Samstag, 9. Mai 2026

Castello di Rivoli

 

6. Tag                               Castello di Rivoli

Datum:                            08.05.2026

Fahrt km:                        129

Schritte:                          6030

Wetter:                            Regen, beinahe den ganzen Tag

 

Für den heutigen Tag waren zwei Dinge angesagt: Besuch des Castello in Rivoli und der etwas weiter entfernte „Sacra di San Michele. Also, ein fußschonendes Tagesprogramm. Und dann wacht man auf und es regnet. Das Wetter hat noch nicht kapiert, dass wir auf Sommerreise sind und hat sich auf unsere Bedürfnisse überhaupt nicht eingestellt. „Bockt manchmal“. Nach kurzer Überlegung beim Frühstück im Businneren haben wir uns für den Ausflug entschieden. Von unserer Freundin Elena kam der Hinweis, wenn ihr schon zum „Sacra di San Michele“ reist dann besucht doch auf den Weg dorthin das „Castello in Rivoli“. Gesagt, getan. Wir machten uns bei diesem nassen unfreundlichen Wetter auf den Weg. Unser TOMTOM führte uns in das Städtchen Rivoli. Städtchen? Rivoli hat 50000 Einwohner und ist damit größer als Kirchheim. Kein kleines Städtchen wie wir dachten sondern eine richtig große lebendige Stadt. Das Castello hatten wir schnell gefunden. Von einem großen Parkplatz aus erreichten wir das Gebäude mit Regenschirm bewaffnet sehr schnell. Ein voll renoviertes Gebäude war zu sehen und keine verfallene ehemalige Residenz der Savoyen. Beinahe ehrfurchtsvoll betraten wir das Innere. Wir waren im Castello die Rivoli gelandet einem „Museo d’Arte Contemporanea“ einem Museum für zeitgenössische Kunst. Schnell lösten wir das Ticket und begannen die Ausstellung zu besuchen. In den großen historischen und auf feinsten restaurierten Räumen hatten wir ein tolles Besuchserlebnis. Über drei riesige Stockwerke zog sich die Ausstellung. Und die Ausstellung war zudem gut besucht. Viele Gruppen mit entsprechender Führung waren hier anzutreffen. Zum Abschluss unseres Rundganges besuchten wir noch das feine Cafe im Castello. Hochzufrieden mit diesem Erlebnis machten wir uns, bei immer noch Regen, auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Schnell wurde ins TOMTOM „San Michele bei Turin“ eingepflegt und los ging die Reise. Nach der 40 km weiten Reise kamen wir in San Michele an. Aber von einem Kloster hoch auf einem Berg war nichts zu sehen. Wir waren im falschen „San Michele“ gelandet. Hätten wir „Sacre di San Michele“ eingegeben wäre uns die weite Fahrt erspart geblieben. Unser Reiseneugierde war weg und wir machten uns auf die Heimreise. Einzig positiver Effekt der Reise war, dass wir für 1,91€/L Diesel eine sehr günstige Tankstelle gefunden hatten. Und an der Stelle dieser Welt regnete es nicht mehr. Auf dem Nachhauseweg kauften wir noch ein paar Lebensmittel ein um dann wieder im Camp zu landen. 
Hier hatte es den ganzen Tag durchgeregnet und der Boden war entsprechen weich. Es hatte inzwischen aufgehört zu regnen und erste Sonnenstrahlen machten den Tag freundlicher. Bloß gut, dass wir im Castello di Rivoli waren sonst hätten wir über diesen Tag nichts gutes berichten können. Zum Abendessen gabs das Aufgewärmte von Gestern allerdings mit einem Schluck Rotwein. ES war ein erlebnisreicher Tag den wir nicht so schnell vergessen werden.





















Freitag, 8. Mai 2026

Mole Antonelliana

 

5. Tag                              Turin 4

Datum:                            07.05.2026

Fahrt km:                        ÖPNV

Schritte:                          8512

Wetter:                            meist sonnig, manchmal leicht bewölkt bis 22°

 

Die Zeit beginnt schon wieder zu rasen. Eigentlich ist es ein gutes Zeichen. Uns ist es nicht langweilig. Und heute Früh konnten wir bei schönem Wetter sogar draußen frühstücken. Baquet und Croissant schmecken bei solchen Verhältnissen gleich wesentlich besser. Um 10 Uhr wird uns das Shuttle wieder aufnehmen und zur Bushaltestelle bringen. Aber bis dahin haben wir noch etwas Zeit. Unser Tagesplan sieht einen weiteren Besuch von Turin vor. Und wenn ich auf den Stadtplan schaue gibt es da noch etliche Punkte die zu besuchen wären. Pünktlich um 10 Uhr standen wir an der Rezeption zur Abfahrt bereit. Etliche neue Camper waren ebenfalls am Transport interessiert. Wir konnten den Neulingen sofort einige wichtige Tipps geben die sie natürlich dankbar aufnahmen. Der Linienbus musste sogar wegen einer Tagesbaustelle einen anderen Weg nehmen und wir stiegen an einer uns unbekannten Haltestelle aus. Sofort war eine Unruhe da. Wo ist unsere Haltestelle für die Rückfahrt? Geduldig erklärten wir, wo sich die Haltestelle für die Rückfahrt befindet. Nach anfänglich gelegter Unruhe ging dann jeder seines Weges. Und wir machten uns auf den Weg zum Dom. Zur „Cattedrale di SanGiovanni Battista“ wie der Dom eigentlich heißt.  Heute standen wir vor keiner verschlossenen Tür wie beim letzten Mal und wir konnten uns die Kirche anschauen. Groß und mächtig ist sie ja aber besonders prächtig ist sie nicht. Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Der eigentliche Schatz dieses Domes befindet sich in der angrenzenden Kapelle, in der sich das berühmte Turiner Grabtuch befindet. Nach der ausgiebigen Besichtigung dieses Bauwerkes schlenderten wir weiter in Richtung Po zur „Mole Antoniella“. Vorbei an etlichen historischen Gebäuden und Denkmälern führte uns der Weg. Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir der Turiner Oper. Man durfte zwar nicht hinein aber die aufwendige Eingangsgestaltung des Hauses beeindruckte uns doch gewaltig. Je näher wir der Mole kamen umso lauter wurde es. Zig Schulklassen waren ebenfalls auf dem Weg zur Mole. Und dies nicht gerade lautlos. An der Mole selbst mussten wir uns durch die Schulklassen zum Eintritt durchkämpfen. Wir wollte ja unbedingt das Filmmuseum besichtigen. Und tatsächlich bekamen wir sogar noch Einlass. Für den Aufzug in die Höhe allerdings nicht. Das Museum selbst war natürlich ein absolutes Highlight. Wir genossen die berühmten Filmausschnitte und das gezeigte Equipment mit vollen Zügen. Ein tolles und toll gestaltetes Museum. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. Auch wenn die Füße von Helga mittlerweile sehr weh taten. Danach machten wir uns durch viele Arkaden hindurch auf den Rückweg. Kurze gehaltvolle Halts inbegriffen. Um 17.30 Uhr fanden wir uns wieder wohlbehalten auf unsrem Campingplatz ein. Aber jetzt musste noch das Abendessen zubereitet werden. „Maccheroni al Ferretto“, eine italienische Supernudelspezialität, mit PiIlzsoße und leckeren Tomatensalat stand auf dem Speiseplan. Und ich sage Euch, es war eine Bombe in jeglicher Hinsicht. Über Kalorien spreche ich Heute nicht. Ein toller Tag wars, wenn auch sehr anstrengend.