19-20 Tag Ab in die Provence
Am heutigen
Donnerstag war der Neustart unserer Sommerreise 2025.
Unser neues Zwischenziel
sollte die Provence werden. Dann wollen wir das Wetter in Nordspanien die
Wetterentwicklung beobachten. Wenn dort dauerhaft über 20 Grad prognostiziert
wird, werden wir unser eigentliches Ziel wieder angreifen. Aber zunächst gings
um 7 Uhr auf die Autobahn A8 in Richtung Karlsruhe. Eine Katastrophe.
Ab dem
Flughafen staute es sich dauerhaft. Nie mehr werden wir uns um diese Uhrzeit
dem Stuttgarter Dreieck nähern. Versprochen.Das Navi führte uns von der
Autobahn weg in Richtung Stuttgart um irgendwo dahinter wieder auf unseren Stau
zu treffen. Richtig vorwärts gings dann nach dem Leonberger Dreieck. 1,5
Stunden waren damit schon in den Sand gesetzt.
Ab Karlsruhe liefs dann wirklich
flüssig. Und das Wetter wurde immer schlechter. Bei ständigem wechselndem
Regenschauer war das Fahren kein Genuss. Die Autobahnausfahrt Mulhouse war
zudem auch noch gesperrt und wir mussten einen Umweg in Richtung Basel nehmen.
Als wir endlich auf der französischen Autobahn gelandet waren, waren wir sehr heilfroh.
Das nächste Ziel war Lyon. Hier wollten wir einen Zwischenstopp einlegen und am
nächsten Tag weiterfahren.
Aber das Wetter wurde immer mieser. Regen, Regen und
nochmals Regen war angesagt. Mir war klar, bis diesen Wetterverhältnissen wird
durchgefahren bis in die trockene Provence. Komme was da wolle. Und so
erreichten wir um 19.30 Uhr unseren auserwählten Camping Sainte-Victoire.
Ohne
unser Navi hätten wir diesen Campingplatz nicht gefunden. Der nächste Hit war,
die Rezeption war schon geschlossen und wir standen vor geschlossener Schranke.
Ein paar WLAN Junkies halfen uns aus der Patsche.
In verschiedenen Sprachen
gestikulierend machten wir auf unser Problem aufmerksam. Ein französischer Camper
mit etwas Deutschkenntnissen rief eine an der Rezeptionstür stehende
Notfallnummer an worauf sich nur ein Anrufbeantworteter meldete.
Kurzentschlossen gab er uns seinen Einlasscode und wir stellten unser Fahrzeug
auf einen leeren Platz ab. Mittlerweile hatten viele Camper unsere Situation
mitbekommen und wir erhielten umfangreiche Hilfe durch Franzosen, Holländer und
von Deutschen. Innerhalb kürzester Zeit lernten wir sehr viele neue Leute
kennen. Eigentlich wunderbar. Auf jeden Fall hatten wir für diese Nacht unseren
Schlafplatz gesichert.
Es war trocken, der Himmel war blau und die Temperatur
lag bei 20°. Nur der lästige Mistral blies. Gegessen wurde was als Rest
zu finden war und wir krochen dann todmüde aber sehr zufrieden in unseren
Schlafplatz.Ausgeschlafen
begrüßte uns ein strahlender Sonnentag. Helgas Geburtstag. Mehr wie ein Küsschen
war als Geburtstagsgeschenk dieses Jahr nicht drin. Mir wurde, aufgrund der
Umstände, verziehen.Sobald es ging
machten wir uns an die Anmeldung. Der gute Mann war über die Hilfsbereitschaft
seines französischen Campers nicht gerade erfreut. Er bekam sich aber relativ
schnell wieder ein und wir konnten einen sehr schönen Campingplatz beziehen. Jetzt
war wieder alles perfekt. Nach dem wir den Platz eingerichtet haben
genossen wir in der Sonne sitzend unseren Morgenkaffee. Endlich Urlaub!! Wir
waren in einem Naturschutzgebiet in herrlichster Umgebung gelandet. Super! Die
Tagesaufgabe bestand nur noch darin, etwas zu Einkaufen um dann am Abend Helgas
Geburtstag zu feiern. Bei einem Glas Rotwein und kennengelernten Helfern
genossen wir bis in die Dunkelheit hinein Helga Geburtstag. Welch ein
wunderschöner Tag.
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