Sonntag, 26. Juni 2022

Adios Spanien

56. Tag               Adios Spanien
Datum:               25. Juni 2022
Tagesziel:           kleine Ausfahrten
Km:                     32
Schritte:             5871
HM:                    
Wetter:              sonnig, schwül  bis 27°,

 

Adios Spain

Heute hat der letzte Urlaubstag in Spanien begonnen.

Basilka Virgen de la Pena

So langsam arbeiten wir uns der Heimat zu. Der prognostizierte Regen in den nächsten Tagen war ein triftiger Grund die Weiterreise schon jetzt in Angriff zu nehmen. Aber heute wollten wir zunächst einer Burgruine, die wir immer bloß von weitem gesehen haben, unseren Besuch abstatten. Also brachen wir gleich nach einem gemütlichen Frühstück auf in das 15km entfernte Örtchen Perarrua. Über eine alte Steinbrücke war das Örtchen gut zu erreichen. Die große Ruina „Ermita San Martin del Mon“ thronte gut sichtbar hoch über unseren Köpfen. Aber eine Straße hoch zur Ruina war leider Fehlanzeige. Auf eine 7 km lange Wanderung rauf zu der Ruine hatten wir aber absolut keine Lust. Also begruben wir unseren Besuchsplan und wendeten uns sofort einer neuen Aufgabe zu. Die Basilika „Virgen de la Pena“ in Graus war jetzt unser erklärtes Ziel. In Graus selbst war heute viel Betrieb. Der Samstagmorgen scheint großer Einkaufstag zu sein. In der Nähe der Stadtkirche fanden wir noch ein freies Plätzchen für unseren Bus. Die mächtige Wallfahrtskirche thront an einer Felswand geklebt über dem Städtchen Graus. Wir schlenderten ohne Eile zur Basilika. Viele Touristen hatten sich hierher noch nicht verirrt. Der Eintritt in die Basilika war frei nur fürs Museum wurde Eintritt verlangt. Der interessante Komplex war hervorragend renoviert und hätte eigentlich mehr Besucher verdient. Hoch über dem Komplex auf einen ausgesetzten Felsen thronte noch eine mächtige Christusstatue. Den mühsamen Weg dort hinauf durfte ich alleine unternehmen.

über den Dächern
Puente de Abajo

Von oben hatte man natürlich einen sensationellen Blick über die Stadt und die Landschaft. Schon allein dieser war die Mühe des Aufstiegs wert. Zurück an der Basilika und bei Helga machten wir uns auf den Rückweg. Wir genossen bei diesem Herrlichen aber etwas schwülen Wetter noch das Wasser im Pool bevor wir die ersten Handgriffe fürs Aufbrechen in Angriff nahmen. Ziel war wie immer, alles trocken ins Auto bringen was uns ja auch gelang. Zum Abendessen holten wir uns noch eine „Pizza to Go“ und machten danach noch eine letzte Platzrunde. An der Bar am Seestrand gönnten wir uns ein Glas Sangria. Ungerne sagen wir diesem schönem Campingplatz Adios. Aber so wird es sein.

 












Samstag, 25. Juni 2022

Parque Posets-Maladeta

55. Tag               Valle de Benasque
Datum:               24. Juni 2022
Tagesziel:           kleine Bergwanderung
Km:                     130
Schritte:             24066
HM:                     430
Wetter:              sonnig, bis 24°,

 

Parque Posets-Maladeta

Heute statten wir dem Valle de Benasque unseren Besuch ab. Aus diesem Anlass trieb es uns recht zeitig aus den Federn.

Startplatz

Nur Kaffee wurde gebraut um möglichst bald die Fahrt ins Tal anzutreten. Das Wetter machte ja einen verheißungsvollen Eindruck. Kein Wölkchen war am Himmel zu erspähen. Die vor uns liegenden 65 km sollten möglichst früh am Morgen bezwungen sein.

Benasque

Ungefrühstückt mit etwas Kaffee im Magen gings auf die Fahrt.

Wanderweg

Entlang des Rio Esera führte die Straße bis nach Benasque. Unterwegs wollten wir frisches Baquetts einkaufen um bei der Ankuft eine Startvesper hinzulegen. Aber alle Mercato am Wegesrand hatten umdiese Uhrzeit noch keine Lust Kunden zu empfangen.

Cerler

So langsam stieg die Straße hoch zu dem 1400m hochgelegenen Ort. Und die seitlichen steilen Felswände drohten mit Spannung.

Schigebiet Cerler

Allein waren wir jedenfalls nicht auf der Straße, Vor allem ein paar Schwerlaster fuhren offenbar mit gleichem Ziel die Strecke, Im Rückspiegel beobachtete ich einen beladenen Autotransporter der einen normalen PKW gerade zu überholen versuchte. Und dies auf einer normalen Landesstrasse mit Gegenverkehr. Ich erhöhte darauf hin meine vorgeschriebene Geschwindigkeit um diesen Transporter etwas abzuhängen. Gelang mir nur stellenweise. Jetzt kamen wir in einen 16 km langen Baustellen abschnitt. Entlang steiler Felswände wir die Trassenführung der Strasse verändert. Eine recht spannende und enge Fahrt an Felsen vorbei war die Folge.

Zürkenbund-Lilie

Endlich erreichten wir ein prächtiges Hochtal.

Cascade

Die vielen Berggipfel ringsum luden sofort zum Wandern ein. Einen Parkplatz fanden wir am Ende des Dorfes. Wir hatten nur ein paar Meter bis zum Mercado zu laufen um ein Baguette einzukaufen. Die ausgestellten Croissants dufteten so gut, dass wir uns entschlossen davon zwei Stück mitzunehmen. Leider war der Verkäufer anderer Meinung. Zwei gibt’s es nicht. Entweder 5 oder gar keine. Wir schauten uns blöde an und kauften fünf im Glauben jetzt ein Vermögen ausgeben zu müssen.

Wiesen-Bocksbart

Weit gefehlt. 1,45€ knöpfte er uns für diese Dinger ab.

seltsamer Grabstein

Am Bus zurück genossen wir Croissant köstlichster Art. Kaffee war ja noch in der mitgebrachten Kanne und so hatten wir hier im Dorf einen sehr guten Start. Danach gings ab in die Berge. 420 HM mussten wir überwinden um nach Aramaon Cerler zu kommen.

Hier war das Schigebiet von Benasque. Banasque selbst hat ja 2100 Einwohner. Aber die vielen verschlossenen Rollläden an den Fenstern ließen auf einen mächtigen Sommer oder Winterbesuch von Gästen schließen. Das gleiche galt auch für das Schidorf Cerler. Alles war bestens gebaut. Ansehnlich war hier Alt und Neu miteinander verbunden.

Einkehr

Ein richtig schmuckes Schidörfchen und eine richtig schönes großes Dörfchen Banasque. Die Wanderung selbst führte durch herrliche Wiesen und Felsen. Alles gut begehbar. Die 17 km lange Wanderung machte mächtig Spaß und wir kamen doch dieser langen Wegstrecke gut gelaunt nach Benasque zurück. Nach einem Aufenthalt an einer Bar setzten wir zur Rückreise an. Wieder spannend entlang der Felswände und dem Bezwingen der Baustellen gings hinab ins Tal. Den ganzen Tag hatten wir keinen Deutschen und keinen Holländer gesehen. Und es ist uns während der ganzen Fahrt kein ausländisches Nummernschild aufgefallen. Nur Spanier und wir waren hier unterwegs. Zurück am Camp musste wir unzählige Neuankömmlinge feststellen. Spanisches Wochenende war wieder mal angesagt. Richtig lebendig ist es auf einmal an diesem Campingplatz. Wir stärkten uns noch mit einem Spaghettigericht um dann bei Einbruch der Dunkelheit doch ziemlich müde in das Bett zu fallen