Mittwoch, 26. Juni 2024

Ruhe vor der Heimfahrt

 

52.Tag:               Ruhe vor der Heimfahrt

Tagesziel:           keines
Datum:              25.06.24
Km:                     0
Schritte:             6865 (4;6 km
Wetter:              trocken bei 23°


Viel zu berichten gibt’s es über den heutigen Tag eigentlich nicht. Wir warten aufs Heimfahren. Die kühle Nacht sorgte natürlich für einen angenehmen Schlaf. Kurz nach dem Aufstehen war sogar eine Trainingshose und ein leichter Pullover von Nöten um sich wohl zu fühlen. Aber nach den ersten Sonnenstrahlen konnte man die schwere Kleidung wieder beiseite legen. Und eines war auch klar: Diese weißen Brötchen am Morgen dürften bald der Vergangenheit angehören. Wir freuen uns auf unser Müsli und auf die Brezeln daheim. Mit kleinen Platzspaziergängen und einem Bummel durch das kleine Örtchen Santa Lucia vertrieben wir uns vergnüglich die Zeit. Während die anderen Urlauber an den Strand strömten genossen wir an der Bar noch einige Getränke.
Die ersten kleine Aufräumarbeiten konnten wir auch schon in Angriff nehmen. Aber das richtige Zusammenräumen überlassen wir dem morgigen Tag. Etlichen Campern haben wir noch ein paar wichtige Hinweise für ihre Reise geben können ansonsten war es ein etwas langweiliger Tag. Beindruckt waren wir lediglich von einem Schweizer Fahrradtour Pärchen. Sie radelten von Portugal kommend mit bis jetzt 2000 km in den Sätteln nach Sardinien. Alles ohne E-Antrieb. Vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen. Das Wetter hatte sie nach Sardinien getrieben. Wie die weitere Planung ihrer Reise stattfindet konnten wir leider noch nicht klären. Sie mussten ja irgendwann mal ihr Zelt aufschlagen. Das Abendessen nahmen wir im Restaurant zu uns. Und wir ließen den Tag einfach ohne größeres Aufsehen auslaufen und freuen uns mächtig auf die Rückfahrt.

Dienstag, 25. Juni 2024

Regenpause

 

51.Tag:               Regenpause

Tagesziel:           es läuft gemütlich
Datum:              24.06.24
Km:                     0
Schritte:             2705 (1,8km)
Wetter:              am vormittags wechselhaft, ab Mittag regnerisch. 25°

Eigentlich gabs heute die erste Wettervorhersage die uns nicht gefiel. Es war von Regen und sogar von Unwetter die Rede. Aber der Tag begann normal mit Sonnenschein und wir konnten gemütlich vorm Bus sitzend unser Frühstück zelebrieren. Nebenbei wurden alle vorbeigehende Camper mit einem herzlichen „Buongiorno“ begrüßt. Mittlerweile ist die Anzahl der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Camper stark angewachsen aber alle freuten sich über den italienischen Gruß. Danach gabs einen langen Spaziergang durch den feinen Sand am Strand. Mit meinen Clocks im Wasser laufend genoss ich nochmal das frische Meerwasser. Eine übersehene große Welle erwischte mich knallhart und ich stand in patsch nassen Hosen da. Also zurück zum Umkleiden. Die Sonnenstunden wurden noch genutzt die Hose wieder trocken zu bekommen. Gemütlich machten es wir uns hier am Platz. Das ein oder andere Gespräch mit jungen Familien und ihren Kindern brachten nette Erkenntnisse. Ein junger Schweizer Mann wollte wissen, ob wir beide oben im Bus schliefen. Als wir dies bejahten stellte er mit einem großen Fragezeichen im Gesicht die Frage: „ob wir überhaupt da noch hochkämen“? Mit einem Lächeln beantworteten wir diese Frage. Die Wolken wurden immer dichter und der prognostizierte Regen setzte pünktlich ein. Weil es kühler wurde zogen wir uns ins Businnere zurück. Am Wetterradar verfolgte ich die weitere Entwicklung. Ab 18.30 Uhr konnten wir uns wieder ins Freie wagen und lecker zu Abend essen. Für Neuankömmlingen hatten wir noch einige nützlich Tipps parat die gerne angenommen wurden. An der Bar gabs noch einen Abschlusskaffe und dann zogen wir uns zur Nachtruhe zurück. So gemütlich kann ein Tag auch sein.











Montag, 24. Juni 2024

Küstenwanderung

 

50.Tag:               Küstenwanderung

Tagesziel:           Laufen mit Genuss
Datum:              23.06.24
Km:                     0
Schritte:             11683 (7,9 km)
Wetter:              bewölkt bei 27°

Wieder haben sich mal ein paar Regentropfen auf das Busdach verirrt. Mehr wie eine Handvoll wars jedenfalls nicht. Und dann war regentechnisch wieder alles erledigt. Was nahezu bei allen Campingplätzen am Morgen nervt ist die Toilettenreinigung. Jeden Morgen gegen 8.00 Uhr versperren zwei gekreuzte Besenstiele den Zugang zu diesem wichtigsten Örtchen. Wenn diese Arbeite auf 10 Uhr verschoben würden wäre vielen Campern am Morgen geholfen. Weil wir uns ja im Reiseauslaufprogramm befinden mussten wir uns ja eine Tagesaufgabe erst überlegen. Eine gemütliche Küstenwanderung kam uns in den Sinn. Wir wanderten weg von dem feinen Sandstrand in Richtung Capo Comino. Hier gabs eine felsige Küstenlandschaft. Gelegentliche Kiesabschnitte konnten sehr wohl für einen Badeaufenthalt genutzt werden. Hier waren nur wenige Personen unterwegs. Entlang dieses Küstenstreifens hatte sich ein riesiger Pinienwald angesiedelt. Aufgestellte Mülleimer zeigten an, dass Picknick an den Steintischen durchaus erwünscht war. Italienische Familien fuhren über etwas unbefestigtes Geländer direkt zu den Tischen. Zogen eine Tischdecke auf  und machten es sich bequem. Sie hatten alles was man so zum Leben braucht dabei. Der Strand an dem unsere Wanderung entlang führte hieß „Spiaggia del Confetti“. An den einsamen Küstenabschnitten versuchten Angler mit ihren Ruten ihr Glück. Außer ein paar Spaziergängern war hier eine himmlische Ruhe anzutreffen. Nach mehr als 1,5 Stunden kehrten wir um und machten uns auf den Rückweg. Zurück in Santa Lucia suchten wir eine Eisdiele auf und machten es auf einer Bank mit Blick auf das Meer gemütlich. Die Sonne hatte sich nun mehrheitlich durchgesetzt so dass ein Bad im Pool die nächste Tagesaufgabe war. Nach dem gemütlichen Nachmittagskaffee konnten wir schon die ersten Vorbereitungen fürs Abendmenü in Angriff nehmen. Es gab mal wieder große sardische Zwiebeln in dicke Scheiben geschnitten. Sie wurden dann in Olivenöl angebraten und mit etwas Honig karamellisiert. Dazu gabs noch ein extra gegrilltes Gemüse mit Fleischspieß für den Herrn und Fetakäse für die Dame. Wer bei diesem Mahl nicht zunimmt ist selber schuld. So langsam fieberte ich dem Fußballspiel Schweiz gegen Deutschland entgegen. In der entfernten Bar hörte ich die Schweizer Fans beim Torschuss jubeln während ich aufgeregt in meine Kiste im Bus schaute. Es gab ja noch ein verdientes Happyend. Mit dem Unentschieden kann ich gut leben und vor allen unaufgeregt einschlafen. Ein Telefonat von Andreas am Nachmittag brachte keine gute Nachricht. Er informierte uns darüber, dass wir für die heimfahrt eine andere Route wählen müssen. Der Bernardino-Pass sei wegen Unwetterschäden gesperrt. Wahrlich, keine gute Nachricht.