Montag, 12. Mai 2025

Île de Ré

 

8.Tag                   Île de Ré

Datum                11.05.2025
Fz-km                  109
Schritte               12039 (8,1km)
Wetter                durchwachsen 17° (typisch bretonisch)
Camping            Camping Sables

 

Der morgendliche Heizbetrieb im Bus tut einfach gut. Ansonsten wäre es sehr ungemütlich. Heute geht es 51 km weit zum Ende des Kontinents. Der „Phare des Baleines“ (Leuchtturm) markiert das Ende des europäischen Kontinents auf der Insel „Île de Ré“. Diese Insel ist offenbar das „Sylt“ des Südwestens auch weiße Insel genannt. Schon die Fahrt auf die Insel ist ein Erlebnis. Über eine 3km lange geschwungene Brücke gelangt man auf die Insel. Natürlich gegen eine Gebühr. Schon der Blick von der Brücke auf den Atlantik macht Eindruck. Auf der Insel angekommen nahmen wir den ersten Parkplatz um sofort ans Meer zu stürmen. Meer zu stürmen ist gut, es herrschte Ebbe. Dafür konnte man über die Dünen hinweg weit zum Wasser laufen. Etliche Fischer mit Rädern an ihren Booten waren hier zu Gange. Gleich darauf durften wir eine jugendliche Frauengruppe beim Wasserjogging bewundern. Sie liefen im Gänsemarsch bis zur Oberweite tief im Wasser. Bei diesen Wassertemperaturen sich fröhlich quasselnd fort zu bewegen ist aller Anerkennung wert. Manche hatten nicht mal einen vollständigen Neoprenanzug an. Muss aber wohl gesund sein sonst würde man es doch nicht machen. Oder? Auf jeden Fall war der erste Eindruck von der Insel schon mal ausgezeichnet. Wir fuhren weiter der Hauptstraße entlang und machten den ein oder anderen Abstecher zu einer Sehenswürdigkeit. Und die gibt es hier genug. Auf der lieblich flach wirkenden Insel fallen sofort die vielen Weinrebstöcke in den Blick. Weinbau scheint neben der Meersalzgewinnung eine wichtige Einnahmequelle zu sein. Unser Abstecher zu den Stränden war immer mit dem Blick auf die Ebbe verbunden. Aber dadurch hatten wir auch die Gelegenheit die angelegten Muschelgärten zu bewundern. Und Muscheln werden hier offenbar in rauen Mengen gegessen. An der schmalsten Stelle der Insel ist sie gerade mal 500m breit. Hier konnte man auf der einen Seite die Düne sehen und auf der anderen die Ebbe bewundern. Angekommen am Ende des Kontinents ließ ich es mir nicht nehmen die sehr vielen Treppen hoch zum „Phare des Beleines“ zu nehmen. Belohnt wurde ich mit einem wirklich phantastischen Ausblick. Helga verzichtete auf die Erstürmung des Turms und machte eine gemütliche Pause in herrlicher Umgebung sitzend. Mittlerweile waren wir schon wieder am Spätnachmittag angelangt und so nahmen wir die Rückfahrt in Angriff. Jetzt allerdings auf den schnellsten Weg zurück zum Platz. Auch wenn’s wieder ein langer Ausflugstag war hatten wir noch viel Freude bei der Zubereitung von grünem Spargel, Gemüsereis und für mich ein paar Zwiebelwürstchen. Danach wurde das Wetter allerdings sehr ungemütlich. Bei starken Wind und Regengüssen zogen wir uns gemütlich in unseren Bus zurück.























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