8.Tag Île de Ré
Der morgendliche
Heizbetrieb im Bus tut einfach gut. Ansonsten wäre es sehr ungemütlich. Heute
geht es 51 km weit zum Ende des Kontinents.
Der „Phare des Baleines“
(Leuchtturm) markiert das Ende des europäischen Kontinents auf der Insel „Île
de Ré“. Diese Insel ist offenbar das „Sylt“ des Südwestens auch weiße Insel
genannt. Schon die Fahrt auf die Insel ist ein Erlebnis. Über eine 3km lange
geschwungene Brücke gelangt man auf die Insel.
Natürlich gegen eine Gebühr.
Schon der Blick von der Brücke auf den Atlantik macht Eindruck. Auf der Insel
angekommen nahmen wir den ersten Parkplatz um sofort ans Meer zu stürmen. Meer
zu stürmen ist gut, es herrschte Ebbe. Dafür konnte man über die Dünen hinweg
weit zum Wasser laufen. Etliche Fischer mit Rädern an ihren Booten waren hier
zu Gange. Gleich darauf durften wir eine jugendliche Frauengruppe beim Wasserjogging
bewundern. Sie liefen im Gänsemarsch bis zur Oberweite tief im Wasser.
Bei
diesen Wassertemperaturen sich fröhlich quasselnd fort zu bewegen ist
aller Anerkennung wert.
Manche hatten nicht mal einen vollständigen
Neoprenanzug an. Muss aber wohl gesund sein sonst würde man es doch nicht
machen. Oder? Auf jeden Fall war der erste Eindruck von der Insel schon mal
ausgezeichnet.
Wir fuhren weiter der Hauptstraße entlang und machten den ein
oder anderen Abstecher zu einer Sehenswürdigkeit.
Und die gibt es hier genug.
Auf der lieblich flach wirkenden Insel fallen sofort die vielen Weinrebstöcke
in den Blick. Weinbau scheint neben der Meersalzgewinnung eine wichtige
Einnahmequelle zu sein.
Unser Abstecher zu den Stränden war immer mit dem Blick
auf die Ebbe verbunden. Aber dadurch hatten wir auch die Gelegenheit die angelegten
Muschelgärten zu bewundern. Und Muscheln werden hier offenbar in rauen Mengen
gegessen.
An der schmalsten Stelle der Insel ist sie gerade mal 500m breit.
Hier konnte man auf der einen Seite die Düne sehen und auf der anderen die Ebbe
bewundern. Angekommen am Ende des Kontinents ließ ich es mir nicht nehmen die
sehr vielen Treppen hoch zum „Phare des Beleines“ zu nehmen.
Belohnt wurde ich
mit einem wirklich phantastischen Ausblick. Helga verzichtete auf die
Erstürmung des Turms und machte eine gemütliche Pause in herrlicher Umgebung
sitzend. Mittlerweile waren wir schon wieder am Spätnachmittag angelangt und so
nahmen wir die Rückfahrt in Angriff. Jetzt allerdings auf den schnellsten Weg
zurück zum Platz. Auch wenn’s wieder ein langer Ausflugstag war hatten wir noch
viel Freude bei der Zubereitung von grünem Spargel, Gemüsereis und für mich ein
paar Zwiebelwürstchen. Danach wurde das Wetter allerdings sehr ungemütlich. Bei
starken Wind und Regengüssen zogen wir uns gemütlich in unseren Bus zurück.
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