18. Tag Ramatuelle
Datum: 21.05.2026
Fahrt km: 46,2
Schritte: 6458
Wetter: trocken, kaum ein Wölkchen, 23°
Wenn du bei
herrlichem Sonnenschein und phantastischer Weitsicht aufwachst hat der Tag
schon gewonnen.
Zurzeit haben wir auch eine stabile Wetterlage die richtig
Freude macht. Und das Klima hier ist richtig angenehm. Es fällt einem richtig
schwer den Frühstückstisch zu verlassen und Aktivitäten zu starten. Aber heute
ist das nächste Bergdorf fällig. Der Begriff Bergdorf ist vielleicht etwas übertrieben,
weil Ramatuelle gerade mal 130m hoch über den Meeresspiegel thront. Aber es
liegt auf einem Berghügel. Die 19 km lange Reise durch sehr kurvenreiches
Gelände ist richtig anstrengend. Die Straßen sind stellenweise sehr eng und die
schnelle Fahrweise unsere französischen Freunde zwingt zu erhöhter
Aufmerksamkeit. 
Unterhalb des Dorfes gibt es sehr viele Parkmöglichkeiten die
schon auf einen Besuchsmagneten hinweisen. Frisch eingeparkt machten wir uns
über die Straßen und Treppen an den steilen Aufstieg. Und je näher wir dem
Ortskern kamen umso lebendiger wurde es. Zu unser Überraschung war heute
Markttag angesagt und wahrscheinlich war deshalb so viel Betrieb hier.
Und
auffällig war, dass die Angebote qualitativ sehr hochstehend waren und die
Marktstände schöner gestaltet rüberkamen.
Der Markt passte prima zum Ambiente.
An einem Gemüsestand erwarben wir tiefrote Tomaten für unsere weitere gesunde Ernährung. Zusätzlich gab es in den Seitengassen kleine einladende Geschäfte
jeder Art. Beim Rundgang wurden wir von einem Künstler angeregt seine
Ausstellung zu besuchen der wir gerne nachkamen.
Allerdings machten wir auch
die erste Erfahrung mit den sogenannten Reichen und Schönen. Zufällig stand ich
am Ende des Marktes an einer breiten Durchfahrtsstraße als ein sowas von dicker
Mercedes mit abgedunkeltem Fenster vorfuhr und am Marktbeginn anhielt.
Ein Chauffeur
sprang aus dem Auto und öffnete die Tür um drei auffällig hübschen weiblichen Personen
in das Marktgeschehen zu entlassen. Das zweite Ereignis betraf einen
wunderschönen roten Oldtimer. Der glänzte und blitzte was das Zeug hergab. Der
Inhalt war allerdings weniger überzeugend. Eine Frau mit riesengroßem Hut und auffällig
unpassender Kleidung präsentierte sich mit ihrem Anhang den Marktgängern.
Hier
hatte man das Gefühl, dass das Wort neureich zutreffen könnte. Irgendwie wie
waren diese beiden Vorkommnisse dekadent. Wir setzten unseren netten
Spaziergang durch Gassen fort um dann in einer kleinen Kneipe einzukehren. Wie
unter Einheimischen ließen wir uns ein Glas herrlich gekühlten Rose schmecken.
Bei
dieser Gelegenheit kamen wir noch mit zwei oberbayrischen Damen aus Rosenheim
ins Gespräch die ebenfalls mit einem Bulli unterwegs waren. Danach machten wir uns auf den beschwerlichen Abstieg zum Auto.
Der „Plage de Pampelone“ war unser
nächstes Ziel. Dieser bekannte und sogar berühmte Plage gehört nämlich zum Ort
Ramatuelle und nicht zu Saint Tropez. Wieder etwas dazu gelernt.
Wir genossen
noch eine Weile den schönen Strand um dann zurückzufahren. Was wäre eine Reise
ohne Aufenthalt in einem Supermarkt. Im einem Carrefour erfüllten wir uns die
letzten Träume für das Abendessen.
Mit einem typisch deutschen Abendmahl mit „Bratkartoffel,
Spiegelei und Spinat“ beschlossen wir den Tag. Ach, den Karamellpudding hab ich
noch vergessen.
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