Sonntag, 2. Juni 2024

Isola di Sant Antioco

 

28.Tag:              

Tagesziel:           Entlang der Küste zur Insel und über die Berge zurück
Datum:              01.06.24
Km:                     167,6
Schritte:             6176(4,1km)
Wetter:              bedeckt, aber besser als gemeldet, 25°

Heute Nacht gab es ein paar ungewohnte Töne. Regentropfen klopften auf unser Busdach. Aber die Menge war verschwindent gering. Dagegen sind die Nachrichten aus der Heimat besorgniserregend. Überall Hochwasser. Und die übermittelten Videos zeigen Wassermengen in bisher nicht bekannter Menge. Hoffentlich ist dieser Schlamassel bald vorüber. Diese regnerische Sorge haben wir hier nicht. Die Prognosen für die kommende Woche stehen auf Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Heute haben wir uns vorgenommen die „Isola di Sant Antioco“ zu besuchen. Schon die Fahrt an der Küste entlang dorthin war ein Augenschmaus. Mehrmals mussten wir zum Fototermin anhalten. Buchten mit karibischem Flair sorgten für helles entzücken. Einfach wie gemalt. Die 61km lange Fahrt zog sich ganz schön in die Länge. Kurvenreich bergauf und bergab war der Straßenverlauf. Verkehr war absolut gering. So gegen 12 Uhr erreichten wir die Insel. In der 11000 Einwohner großen Stadt Antioco war aber richtig was los. Autos ohne Ende. Parkmöglichkeit keine. Und viele Menschen waren quirlig unterwegs. Bei der Basilika di S.Antioco ergatterten wir einen Parkplatz. Eigentlich war der Parkplatz nur für 30 Minuti zum Halten gedacht aber diese Anweisung sahenwir erst später bei der Rückkehr vom Rundgang. Auf jeden Fall ein lebhaftes Städtchen mit viel italienischen Flair. Allerdings war die Basilica „S.Antioco“, die „zona archeologica“ und die Burg „Forte Su Pisu“ geschlossen. Nach den Öffnungszeiten müssten alle offen haben. Na ja, dann schauten wir uns alles von außen an. Dafür stand an der Basilica eine wunderschöne Bar die unsren Besuch regelrecht erwartete. Anschließend begaben wir uns auf die Rundfahrt um die Insel. Unsere erste Station war der Bootshafen in Calasetta. Das Städtchen befindet sich an der äußersten nordwestlichen Spitze der Insel. Weiter ging die Fahrt an Steilküste. Hier wurde die Straße viel enger und Verkehr gabs so gut wie keinen. Nur ein paar waghalsige Touristen verirrten sich hierher. Aber schöne Blicke über eine raue hohe Felsenküste waren der Lohn. Natürlich stand dort einsam und verlassen ein deutsches Wohnmobil. Weiter ging die Fahrt zur „Cala Seniora“. Die befestigte Straße wurde dann von einem felsigen Feldweg abgelöst. 100m weiter gabs dann wieder eine befestigte Straße. Aber an der Cala selbst konnte man sein Auto einigermaßen geschickt abstellen. Hier war eine großartige felsige Meeresbucht zu sehen. Hinab gings über einen steilen felsigen Pfad. Nach dieser Besichtigung folgte wenige 100m weiter die Cala Sapone. Eine felsige Meeresbucht mit Sandstrand und flachem Zugang zum Wasser. Hier war bereits wieder mehr Touristik zu spüren. Die Straßenverhältnisse waren auf dieser Seite der Insel wesentlich besser. Hier war auch ein Campingplatz angesiedelt und mehrere Touristenhäuser luden zum Urlaub ein. Nach so vielen Eindrücken hatten wir nur noch Lust auf die Heimfahrt. Unterwegs machten wir noch bei einem Verkaufsstand am Straßenrand halt um uns mit heimischen Obst, Gemüse und Wein einzudecken. Den schönen Ausflug schlossen wir gemütlich mit selbstgemachten Tomaten Mozzarella ab. Am Platz selbst hat sich viel getan. Viele Wochendurlauber waren angereist. Mit Kind, Kegel und Freunden wurde der Platz heftigst belebt. Diese Entwicklung gefiel uns gut.

































Samstag, 1. Juni 2024

Rund um Chia

 

27.Tag:               Rund um Chia

Tagesziel:           Ankommen und auf ein Neues eingewöhnen
Datum:              31.05,24
Km:                     13
Schritte:             >6000
Wetter:              zunächst bedeckt, dann leicht wolkig bis 24°

Der lange gestrige Reisetag steckt noch in den Knochen. Trotz einer guten und ruhigen Nachtruhe fühlt man sich etwas gerädert. Also, alles 4 Gänge zurück und gemächlich in den Tag starten. So haben wir‘s auch gemacht. Allerdings war eine volle Industriewaschmaschine schon mit unserer Dreckwäsche beschäftigt. Beim Frühstück wurden dann die ersten Pläne für den Tag erörtert. Die volle Wäscheleine an der Seite bescherte uns ein richtige kleine Campernest. Wie gemütlich. Passte zum Tag. Der kleine Market am Platz hatte ja noch keine Saison. Würde erst am 1.Juni eröffnet. Die nächstgelegene Einkaufstelle war mit dem Fahrrad zwar gut zu erreichen aber ich hatte noch keine Lust mich zu bewegen. Also haben wir übrig gebliebene Brötchen geröstet und mit Genuss vertilgt. Nach einem langen Frühstück habe ich es nicht sein lassen und habe mich zu einer kleinen Erkundungstour aufs Fahrrad geworfen. Strände abgeklappert, Einkaufsmöglichkeiten gesucht und Flamingos beobachtet. Der erste Eindruck von der Umgebung war positiv. Die Wohnbebauung der Touristenhäuser war hier wieder gut in die Landschaft integriert. War gleich sympathisch. Am Nachmittag machten wir uns mit dem Bus eine kleine Erkundungstour zu den Stränden. Auf einen mit Löchern bestückten Fahrweg erreichten wir einen gebührenpflichtigen Parkplatz.  Wenn man sich die vielen gebührenpflichten Parkmöglichkeiten anschaute bekam man einen Eindruck was hier in der Hochsaison los sein würde. Und die Strände hier sind ja sensationell. Riesige weiße Sandstrände wechselten sich mit kleinen seichten schnuckligen Buchten umrahmt von Felsen ab. Ein Schmaus für die Augen. Wir wanderten durch die Dünenlandschaft und genossen die Umgebung. Im glasklaren Wasser die Strände ablaufen machte großen Spaß. Hätten wir unsere Badesachen dabei gehabt wäre vielleicht sogar ein Bad angesagt gewesen. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch am Straßenrand gelegene Obstgärtnerei und erwarben wunderbares reifes Obst und Gemüse zu erstaunlich fairen Preisen. Wir haben den Einstieg in die Costa del Sud geschafft. Mal seh‘n, was die Woche bringt.