27 Tag Exkursion "Montagne de Victoire"
Endlich wieder
ruhig geschlafen.
Das Dach fiel mir nicht mehr auf den Kopf und wir konnten die
ursprüngliche Ausflugsvorhaben fortsetzen. Mit guter Laune ging`s ab in
Richtung Meyrargues. Autobahn und Maut waren aus dem Navi vertrieben und so
fuhren wir auf einsamen Strassen unserem Ziel entgegen. Nur bei Gegenverkehr
mussten wir immer besonders gut aufpassen um nicht im tiefen Seitengraben zu
landen.
Unser erster Halt galt dem „Aqueduc romainde de la Tranconnade“. Zwei
übriggebliebene große Steinbögen zeugten von dem einstigen wahrscheinlich riesigen
Aquädukt.
Die Landschaft hier ist ausgesprochen schön und viele Wanderparkplätz
laden zum Laufen ein. Weiter gings entlang der Durance und großen Platanenallee
in Richtung Peyrolles en Provence. Bei uns währen wahrscheinlich alle Bäume
wegen hoher Unfallgefahr schon gefällt. Aber hier wars im Schatten angenehm zu
fahren. Nach einem Stadtbummel und den Besuch der Kirche und der ausgesprochen
interessanten Kapelle gings weiter in Richtung Mirabeau.
Während die Durance
nicht sehr viel Wasser führte hatte der daneben liegende EDF-Kanal (keine Ahnung, so heißt der halt) eine
genügende Wassermenge aufzubieten.
Schön sehen solche Kanäle allerdings nicht
aus. Vorbei an zwei uralten Brückenpfeilern fuhren wir nach Mirabeau. Wieder
ein schönes altes Dörfchen abseits der Touristenwege das einen Rundgang
verdiente. Unsere Fahrt führte uns weiter nach Jounges. Hier erhofften wir uns
den Anblick vieler Lavendelfelder. Aber nichts wars. Kein einziges Lavendelfeld
bekamen wir zu Gesicht.
Das Dörfchen liegt ja wunderschön am Hang und die
mächtige Kirche thront über dem Dorf.
Und sehr lebendig ist es hier auch. Nur keine
Lavendelfelder gibt es mehr. Bei der Weiterfahrt beobachteten wir nur große brach
liegende Flächen die mit tausenden von Mohnblumen überwuchert waren. Die
einsame Fahrt durch die Berge war natürlich wunderschön. Gelegentlich kamen uns
mal Radfahrer entgegen und ein paar versprengte Autos waren auch unterwegs. Wir
erreichten nach behutsamer Fahrt unsere letzte Station. In Vauvenargues gönnten
wir uns ein ausgezeichnetes Eis in der Waffel um dann wieder zum Camp zurück zu
fahren.
Und kurz vorm Camp ist mir doch tatsächlich ein Lavendelfeld vor die Linse gekommen. Perfekt! Eine solche ländliche Exkursion lohnt sich immer wieder. Man bekommte
einen viel tieferen Eindruck von der Gegend die man gerade als Touri besucht.
Am Platz machten wir uns fertig für Abendessen. Bratkartoffel mit Spiegelei und
Spinat stand auf dem Speiseplan. Zum Nachtisch hatten wir noch Erdbeeren mit Joghurt
zu bieten.
Die allein reisende Dame aus Esslingen luden wir zu diesem üpigen
Mahl ein.
Wir genossen zusammen einen langen unterhaltsamen Abend. So sieht
Urlaub aus.














