Sonntag, 10. Mai 2026

Sacra di San Michele

 

7. Tag                               Sacra di San Michele

Datum:                            09.05.2026

Fahrt km:                        62,6

Schritte:                          10141

Wetter:                            Super sonnig bis 24°

 


Der heutige Tag beginnt ausgezeichnet. Der Wettergott meint es gut mit uns und wir dürfen im Freien frühstücken. Ein guter Start in den Tag hat noch nie geschadet. Bei Honig, Sauerkirschmarmelade, Mailänder Salami und Prosciutto crudo und einer Tasse selbstgebrühten Kaffee ließen wir‘s uns gut gehen. Und seltsamerweise schmeckt unser aufgebrühter Kaffee hier besser als daheim. Auf jeden Fall soll das gestrige Debakel mit dem Sacre behoben werden. Zuerst der Sacre, dann einkaufen und danach für die morgige Weiterfahrt alles vorbereiten. Für den morgigen Tag ist ja nur Sauwetter angekündigt. Gut gelaunt machten wir uns auf dem Landweg zum Sacre. Der Weg führte uns hinein ins schöne Susatal hinauf zur 932m hochgelegenen ehemaligen Klosteranlage. Richtig berühmt wurde dies Anlage wohl durch Umberto Ecco der von dieser gewaltigen Anlage zu seinem Film“ Im Namen der Rose“ zu Außenaufnahmen inspiriert wurde. Sei es wie es sei, über Besuchermangel braucht sich dieses mächtige Gebäude nicht beklagen. Beim Hinauffahren mussten wir auf viele Bioradler aufpassen, die die gewaltige Steigung hochradelten. Respekt, Respekt! Glücklicherweise fanden wir oben noch einen freien kostenpflichtigen Parkplatz. 
Um den Parkplatz waren Verkaufsstände aufgebaut. Diverse regionale Käse-, Wurst- und Dolceprodukte wurden hier angeboten. Helga hatte sich entschlossen die steilen Anstiege und die vielen Treppen im Anlageninneren zu meiden und schickte mich allein zur Anlage hoch. Und der Besuch war schon beeindruckend. Zunächst durfte ich aber ein Ticket in Höhe von 8€ (Seniore) erwerben. Und dann begann die Treppensteigerei. 
Die verschachtelte Anlage flößte einem schon etwas gruseligen Respekt ein. Man erinnerte sich an einige Stellen in Umbertos Eccos Film. Gerade fand eine Führung in italienische Sprache statt. Diese bekamen in der Klosterkapelle sogar eine Andacht vorgeführt. Natürlich bei Kerzenlicht. Ich ging tapfer zu einem Plateau weiter. Die Aussicht ins Susatal war atemberaubend. In Richtung Frankreich sah man in der Ferne hohe schneebedeckte Berge und auf die andre Richtung ging der Blick bis beinahe Turin. Eine Traumkulisse. Nachdem ich mir alle Winkel dieser ehemaligen Klosteranlage angeschaut hatte machte ich mich auf den Weg zurück. Buchlesend saß meine Frau in der Sonne und hatte wohl ebenfalls kurze Weile. Bei der Rückfahrt machten wir noch bei einem Conad-Supermarket halt und kauften noch ein paar Utensilien ein. Beinahe jeder Parkplatz war vor diesem Riesen Center belegt. Und die sehr großen Einkaufswägen wurden prall gefühlt zum jeweiligen Auto geschoben. Hier war gerade Hochbetrieb. Für unsere Einkäufe war nur ein kleiner Einkaufskorb notwendig. Im vollbesetzten Bistro gönnten wir und noch eine Pizzaschnitte um dann zurück zu fahren. Jetzt musste so langsam der Abbau beginnen. Alles wurde verstaut, damit der angekündigte Regen keinen Schaden anrichten kann. Als wir fertig waren gingen wir an die Rezeption und bezahlten unsere Zeche. 
Mit dem jungen Mann Eduardo dort hatten wir noch viel Spaß . 
Zum Abschied bekamen wir noch ein Präsent in Form einer Flasche „Muscadet“ in die Hände gedrückt. Wir können diesen Campingplatz für einen Turinbesuch nur wärmstens weiterempfehlen. Hier stimmt alles.






















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