Freitag, 22. Mai 2026

Ramatuelle

 

18. Tag                             Ramatuelle

Datum:                            21.05.2026

Fahrt km:                        46,2

Schritte:                          6458

Wetter:                            trocken, kaum ein Wölkchen, 23°

 

Wenn du bei herrlichem Sonnenschein und phantastischer Weitsicht aufwachst hat der Tag schon gewonnen. Zurzeit haben wir auch eine stabile Wetterlage die richtig Freude macht. Und das Klima hier ist richtig angenehm. Es fällt einem richtig schwer den Frühstückstisch zu verlassen und Aktivitäten zu starten. Aber heute ist das nächste Bergdorf fällig. Der Begriff Bergdorf ist vielleicht etwas übertrieben, weil Ramatuelle gerade mal 130m hoch über den Meeresspiegel thront. Aber es liegt auf einem Berghügel. Die 19 km lange Reise durch sehr kurvenreiches Gelände ist richtig anstrengend. Die Straßen sind stellenweise sehr eng und die schnelle Fahrweise unsere französischen Freunde zwingt zu erhöhter Aufmerksamkeit. Unterhalb des Dorfes gibt es sehr viele Parkmöglichkeiten die schon auf einen Besuchsmagneten hinweisen. Frisch eingeparkt machten wir uns über die Straßen und Treppen an den steilen Aufstieg. Und je näher wir dem Ortskern kamen umso lebendiger wurde es. Zu unser Überraschung war heute Markttag angesagt und wahrscheinlich war deshalb so viel Betrieb hier. Und auffällig war, dass die Angebote qualitativ sehr hochstehend waren und die Marktstände schöner gestaltet rüberkamen. Der Markt passte prima zum Ambiente. An einem Gemüsestand erwarben wir tiefrote Tomaten für unsere weitere gesunde Ernährung. Zusätzlich gab es in den Seitengassen kleine einladende Geschäfte jeder Art. Beim Rundgang wurden wir von einem Künstler angeregt seine Ausstellung zu besuchen der wir gerne nachkamen. Allerdings machten wir auch die erste Erfahrung mit den sogenannten Reichen und Schönen. Zufällig stand ich am Ende des Marktes an einer breiten Durchfahrtsstraße als ein sowas von dicker Mercedes mit abgedunkeltem Fenster vorfuhr und am Marktbeginn anhielt. Ein Chauffeur sprang aus dem Auto und öffnete die Tür um drei auffällig hübschen weiblichen Personen in das Marktgeschehen zu entlassen. Das zweite Ereignis betraf einen wunderschönen roten Oldtimer. Der glänzte und blitzte was das Zeug hergab. Der Inhalt war allerdings weniger überzeugend. Eine Frau mit riesengroßem Hut und auffällig unpassender Kleidung präsentierte sich mit ihrem Anhang den Marktgängern. Hier hatte man das Gefühl, dass das Wort neureich zutreffen könnte. Irgendwie wie waren diese beiden Vorkommnisse dekadent. Wir setzten unseren netten Spaziergang durch Gassen fort um dann in einer kleinen Kneipe einzukehren. Wie unter Einheimischen ließen wir uns ein Glas herrlich gekühlten Rose schmecken. Bei dieser Gelegenheit kamen wir noch mit zwei oberbayrischen Damen aus Rosenheim ins Gespräch die ebenfalls mit einem Bulli unterwegs waren. Danach machten wir uns  auf den beschwerlichen Abstieg zum Auto. Der „Plage de Pampelone“ war unser nächstes Ziel. Dieser bekannte und sogar berühmte Plage gehört nämlich zum Ort Ramatuelle und nicht zu Saint Tropez. Wieder etwas dazu gelernt. Wir genossen noch eine Weile den schönen Strand um dann zurückzufahren. Was wäre eine Reise ohne Aufenthalt in einem Supermarkt. Im einem Carrefour erfüllten wir uns die letzten Träume für das Abendessen. Mit einem typisch deutschen Abendmahl mit „Bratkartoffel, Spiegelei und Spinat“ beschlossen wir den Tag. Ach, den Karamellpudding hab ich noch vergessen.



























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