hochradelten. Respekt, Respekt! Glücklicherweise fanden wir oben noch
einen freien kostenpflichtigen Parkplatz.
Um den Parkplatz waren Verkaufsstände
aufgebaut. 
Diverse regionale Käse-, Wurst- und Dolceprodukte wurden hier
angeboten. Helga hatte sich entschlossen die steilen Anstiege und die vielen
Treppen im Anlageninneren zu meiden und schickte mich allein zur Anlage hoch. Und
der Besuch war schon beeindruckend. Zunächst durfte ich aber ein Ticket in Höhe
von 8€ (Seniore) erwerben. Und dann begann die Treppensteigerei.
Die
verschachtelte Anlage flößte einem schon etwas gruseligen Respekt ein. Man
erinnerte sich an einige Stellen in Umbertos Eccos Film.
Gerade fand eine Führung
in italienische Sprache statt. Diese bekamen in der Klosterkapelle sogar eine
Andacht vorgeführt. Natürlich bei Kerzenlicht.
Ich ging tapfer zu einem Plateau
weiter. Die Aussicht ins Susatal war atemberaubend. In Richtung Frankreich sah
man in der Ferne hohe schneebedeckte Berge und auf die andre Richtung ging der
Blick bis beinahe Turin. Eine Traumkulisse. Nachdem ich mir alle Winkel dieser ehemaligen
Klosteranlage angeschaut hatte machte ich mich auf den Weg zurück. Buchlesend
saß meine Frau in der Sonne und hatte wohl ebenfalls kurze Weile. Bei der
Rückfahrt machten wir noch bei einem Conad-Supermarket halt und kauften noch
ein paar Utensilien ein. Beinahe jeder Parkplatz war vor diesem Riesen Center
belegt. 
Und die sehr großen Einkaufswägen wurden prall gefühlt zum jeweiligen
Auto geschoben. Hier war gerade Hochbetrieb. Für unsere Einkäufe war nur ein kleiner
Einkaufskorb notwendig. Im vollbesetzten Bistro gönnten wir und noch eine
Pizzaschnitte um dann zurück zu fahren. Jetzt musste so langsam der Abbau
beginnen. Alles wurde verstaut, damit der angekündigte Regen keinen Schaden
anrichten kann.
Als wir fertig waren gingen wir an die Rezeption und bezahlten
unsere Zeche.
Mit dem jungen Mann Eduardo dort hatten wir noch viel Spaß .
Zum Abschied bekamen wir noch ein Präsent in Form einer Flasche „Muscadet“
in die Hände gedrückt. Wir können diesen Campingplatz für einen Turinbesuch nur
wärmstens weiterempfehlen. Hier stimmt alles.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen