27. Tag Klippen von Cassis
Datum: 29.05.2026
Fahrt km:
Schritte: 5634
Wetter: überwiegend sonnig, 28°
Das
Wochenende naht. Man spürt eine gewisse Betrieblichkeit um uns herum.
Viel französische
PKWs tauchen auf und suchen ihr Wochenquartier auf. Meist zu zweit, eventuell
noch Kinder dabei, ist ein solches festes Quartier im Nu bezogen. Hier wird’s jetzt
sehr lebendig. Ist richtig schön auf einmal in einer großen französischen Runde
zu sein. Unsere Aktivität tut das keinen Abbruch.
Gleich nach dem Frühstück
setzten wir unseren Bus in Richtung Cassis in Bewegung.
Abseits von der
Autobahn war auf diesen Regionalstraßen keine große Hektik zu verspüren. Kurz
vor Cassis bogen wir dann ab auf die „Route des Cretes“. Sie führt hinauf zu
den Klippen von Cassis und entlang der Bergkette wieder zurück nach La Ciotat.
Diese atemberaubende 15km lange Küsten- und Panoramastraße muss man einfach
gefahren sein. An zahlreichen Haltestellen schoss ich Foto um Foto. Man konnte von
diesen spektakulären Ausblicken auf Cassis und die Klippen nicht genug
bekommen. Mit ca. 362m Höhe sind es die höchsten Klippen Europas.
Aber Vorsicht
war angesagt. Diese felsige Landschaft ist gefährlich. Ein Ausrutscher und es
geht unaufhaltsam in die Tiefe.
Man hat an mancher Stelle schon mal sehr viel
Bammel. Etliche Wanderer waren unterwegs, die in einem ständigen Auf- und Ab
den anspruchsvollen felsigen Wanderweg meisterten. Volle Hochachtung für eine
solche Leistung. Für die lächerlichen 15 km brauchten wir zwei Stunden. Aber
die haben sich gelohnt. Nach einer pausenlosen kurvenreichen Fahrt erreichten
wir wieder La Ciotat. Bei der Gelegenheit versuchten wir noch den alten Hafen
anzusteuern um unsere nächste Schifffahrtsidee zu verwirklichen. Aber den Hafen
haben wir im Straßengewirr nicht gefunden.
Irgendwann haben wir das Unterfangen
aufgegeben und sind zurück zum Camp gefahren.
Bei Kaffe und Kuchen wollten wir
die Ereignisse noch mal Revue passieren lassen. Aber der Kuchen fehlte. Also nix
wie ab aufs Fahrrad und den Berg hinunter zur nächsten Boulangerie in Ceyreste
geradelt. Dort feinstes Gebäck geordert um dann mit dem Rad wieder steil
bergauf zurück zu fahren. Ohne „E“ wäre es nicht gegangen. Jetzt genossen wir
noch den restlichen Nachmittag und feierten unser Erlebnis. Danach bildeten
sich ein paar Wolken am Himmel die uns mit ein Paar Regentropfen und einem
herrlichen Regenbogen den Mittag verschönten. 
Danach bereiteten wir das
Abendessen vor und beobachteten die neuen Campinggäste bei ihren Aktivitäten.
Ein kurzer Besuch im Pool vervollständigte einen wunderschönen Urlaubstag. Übrigens:
Die französischen Neuankömmlinge feierten bis spät nach Mitternacht lautstark ihre
Campingplatzankunf.
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