44. Tag Vallon-Pont-d'Arc
Datum: 15.06.2026
Fahrt km: 33,1
Schritte: 10588
Wetter: sonnig, 32°
Unsere erste
Nacht am neuen Ort war sehr kühl.
Nach einer Tagestemperatur von 21° kühlte es
nachts auf 16° ab. Da zog man die Bettdecke aber gleich wieder ganz über den
Kopf. Kaum aufgestanden wärmte die Sonne die Luft sehr schnell auf. In
herrlicher Umgebung konnten wir vergnüglich unser erstes Frühstück einnehmen.
Und völlig ungewohnt musste ich sofort mein Fernglas aus dem Rucksack kruschteln.
Über uns kreisten in schwindelnder Höhe große Vögel. Nach Recherche im Internet
dürften es sich hierbei um Gänsegeier gehandelt haben.
Hier ist überhaupt Natur
pur. Unzählige Vogelarten in ganz unterschiedlichen Größen flattern ständig vor
unseren Augen.
Und auf der Wiese nebenan tummeln sich Schmetterlinge. Wir sind
in einem Naturparadies gelandet. Richtig euphorisch beobachteten wir dieses bunte
Treiben. Nach dem ausgedehnten Frühstück brachen wir zu einer Erkundungsfahrt
auf. Obwohl wir an der Ardèche schon mal waren kam
uns alles fremf vor. Als erstes besuchten wir das Städtchen „Vallon-Pont-d'Arc“.
Die gerade mal 2200 Einwohner große Gemeinde gefiel uns sehr gut. 
Wir bummelten
durch die schönen belebten Gassen und hörten tatsächlich ab und zu deutsche
Laute. Wir waren also doch nicht die einzigen deutschen Urlauber hier. Nach der
ersten Stippvisite machten wir uns auf den Weg zur Pont-d'Arc. Wir sind an ihr vorbeigefahren,
weil wir keinerlei Parkmöglichkeiten für unseren Bus sahen. Alle Parkplätze
hatten eine Höhenbeschränkung von 1,9m. Da trauten wir uns nicht rein. Ans
umkehren war bei dieser Straße nicht zu denken und so gings immer weiter hoch
hinauf.
Wir erreichten dann den „Col du Serre de Tourre“.
Hier hatten wir die
Möglichkeit zu parken und einen wunderbaren Blick auf die „Gorges de Ardèche“ zu
werfen. Der Pass ist gerade mal 323m hoch und wir haben das Gefühl im
Hochgebirge gelandet zu sein. So kommt man per Zufall zu so einem tollen Ausblick.
Jetzt konnten wir das Fahrzeug auch drehen und unternahmen einen weiter Versuch
an die berühmte Brücke zu kommen. Unten angekommen wagten wir die Zufahrt zu
einem diesen höhenbeschränkten Parkplätzen. Helga stieg aus und beobachtete wie
es um unser Dach stand. Mit anscheinend 1-2cm Luft drangen wir in den Parkplatz
ein. Geschafft. Ein sehr gut angelegter Wanderweg führte uns dann zur Brücke.
Alles
war wie erhofft
schön anzusehen. D
ie schöne Brücke, und die vielen schönen bunten
Kanus waren ein Augenschmaus. Badehose hatte ich natürlich zuhause vergessen
und so konnte ich nur mit den Füßen den Kontakt zur Ardèche herstellen. Der
2-stündige Aufenthalt war ein weiter Genuss an diesem Tag. So langsam kam auch
die frühere Orientierung wieder zurück. Auf dem Heimweg machten wir noch einen Einkaufshalt um unsere Wasservorräte zu vervollständigen. Denn bei 32° stellt
sich ein unbändiges Durstgefühl ein.
Mit Gemüsereis und Chipolata-Würstchen für mich
feierten wir einen gelungenen Einstand
bei unserem neuen Ziel. Und zudem schmeckt
der Rose Wein aus der Ardèche auch nicht schlecht. Auf jeden Fall freuen wir
uns auf die nächsten Tage hier. Aber zunächst einmal steht uns wieder eine sehr
kühle Nacht bevor.
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