25 Tag Croix de Provence
Das „Criox de
Provence“ strahlt uns jeden Tag von oben an.
Und jedes Mal, wenn ich das
Kreuz sehe, denke ich über eine Wanderung auf diesen 946m hohen Berg nach. So,
heute war es soweit. In Absprache mit meiner Gattin wollte ich diesen markanten
Felsen in Angriff nehmen. Alle Stunde sollte ich mich melden ob alles in
Ordnung sei. Allein, mit gut gefüllten Wasserflaschen, Rucksackvesper und Kekse
machte ich mich mit dem Fahrrad auf zum Wanderparkplatz. Der lag ja nur 2 km
weit weg von unserem Camp. Als Wanderkarte nahm ich Komoot zu Hilfe.
Diese
sollte mich auf den richtigen Weg nach oben führen. Die 738 HM durch steinigen
und steilen Fels mussten erst Mal geschafft werden.
Allerdings irrte ich
zunächst mit dem Navi eine halbe Stunde umher um den Einstieg zu finden.
Entweder war ich blöd oder das Navi. Ich tippe auf das Navi. Wie ich die Route
doch noch gefunden habe beschreibe ich lieber nicht. Ich musste dabei nur ein
paar irren Mountainbiker ausweichen die die Trail Strecke herunter bretterten.
Als die Navigation meldetet ich sei nun auf der richtigen Strecke gings steil
bergauf in den Fels. Eine wunderschöne Gegend die ich da durchwanderte.
Bin
jetzt schon froh über meinen Wanderentschluß. Meine abgesprochene erste
Rückmeldung an die Gattin hatte ich nach 1 Stunde doch glatt vergessen. Der
Wanderweg wurde immer steiniger und ab und zu musste ich doch glatt hinstehen
und etwas verschnaufen. Und das Gipfelkreuz lächelte mich immer geringschätzend
von oben an. Das war noch verdammt weit weg. Nach zweistündigem steilem
Aufstieg durch eine Felsenwand erreichte ich das erste Ziel.
Den Rücken einer
Felskette auf der der weitere Weg nach oben führt. In voller Sonne sitzend nahm
ich meine erste Pause. Ach ja, da war ja noch der Telefonanruf.
Mit etwas Verspätung
konnte ich meiner Gattin die ersten Eindrücke von der Tour mitteilen. Nach 3-stündiger
Wanderzeit erreicht ich den Gipfel. Viel Betrieb war gar nicht auf den Gipfel.
Meist Franzosen und ein paar wenige Deutsche machte ich unter den
Wanderfreunden aus. Aber allen sah man die Wanderstrapazen an.
Unterhalb des
Gipfels lag noch das „Prieure de Saint-Victoire“. Ein ehemaliges Kloster mit
dazugehöriger Schutzhütte.
Nach dem Gipfelgenuss machte ich mich auf den
Heimweg. Per WhatsApp teilte ich Helga mit, dass ich den Berg geschafft habe.
Nun machte ich mich an den steinigen Abstieg ran. Die Füße meldeten sich mit
Pauseansprüchen nun häufiger. Das Wasser in der Flasche war nur warm und alles
andere als erfrischend. Auf jeden Fall war ich nach, über 5 Stunden Wanderzeit,
glücklich mein Fahrrad wiederzusehen. Die Heimfahrt war schnell gemeistert und
so fiel ich ziemlich erschöpft aber glücklich in meinen Campingstuhl. 
Ich hatte
nur noch einen Wunsch: kaltes Wasser, Wasser und nochmals Wasser. Nach einer
etwas längeren Erholungspause machten wir uns über selbstgekochte Spaghetti Amatriciana her. Helga hatte einen erholsamen Tag und ich
eine anstrengende Wandertour hinter uns.
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