Dienstag, 27. Juni 2023

Belvedere du Mont du Chat

57.Tag:               Belvedere du Mont du Chat

Tagesziel:           Höhenwanderung
Datum:              26.06.2023
Km:                     0 km
Schritte:             10405
Wetter:              sonnig, dann leicht bewölkt, 31°


Seeblick

Heute wollen den Lac du Bourget so richtig von oben sehen. Wie üblich haben wir unseren Vesperrucksack gepackt und somit eine vergnügliche Rast gesichert. Denn ohne Baguette, französischen Käse und zwei Flaschen Wasser im Gepäck läuft bei unseren Wanderungen eh nichts mehr. 

 

mit Mont Blanc

Weit war die Fahrt zu unserem Belvedere aber nicht. Gerade mal 14 km weit weg war der zu anfahrende Parkplatz.

Molard Noir

Aber auf diesen paar Kilometern galt es 1300 Höhenmeter zu erklimmen. Und die hatten es in sich. Auf enger Bergstraße gings nach oben. Das tiefe Schnaufen meiner Gattin machte mich darauf aufmerksam, dass hier keine Erholungsfahrt stattfand. Etliche Radler mühten sich ebenfalls den steilen Berg hinauf. Bei durchschnittlicher 10% Steigung sicher kein Zuckerlecken.

Ährige Teufelskralle

Aber oben angekommen wurden wir für die etwas aufregende Fahrt voll belohnt: Ein herrlicher Blick hinab zum See und ein Rundblick über eine großartige Bergwelt. Selbst der Mont Blanc war im Profil zu erkennen. Am Bergrestaurant wurden bereits Vorkehrungen für den Mittagstisch getroffen und die ersten Radler suchten nach einem strapaziösen Aufstieg in der Kneipe Erholung. In 1504 m Höhe nahmen wir unsre kleine Bergwanderung in Angriff. Etliche Wanderfreunde waren hier schon unterwegs. Das Belvedere scheint ein sehr beliebter Treffpunkt zu sein. Durch einen neu angelegten Klettergarten führte uns der steinige Weg zur Ausblicks Plattform „Molard Noir“.

Unsere Berghütte

In luftiger Höhe konnten wir hier den Ausblick nach allen Seiten genießen. Bei der Rückwanderung legten wir eine Rast ein und verzehrten unser mitgenommenes Baguette vollständig mit Genuss. Zur Heimfahrt wählten wir eine etwas gemächlichere Route. Wir besuchten noch den Lac d`Aiguebelette. Ein schöner mittelgroßer See in den Bergen. Das grün schimmernde Wasser machte auf eine bestimmte Temperatur aufmerksam. Etliche Campingplätze waren um den See angelegt. Aber diese Einsamkeit war glaube ich nicht ganz unser Fall.

La d`Aiguebelette

Über den Autobahntunnel fuhren wir zurück in Richtung Lac du Bourget. Wie üblich nahmen wir nach dem ersten Kaffee eine Abkühlung im See. Das erfrischende Bad brachte alle verlorenen Lebensgeister wieder zurück. Viel Aufwand gabs fürs Abendessen nicht. Die Reste von gestern waren angesagt. Ein letzter Spaziergang zum Ufer beschloss den Tag. Hier tauschten wir mit Leuten aus dem Schwarzwald noch etliche Campererfahrungen aus und holten uns bereits Anregungen für die nächste Reise. So läuft das halt unter Campern.

 











 

Montag, 26. Juni 2023

Rundwanderung zum Chateau Bourdeau

55.Tag:               Chateau Bourdeau

Tagesziel:           Rundwanderung
Datum:              25.06.2023
Km:                     0 km
Schritte:             20206
Wetter:              sonnig, sehr heiß, 32°

Küstenwanderweg

Heute war eine Rundwanderung in den Savoyen angesagt.

Ziel in der Ferne

Das Wanderprogramm von Outdooractive machte einen entsprechenden Vorschlag. Mit viel Wasser und einem großen Vesperbeutel bewaffnet machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg. Die Route führte zunächst entlang der Küste des Lac de Bourget. Der Lac ist Übrigens der größte natürliche Binnensee Frankreichs. Ein bisschen Bildung hatte ich mir im Vorfeld schon angelesen. Viel los war um die Uhrzeit noch nicht am Ufer. Aber die ersten Stand Up Paddling Freunde pumpten ihre Boards auf.

Chateau Bourdeau

Viele Radler waren bereits unterwegs. Nach ungefähr 2,5 km hörte der schöne Wanderweg auf und wir mussten auf der Straße weiterlaufen. Dieser Teil des hochoffiziellen Wanderweges war sehr unangenehm zu laufen. Man musste sowohl auf die vielen Radler wie auf die fahrenden Autos achten. Der Weg stieg stetig  an bis wir endlich Bourdeau erreichten. Immer wieder gab die Straße einen wunderschönen Blick auf den See frei. Das Chateau war schnell gefunden.

Wanderweg

Es stand mächtig eindrucksvoll an der Felsenwand hin zum See. Leider war es wegen umbauarbeiten geschlossen. Die kleine Kirche am Wegesrand besuchten wir auch noch. Dann ging der Wanderweg abseits der Straße weiter. Der Sentier des Mines führte uns weiter den Berg hinauf. Jetzt hatten wir einen wunderschönen Wanderweg erreicht. Der Wald spendete einen schönen Schatten. Im leichten bergauf und bergab ging der Weg zurück in das Städtchen Le Bourget du Lac. An einem schönen Schattenplatz machten wir Unterwegs eine Vesperpause. Währen des ganzen Weges zurück begegneten wir nicht einen Menschen. Nach dem langen Marsch wollten wir in Le Bourget du Lac sofort eine Kneipe aussuchen um unsern Durst zu löschen. Aber es hatte nicht ein einziges Lokal geöffnet. Eine totale Sonntagsruhe war hier angesagt. Tapfer liefen wir in der großen Hitze weiter. Am Campingplatz nahmen wir sofort am Terrassenrestaurant Platz und gönnten uns eine kalte Cola. Danach war unser erstes bad im See fällig. Diese Erholung tat uns wirklich gut. Bis auf den unteren Seeweg war es eine sehr schöne Wanderung.  Am Abend lernten wir noch ein Ehepaar kennen, dass im Sitztandem unterwegs war. Von Backnang über die Provence bis hier zum Lac waren sie bereits unterwegs. Am Tag machen sie bis zu 170 km. Vor diesem Rentnerehepaar kann man nur den Hut ziehen. Und schon wieder neigte sich ein wunderschöner Reisetag dem Ende zu

 









Sonntag, 25. Juni 2023

Le Bourget du Lac

55.Tag:               Le Bourget du Lac

Tagesziel:           Orientierung
Datum:              24.06.2023
Km:                     19km
Schritte:             11696
Wetter:              sonnig, 27°

Le Bourget du Lac

Die Zeiten der ruhigen und halbleeren Campingplätze ist wohl vorbei. Am heutigen Samstag füllte sich der gesamte Platz. Da hatten wir wohl noch Glück unser Plätzchen zu erhaschen. Schön sind hier die kurzen Wege. Ein Bäcker, eine Wirtschaft und der Badestrand sind vor Ort. Also, nicht wie hin zum Baguette. Gerade noch 5 Baguettes waren da. Wir haben wohl etwas zu lang geschlafen. Aber alles ging gut und das Frühstück war gesichert. Danach machten wir uns auf den Weg die Umgebung etwas näher kennenzulernen. Vorbei an den Bootsanlegestellen gings in Richtung Stadtmitte. Am öffentlichen Strandbad trauten wir unseren Augen nicht. Am Kartenhäuschen hatte sich eine riesige Warteschlange gebildet. Alle wollten wohl ins kühle Nass. Nach einiger Zeit schafften wir den Weg in die Stadtmitte. Der Besuch im Tourismuszentrum war allerdings nicht sehr ergiebig. Andere Prospekte wie auf dem Campingplatz gabs hier nicht. In einem kleinen Laden erwarben wir noch Kartoffel, Trauben und Erdbeeren. Ein kleiner Besuch in der Kirche am Wegesrand schadete auch nicht. Auf dem Rückweg wurden wir auf das Chateau Thomas II hingewiesen. Neugierig folgten Wir dem Hinweisschild und standen dann vor einem verschlossenen großen Eisentor. Dahinter befand sich das verfallene Chateau. Der Weg führte weiter zu einer Observation Stelle für Wasservögel und mehr. Von dieser Stelle aus hatte man einen guten Blick in das Naturschutzgebiet. Der Weg dorthin war aber durch viele vom Sturm gefällte Bäume belastet. Hier hat ein Sturm ordentliche Arbeit geleistet. Zurück am Platz wurden Kartoffeln gekocht. Heute Abend gibt es Bratkartoffel mit Spiegelei und Spinat und dazu war diese Vorbereitung nötig.

Chateau Thomas II

Ein kleiner sanfter Mittagsschlaf war auch noch drin. Danach gings mit dem Bus auf eine kleine Erkundungstour.

Obsevation des Aigrettes

Die größeren Einkaufsmöglichkeiten wurden mal erkundet und wir schafften es tatsächlich einen ordentlichen Spinat aufzutreiben. Am Platz zurück konnten wir uns von dem ständigen Campingzuzug ein Bild machen. Die größeren französischen Familien zogen hier nicht nur für ein paar Tage ein. Küchenzelte wurden aufgeschlagen und riesige Kühlschränke platziert.

Naturschutzgebiet

Die Saison hat definitiv begonnen. Auf der Terrassenwirtschaft war am Abend jeder Platz belegt. Jetzt hatten wir zum ersten Male einen lebendigen Campingplatz. Und das ist auch schön.