Dienstag, 28. Mai 2024

Oristano

 

23.Tag:               Oristano

Tagesziel:           gemütlich rund um Oristano
Datum:              27.05.24
Km:                     17,9
Schritte:             ca.6000
Wetter:              bewölkt, meist sonnig, 25°

Mittlerweile sind wir ja schon 23 Tage unterwegs und unsere Nächte sind ein Traum. Tagsüber geht das Thermometer nicht über 25° hinaus und Nacht kühlt es sich runter auf 17°. Klimatische Bedingungen also die zwangsläufig zu einem ruhigen, gesunden und langen Schlaf geschaffen sind. Ein Trauklima bis jetzt. Das heutige Tagesprogramm ist sehr übersichtlich. Nach den letzten intensiven Tagestouren legen wird heute eine langsame Fahrt ein. Mit einem Spaziergang entlang der Küste zum Torre Grande genossen wir den schönen Blick übers Mittelmeer. Etliche menschliche Strandläufer taten etwas für ihre Gesundheit. Bei manchen wars auch sichtlich notwendig. Unser Ziel in Torre Grand war ein Obstverkaufsstand am Straßenrand. Wunderbare Tomaten, Pfirsiche und Kirschen wanderten in meinen Rucksack. Der anschließende Besuch in einer Bar obligatorisch. Allerdings konnte ich zu dieser Stunde zu dem Stück herrlicher Torte nicht nein sagen. Zurück am Platz genossen wir noch ein Mittagsschläfchen bevor wir uns nach Oristano aufmachten. Unsre erster Besuch dort galt dem Postamt. Leider war unser erwartetes Päckchen noch nicht angekommen. Die nette Dame vertröstete uns auf die nächsten zwei Tage. Danach besuchten wir neben dem Postamt befindlichen Billigshop. Ein Fußabstreifer für den Eingang unseres Küchenzeltes war die Ausbeute. Hernach bummelten wir gemütlich in das Zentrum von Oristano. Oristano hat ein hübsches zum Bummeln einladendes Stadtzentrum. Die Ladengeschäfte machten erst um 17 Uhr ihre Pforten auf und dazu fehlte halt noch ne halbe Stunde. Also besuchten wir die Cattedrale die Santa Maria a Assunta. Eine große Kirche mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen. Überhaupt scheint Oristano mal ein großes religiöses Zentrum gewesen zu sein. Die vielen mächtigen, zur Kirche gehörenden Gebäuden, hinterließen bei uns diesen Eindruck. Die geöffneten Ladengeschäfte erhellten die Gesichtszüge meiner Gattin. Passendes zum Einkauf fand sie allerdings nicht. Wir genossen in einer Bar noch einen Cappuccino und fuhren dann zurück zum Campingplatz. Gekocht wurde heute ein Blumenkohlcurry mit Basmatireis. Der Aufwand lohnte sich. Mit dem Geruch des Gerichts betörten wir sämtliche umliegenden Nachbarschaften. Allesamt machten sich kundig über dies leckere Gericht. Dieser erholsame Tag tat uns ganz gut. Mit einem Fußbad und der entsprechen Fußpflege setzten wir dem Tag einen schönen Schlusspunkt.




























chlusspunkt.

Montag, 27. Mai 2024

Santu Lussurgiu

 

22.Tag:               Santu Lussurgiu

Tagesziel:           Fahrt ins Landesinnere
Datum:              26.05.24
Km:                     125,7
Schritte:             10216 (6,9km)
Wetter:              blauer Himmel, gelegentlich ein Wölkchen, 25°

Sonntagszeit ist bei den Italiener All Mare Zeit. Und bei dieser tollen Wettervorhersage werden die Strände voll sei. Also fahren wir heute ins Landesinnere. Ausgewürfeltes Ziel ist das Städtchen Santu Lussurgiu. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging die Fahrt zunächst einige Kilometerweit auf der Autobahn in Richtung Cagliari. Dann zog sich der Weg die Berge hinauf zum 2000 Einwohner großen Dörfchen Santu Lussurgiu hoch. Um die 500m hoch liegt dieses Dorf.  Am Rande des Dorfzentrums konnte man sehr gut parken. Dann machten wir uns auf Entdeckungsreise. Wir schlenderten durch die alten engen Gassen. Die Häuser waren nicht alle bewohnt. An etlichen hängte das Verkaufsschild „Vendes“. Dort wo Blumentöpfe oder Kästen zu sehen waren war bewohnt. So ungefähr meine Regel. Entlang der gepflasterten Wege waren wunderschöne Fotos von einem Pferderennen- oder ereignis ausgestellt, Die Fotos stammen aus den 70.80-90ziger Jahren und das Ereignis heißt „Tradizione Equestre a Santu Lussurgio“. Auf diesen unbefestigten abfallenden Gassen zu reiten ist ja lebensgefährlich. Es war auf jeden Fall ein sehr attraktiver Spaziergang durch dieses Dörfchen. Weiter ging unsere Exkursion in den „Parco di San Leonardo di Siete Fuenta“. Im Mittelpunkt der Anlage die Chiesa di San Leonardo. Im Park tummelten sich etliche Familien die sich zum Picknick verabredet hatten. Hier war wirklich sardisches Flair spürbar. Außer uns zwei hatte sich kein Tourist in dies Gegend verirrt. Aber das wichtigste waren die 7 Brunnen. Das Wasser war sehr begehrt. In riesigen Behälter wurde das Wasser gesammelt und im Kofferraum der Autos verstaut. Ob es nur gesundes oder gar heiliges Wasser war konnten wir nicht klären. Helga bekam auf diesbezüglicher Nachfrage von einer freundlichen Italienerin zwei kleine gefüllte Wasserflaschen mit auf den Weg. „Sei gesund“. Getrunken wir aber erst zuhause um auf eventuelle Nebenwirkungen rechtzeitig reagieren zu können. Jetzt machten wir uns auf den Weg zurück zum Meer. Unser ausgewähltes Ziel hieß: S’Archittu. Leider machte mich unterwegs meine Frau auf ein Hinweisschild zu einer Kirche aufmerksam die wir spontan ansteuerten. Allerdings führte uns der Weg auf teilweise unbefestigten Straßen immer tiefer in eine uns unbekannte Gegend. Und siehe da, auf einmal stand ein sehr einsam wirkendes Kirchengebäude vor unseren Augen. Ringsum eine gestaltet Aufenthaltsanlage mit steinernen Bänken und Grillmöglichkeiten. Sah aber sehr verlassen aus. Diese Gegen hat schon mehr Zuspruch bekommen. Weshalb es so verlassen wurde war eigentlich nicht erklärbar. Aber dann gings weiter nach S’Archittu. Hier an diesem Strand war ebenfalls alles ziemlich italienisch. Touristen waren hier nicht unterwegs. Der durch Meer und Wind geformte Felsbogen ist hier die eigentliche Berühmtheit und wirklich schön anzusehen. Nach so vielen Tageseindrücken gings dann aber schnurstracks nach Hause. Füße hochlegen, Kaffeetrinken und das Abendessen vorbereiten war das einzige was wir jetzt noch wollten. Ein wunderbarer Entdeckungstag. Und unterwegs so gut wie keinen einzigen Touristen getroffen. Wunderbar.